Prokrastination und Selbstwert

Wer prokrastiniert, wird zunächst so gut wie möglich seine/ihre Abhängigkeit von dieser aufschiebenden Erledigungsweise verbergen – vor den Kollegen, den Vorgesetzten, den Partnern.

Zunächst wird das eigene Aufschieben als Makel und damit als abwertend empfunden – so wie es in der Regel gegenüber allen Prokrastinierenden eingeschätzt wird. Ein typisches „Tabu“, das selbst ungewollt eine ständige Verletzung des Selbstwerts für die Betroffenen bedeutet.

Gleichzeitig werden Gefühle wie Angst, Scham, Verlegenheit, aber auch die einer Schuld oder einer nicht erfüllten Verantwortlichkeit getriggert. Die eigene Glaubwürdigkeit steht auf dem Spiel, und mit ihr die Selbstachtung und die Selbstannahme.

Ein solch massiver Verlust ist umso schwerer zu ertragen, als die Prokrastination nach dem subjektiven Empfinden gegen die eigene Überzeugung und gegen den eigenen Willen geschieht. Derartiger offensichtlicher Kontrollverlust lässt es schwierig (und meist auch wenig ratsam) erscheinen, mit dieser vermeintlichen Schwäche unbefangen und offen umzugehen. Erst wenn es gelingt, die hilfreiche Funktion des Prokrastinierens zu erkennen, umzudeuten und anzuwenden, wird es gelingen, das zögerliche Verhalten nachhaltig abzulegen zugunsten eines selbstwertstützenden, selbstbewussten und autonomen Handelns und Entscheidens.

Die Erfahrung eines stabileren Selbstwertes wirkt sich unmittelbar aus auf ein verbessertes Wohlbefinden und gößere Zufriedenheit, und bedeutet über einen verringerten Erledigungs- und Planungstress einen bedeutenden Zuwachs an allgemeiner und gesundheitlicher Lebensqualität.

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