Auf dem Weg zur Lösung:

Die Prokrastinations-Formel und die LEZ GO!©-Analyse

Der amerikanische Wirtschafts-Verhaltensforscher Prof. Steel hat mit seiner Prokrastinations-Formel die typischen Prokrastinations-Faktoren Erwartung, Wert, Verzögerungszeit und Impulsivität in einen erkennbaren Wirkungs-Zusammenhang gestellt. Sie lautet

Erwartung  x  Wert geteilt durch Aufschieben x Impulsivität

und interpretiert sich so:

Je weiter entfernt die Deadline für ein Projekt ist, desto stärker ist die Bereitschaft zum Aufschieben, und desto schwächer ist die Motivation, die Aufgabe anzugehen. Die Impulsivität und der Rückgriff auf mögliche Mittel der Ablenkung multipliziert die Aufschiebetendenz noch weiter.

Dem gegenüber stehen die positiven Konsequenzen des Handelns, die sich aus der Erwartung und dem persönlichen Wert der Aufgabe ergeben: Je größer die Belohnung und die Wahrscheinlichkeit, sie zu erhalten, und je wertvoller für mich das ist, was ich erwarten darf, umso stärker wird meine Motivation sein.

Ausschlaggebend für das Tun oder Aufschieben ist „der Moment der Wahrheit“ zwischen Absicht und Realisierung (sog. „Rubikon“), dem legendären Übergangsort zwischen unspezifischem Wunschdenken und konkreter Zielergreifung.

Die Auswirkungen der vorgenannten Faktoren zeigt sich am Beispiel der Erledigung einer Seminararbeit, die prokrastiniert wird, denn:

„Erwartung“ ist gering, solange es ungewiss ist, ob man die Belohnung für die zu leistende Anstrengung wirklich bekommt;

·         Ein starkes Selbstbewusstsein (Gewissheit der Selbstwirksamkeit") lässt die Erwartung ansteigen.

„Wert“ wird immer dann als gering eingeschätzt, wenn die zu leistende Anstrengung aus objektiven oder ganz persönlichen Gründen keinen Spaß macht, sinnlos erscheint oder komplett gegen den Strich geht;

·         Je akzeptierter das Ziel, je kongruenter der Weg, je größer das persönliche Engagement, umso größer der zugemessene Wert.

„Verzögerung“ (Aufschieben) ist umso stärker, je weiter die zeitliche Entfernung des Abgabetermins (Deadline) liegt:

·         Sie nimmt in dem Maße ab, wie der Erledigungszeitraum begrenzt wird, beispielsweise durch das Einteilen der Aufgabe in Einzelschritte mit entsprechend kurzfristigen  Deadlines.

(schädliche) „Impulsivität“ hat ein umso leichteres Spiel, je mehr und je verlockender oder scheinbar dringlicher die Ablenkungen vom Arbeitsthema wegführen.

·         Bei starker Ablenkbarkeit wird sich eine „positiv" Impulsivität erst im direkten Angesicht der drohenden Deadline entwickeln. Deswegen empfiehlt sich bereits im Vorfeld die Einübung eines  Impulsivitäts-Management.

Der Einsatz der Prokrastinations-Formel und die Nutzung der Informationen aus demLEZ GO!©-Checks führen zu den Ansatzpunkten des individuellen Aufschiebeproblems und ermöglichen punktgenaue Maßnahmen zu ihrer Lösung.

Kontakt: info@pro-cras.de, tel. fix 0211 9991656, tel. mobil 01520 9887966