pro-cras vermittelt Resilienz

Resilienz ist für uns die Fähigkeit, sich dem Drang zum Aufschieben nicht widerstandslos hinzugeben, auch wenn die anstehende Aufgabe unbequem oder schwierig erscheint. Sondern die momentane Belastung auszuhalten – und in seiner Absicht weiterzumachen.

Solche resiliente Widerstandskraft bringen die einen von vornherein mit, andere müssen sie irgendwann neu erwerben – spätestens, wenn es sich nämlich herausstellt, dass im Lufe des Lebens die Aufgaben und die Herausforderungen größer werden, und das leichte Improvisieren der früheren Jahre nicht mehr ausreicht. Und wenn die Scheinlösung des Vor-sich-Herschiebens an ihre Grenzen stößt.

Überforderung, z.B. in der Ausbildung, oder im Job, manchmal auch Unterforderung führen ins Prokrastinieren, und damit mehr oder weniger bald in eine Krise, die fast jeder Mensch irgendwann in seinem Leben durchläuft – mal mit zeitweiligem Erfolg, mal aber auch mit einer immer weitergehenden Aufhäufung an Problemen, die irerseits aufgeschoben werden, und so in einem Teufelskreis mündet, aus dem es scheinbar kein Entrinnen gibt.

Aufrappeln bis zur Krisensicherheit?

Resilienz befähigt dazu, eine Krise zu bewältigen und sich wieder aufzurappeln. Doch jeder, der einmal eine Krise überstanden hat, bei der es um Wichtiges geht, vielleicht sogar um existenzielles Sein oder Nichtsein, weiß, dass diese Vorstellung ungenau ist. Man kann sich nicht einfach aufrappeln und so weitermachen wie vor der Krise. Diese falsche Forderung hat aus dem pathologischen Aufschieben die verniedlichende „Aufschieberitis“ gemacht, und den Umgang mit dieser oft folgenschweren Störung, die mit Faulheit und Bequemlichkeit nicht hinreichend annähernd korrekt beschrieben wird, erschwert und tabuisiert.

Prokrastinieren stellt uns die Aufgabe, aus eigenen Stücken, und nicht nur angesichts einer drohenden Bestrafung oder einer heranrückenden Deadline, ein ungeliebtes Thema in einem selbst kontrollierten Zeitablauf zielführend und autonom zu erledigen (oder endgültig abzubrechen). Das Phänomen, das bereits Gegenstand ausführlicher psychologischer Grundlagenstudien war (z.B. im Rahmen der Studie zu Impulskontrolle und Belohnungsaufschub, der sog. Marshmallow-Studie von Walter Mischel), bedeutet kleine oder auch erhebliche Ansprüche, die uns im Leben weiterbringen oder zurückwerfen können. Potenzial für Krisen gibt es da zuhauf, wenn die zögerliche Handlungsvariante des Aufschiebens nicht überwunden werden kann. Meistens dort, wo der „Resilienzmuskel“ nicht ausreichend trainiert wurde.

Ein umfassendes Orientierungsgespräch ist kostenfrei und ohne weitere Verpflichtung.

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