Was taugen To-Do – Listen?

To-Do – Listen sind kein Allheilmittel. In aller Regel kommen sie über die Nützlichkeit eines simplen Einkaufszettels kaum hinaus: Erinnerungshilfen, um nicht etwas zu vergessen. Der Prokrastinierer aber hat ganz andere Sorgen. Sein Projekt scheitert nicht am Vergessen, sondern im Gegenteil am Erinnern! Am Erinnern all dessen, was sich an Unangenehmem nur erinnern lässt in dem fraglichen Tätigkeitszusammenhang, und was sich zu einem soliden Hindernis zusammenbauen lässt.

Intelligente To-Do – Listen für den Prokrastinierer sollten komplexer sein, so eine Art Mind-Maps, die nicht nur das Vorhaben notieren, sondern gleich die diversen B-Pläne vorschlagen, die sich aus den auftauchenden Hindernissen ergeben.

Mögliche Hindernisse und Verschiebegründe lassen sich im Übrigen leicht an entsprechenden Gedanken oder Gefühlsregungen erkennen, erst recht, wenn man sie in einem sofortigen LEZGO!©-Scan hinterfragt. (Am besten dort gleich mal nachschauen: https://www.pro-cras.de/prokrastination-ueberwinden/ )

To-Do – Listen(„Einkaufszettel“)-Tools werde in unterschiedlicher Ausführung auch als Apps fürs Smartphone angeboten. Unter der Rubrik ‚Apps gegen das Aufschieben‘ habe ich einige dieser Apps zusammengestellt. Ich will an dieser Stelle aber zu bedenken geben, dass eingetippte Notizen, vor allem wenn sie ins Emotionale hineinreichen, einen geringeren Wirkungsgrad und Erinnerungsvermögen haben als handschriftlich getätigte. Und die werden nochmal getippt durch solche, die mit der linken Hand geschrieben werden.