Alles ist so gleichzeitig dringend und wichtig!

1.  Hast du schon erfolgreich den Unterschied gemacht zwischen „wichtig“ und „dringend“?

Wenn nicht? Schnell noch ein Blick auf den Umgang mit sogenannten Prioritäten:

Das "Eisenhower-Prinzip" schlägt für die Aufteilung nach Wichtigkeit und Dringlichkeit ein "Fensterkreuz, in denen die wichtigen, die nicht wichtigen, die dringenden und die nicht-dringenden Dinge gruppiert werden. Dann gehst du wie folgt vor:  

Das Wichtige und Dringende bitte jetzt sofort erledigen! Kein Wenn und Aber. 

Das Nicht-Wichtige und trotzdem Dringende lässt du jemanden machen, der das kann. Du überwachst die Erledigung - und überlegst dir, wieso es überhaupt dringend werden konnte, obwohl es nicht wichtig ist. 

Das Wichtige aber Nicht-Dringende terminierst du und machst es dann selbst: Was Wichtig ist, liegt immer auch in deiner Verantwortung! 

Was dann noch übrig ist, das Nicht-Wichtige und Nicht-Dringende, kannst du getrost in den Papierkorb werfen. Anders wirst du es vermutlich Und noch ein nie los.

Tipp: Bei konsequenter Arbeit mit dem Eisenhower-Prinzip sollte als Nebeneffekt herauskommen, dass das angeblich "Dringende" immer weniger wird: Weil es besser geplant und vorausschauend terminiert wurde.

2. Zurück zur Anfangslage: Im Moment ist alles irrsinnig dringend und irrsinnig wichtig. was tun?

Also erst einmal STOPP und zurücklehnen, aus dem Geschiebe von Sog und Druck aussteigen, einen klaren Kopf bekommen. Dafür hilft:Durchatmen, den Blick vom Bildschirm lösen, am besten einmal um den Block laufen, sich dann in eine andere Ecke des Raums setzen und einen Plan/MindMap machen und notieren:

Wer (wichtig?, verhandlungsbereit?) will was (warum von mir?, berechtigt?, schon angearbeitet?)

bis wann (verhandelbar?, teilweise oder als Ganzes?).

Wer kann helfen (aus Freundlichkeit),

wer muss helfen (weil er mir verpflichtet ist, weil er das Fachwissen hat)

Welche große Brocken kann ich in kleine Bröckchen aufteilen?

Was beflügelt mich an der Aufgabe,

was kann ich delegieren?

Was macht mir Angst? Habe ich das trotzdem schon mal geschafft, und wie habe ich das damals gemacht. Geht das jetzt auch, oder sogar noch bessere Ressourcen?

Und dann: Verzichte möglichst weitgehend auf jede Art von Perfektionismus.

Und noch was: Überlege nicht lange, wie du anfangen sollst: Mit dem Anfertigen deines Plans/MindMaps bist du ja schon mittendrin! Jetzt bist du im Fluss und kannst Fahrt aufnehmen.