Im Schatten junger Mädchenblüte II

Wie raffiniert der Aufschieber auch wohlwollende Interessierte zu Komplizen seiner Prokrastination macht, beschreibt Proust ein paar Sätze später:

„Ich bräuchte, bevor ich zu meinem Tatendrang zurückfährt, ein paar Tage der Entspannung, und als meine Großmutter das einzige Mal in sanftem, traurig enttäuschten Ton einen leisen Vorwurf in die Worte kleidete: „Nun? Und diese Arbeit, an die du gehen wolltest – ist davon gar keine Rede mehr?“, war ich böse auf sie […]. Sie spürte, dass Sie mit ihrer Skepsis unbewusst einen Entschluss empfindlich getroffen hatte. Sie entschuldigte sich und küsste mich mit den Worten: „Verzeih mir, ich sage bestimmt nichts mehr“.“