Handlungen und Entscheidungen fallen nicht vom Himmel.
Sie werden auch nicht allein durch Willenskraft hervorgebracht. Jede Handlung besitzt eine Geschichte ihrer Entstehung. Ich nenne diesen Entstehungsprozess Handlungsgenese. Wie die biblische Genesis nicht die Erschaffung einer fertigen Welt beschreibt, sondern deren allmähliche Ordnung, Gliederung und Zuordnung von Funktionen, so entsteht auch menschliches Handeln aus einer zunächst ungeordneten Menge von Möglichkeiten, Bedürfnissen, Gefühlen, Erinnerungen, Beziehungen und Erwartungen.
Mit der LEDZ GO!-Analyse
untersuchen wir die sieben sensiblen Bereiche dieser Gedanken, Gefühle und Reaktionen auf die Umwelt, die uns prokrastinieren lassen. Im LEDZ GO! finden sich typische Zuweisungen, die in ein zielführendes Handeln oder ein ergebnisverzögerndes Prokrastinieren münden – je nach dem, wie sie in Bezug auf ein anstehendes Thema besetzt sind.
Aus einer „pathogenen“, d.h. störungsorienterten Sicht heraus kann LEDZ GO! die defizitären Bereiche untersuchen, die einer ungehinderten Erledigung im Wege stehen: Lern- oder Kompetenzdefizite, hinderliche Emotionen, ungenaue Zieldefinition, mangelnde Disziplin, gesundheitliche oder mentale Schwächen, ein wenig entwickelter Ordnungs- oder Organisierungssinn, Konzentrationsschwächen und Ablenkbarkeit.
Für einen wirklich nachhaltigen Umgang mit dem Drang zum Aufschieben bevorzugen wir jedoch eine „salutogene“ Orientierung und Vorgehensweise (nach A. Antonowsky).
Sie richtet das Augenmerk auf das für Sie und Ihr Projekt angestrebte Ziel und das, was dafür noch entwickelt, und weniger, was vermieden werden kann. Überprüfen Sie hierfür entlang des LEDZ GO!-Akronyms, welche Schlüsselbereiche in Ihrem Projekt mehr Aufmerksamkeit erhalten sollten, um für Sie das Entstehen von Handlungs-und Entscheidungsfähigkeit möglich zu machen.
Ausgangspunkt für einen solchen Test ist, damit er den aktuellen Zustand widerspiegelt, immer die Situation, wie sie angesichts eines akuten Drangs zum Aufschieben erlebt wird.
L – Das Lernen für mehr Kompetenz- und Projektvertrauen
Klären Sie: Welche Fähigkeiten und Fertigkeiten legitimieren Sie dazu, diese Aufgabe anzugehen?
→ Prokrastination verliert umso mehr an Kraft, wie Sie wissen, was Sie können.
E – Erfahrungen und Erwartungen
Klären Sie: Gibt es Emotionen, die Sie abhalten, sich jetzt um Ihr Projekt zu kümmern?
→ Statt den Druck weiter zu erhöhen: Ihre Neuronen mit positiven Erinnerungen trainieren.
D – Disziplin, aber ohne Drama
Klären Sie: Was meinen Sie, wenn Sie von Disziplin sprechen: Durchalten oder Drama?
→ Wer schlechte Routinen durch bewusste Gewissenhaftigkeit ersetzt, braucht sich nicht mühsam zu disziplinieren.
Z – Ziele und Motivation
Klären Sie: Arbeiten Sie mit der richtigen Zielausrichtung?
→ Nur die eigenen Ziele, nicht die der anderen oder die eingeredeten, werden mit Sicherheit nicht prokrastiniert.
G – Gesundheit
Klären Sie: Ist Ihre körperliche, geistige und mentale Widerstandskraft Ihrem Vorhaben gewachsen? Psychische und kognitive Beeinträchtigungen (wie etwa Konzentrationsfähigkeit) können bereits aus einer unausgeglichenen Ernährungsweise oder aus einem Vitamin B12- Mangel entstehen!
→ Aus Ihrer Gesundheit schöpfen und erneuern Sie Ihre Energie.
O – Ordnung, Organisation und Struktur
Klären Sie: Sind die äußeren und die inneren Bedingungen in Ihrem Projekt sinnvoll geordnet?
→ Strukturen, Rhythmen und kognitive Resonanzmuster machen Ihre mentalen Prozesse effektiver.
! – Konzentration und Fokus
Klären Sie: Wissen Sie, wie viele und welche Ablenkungen sich ständig in Ihr Aufmerksamsein einmischen?
→ Erleben Sie, wie Sie mit einer neuen Aufmerksamkeitsarchitektur auch eine neue Erledigungslust gewinnen.
Informationen und Kontakt: E-Mail: info@pro-cras.de, Tel. mobil: 01520 9887966