Pathologisches Aufschieben

Aufschieben ist ein normales menschliches Verhalten, das allerdings gelegentlich (und nicht nur nur aufgrund seines „Bequemlichkeit-Potenzials“) in eine dauerhafte „schlechte Angewohnheit“ hineinwächst.

So kann es auch als ein ernstzunehmendes Signal oder Symptom einer grundlegenden Störung zu hinterfragen sein: hinsichtlich der mentalen, körperlichen oder emotionalen Positionierungen in sich selbst und/oder in Bezug auf das prokrastinationsbedrohte Vorhaben.

ICD-10 und Komorbitäten

Ein chronisches bzw. pathologisches Aufschieben ist in der ‚Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandten Gesundheitsprobleme (ICD-10)‘ nicht gelistet. Gleichwohl ist differenzial-diagnostisch ein ausgeprägtes Aufschieben immer auch auf einen möglichen Ursache/Wirkungs-Bezug zu Burnout und Depression zu überprüfen, aber auch zu Selbstunsicherheit, AD(H)S, Impulsivität, Antriebsstörung, Zwangsstörungen, Suchterkrankung, Belastungsstörung, bis hin zu beginnender Demenz und anderen schweren körperlichen Erkrankungen.

pro-cras-Konzept in 5 Schritten

Die emotionalen und kognitiven Besonderheiten des pathologischen Aufschiebens und seine große Bandbreite der Verlaufsformen- und -schwere erfordern einen systemisch geschulten Blick und einen flexiblen Behandlungsansatz, den wir mit dem pro-cras-Konzept bereitstellen.

In den leichten Fällen wird sich der Umfang einer Behandlung auf 4 Sitzungen (beinhaltend 6 – 9 Behandlungsstunden) erstrecken. Diese fokussiert zunächst auf die Hauptthemenbereiche des pathologischen Aufschiebens, die in unserem LEDZ-GO!©-Scan untersucht und nach den Kriterien der Informationsverarbeitung, der emotionalen Relevanz, dysfunktionaler Überzeugungen und Motivationen, der Ordungsfaktoren und Vermeidungsstrategien überprüft werden.

Die 5 Behandlungsschritte:

  1. Beobachtung der dynamischen und inhaltlichen Aspekte des Aufschiebe-Reflexes
  2. Durchführung des LEDZ-GO!©-Scans
  3. Isolierung und Überprüfung der kritischen Prokrastinations-Trigger
  4. Training, Coaching u./o. therapeutische Klärung der Prokrastinations-Auslöser
  5. Training der Trigger-Inhibition, Alltags-Implementierun

Gegebenenfalls kann ein ergänzendes emotionales, Organisations- oder Planungstraining/-coaching hinzugefügt werden

Wichtig für die Überprüfung und Behandlung von pathologischem Aufschieben ist die Frage, wie sehr die betroffene Person selber unter dem Verhalten leidet und den Zustand nicht aus eigener Kraft beenden kann, und Umfang und Bedeutung der schädigenden Folgen des Aufschiebens für Dritte. Auf der anderen Seite wirkt sich die Erfahrung einer neu ermöglichten Selbstwirksamkeit und eines stabilisierten Selbstwertes unmittelbar auf eine größere Zufriedenheit, und damit auf die allgemeine und gesundheitliche Lebensqualität aus.

Infos und Kontakt: info@pro-cras.de, tel. fix 02 aus11 9991656, tel. mobil 01520 9887966