FoMO?

 

Prokrastinieren, nicht in die Gänge kommen und nicht bei der Sache bleiben, weil man ständig abgelenkt wird. 

Benachrichtigungen, Pop-ups aus den Social Media, Push-Nachrichten oder ähnlichen „Erinnerungen“…

Diese typischen Unterbrechungsversuche sind oft intensiv geführte Attacken, die von einer hochmotivierten Aufmerksamkeitsökonomie gefahren werden. Jener wachsenden wirtschaftlichen Branche, der sich in den letzten Jahren expansiv damit beschäftigt, unsere eigene Aufmerksamkeit ab- und auf deren Produkte zu ziehen. Wir könnten sie deaktivieren, wie auch die sonstigen Klingeltöne für WhatsApp-, facebook-, Twitter- oder ähnlichen Aufforderungen, sie sofort wahrzunehmen und zu beantworten. Aber wir tun es nicht, denn da ist ja FoMO (Fear of Missing Out), die Angst, etwas zu verpassen.

FoMO entsteht aus unserer genetisch gepflegten Veranlagung, uns mit möglichst vielen Informationen ins Spiel oder in Sicherheit zu bringen. Deshalb müssen wir immer gleich reagieren. Auch zulasten dessen, was wir gerade anfangen wollten zu erledigen.

Und FoMO ist noch mehr!

FoMO ist der eifersüchtig knauserige Umgang mit dem knappen Gut Zeit, die man vielleicht für Wertvolleres einsetzen könntd, um sie nicht für dieses eine, so gerne aufgeschobene Projekt zu verplempern. Vielleicht für so (wichtige?) Anliegen wie Besitz, Macht und Kontrolle, die uns versprochen werden, und von denen wir ganz gerne ganz viel hätten.

Und schließlich drückt sich in FoMO eine unausgesprochene Angst aus. Die Angst, zu kurz zu kommen, wenn man sich an einem ungeliebten Projekt abarbeitet, während andere scheinbar alles haben können, und wir uns das auch noch auf Instagram oder YouTube anschauen dürfen.

FoMO kann sich so radikal durchsetzen und in unseren Erledigungsalltag einmischen, weil wir eine schier explosionsartige Ausweitung der instrumentellen Machtfülle um uns herum erleben, die wir selber weder erreichen noch abwehren können, und die wir infolgedessen unserem eigenen Selbst gegenüber als massive Bedrohung erleben.

Trotzdem und mit alledem müssen wir lernen, in dieser komplexer werdenden Welt digital zu (über-)leben. Dafür ist ein erfolgreich genutztes Anti-Prokrastinier-Programm der ideale Moment, um zu erleben, wie verdammt gut sich das anfühlt, wenn wir unsere eigenen Qualitäten und Erfolge feiern können – anstatt sie weiter zu verschieben.

Weiterführende Informationen: E-Mail: info@pro-cras.de, Tel. fix: 0211 999 1656, Tel. mobil: 01520 988 7 966