Mit LEDZ GO! gegen das ewige „eigentlich — aber“

Wir wollen etwas tun, doch in manchen Fällen heißt es bald: „Aber jetzt nicht“, und wir beginnen zu überlegen, wie wir es vertagen und das Unangenehme vor uns herschieben können. Und manchmal kommt es noch schlimmer: selbst die Bemühungen, das Aufschieben zu stoppen, prokrastinieren wir von Mal zu Mal weiter.
Jetzt wird das Problem zum Meta-Problem: Die Blockade ist so mächtig, dass nun auch der Versuch, die Blockade zu lösen, blockiert wird.
Hier hilft einzig und allein, zunächst das Geschehen in seiner Komplexität zu verstehen und in seine Komponenten zu zerlegen, und in seinen Einzelteilen abzusichern.
Handlungen und Entscheidungen fallen nicht vom Himmel
Sie werden nicht allein durch Willenskraft hervorgebracht. Jede Handlung besitzt eine Geschichte ihrer Entstehung. Ich beschreibe diesen Entstehungsprozess als Handlungsgenese. Wie die biblische Genesis nicht die Erschaffung einer fertigen Welt beschreibt, sondern deren allmähliche Ordnung, Gliederung und Zuordnung von Funktionen, so entsteht auch menschliches Handeln aus einer zunächst ungeordneten Menge von Vorstellungen und Möglichkeiten, Bedürfnissen, Gefühlen, Erinnerungen, Beziehungen und Erwartungen.
Embodiment
Prokrastination entsteht aus der Art und Weise des Umgangs mit einem Vorhaben, das von einer konkreten Interaktion geprägt ist. Aus einer Beziehung oder Resonanz, die sich in Gefühlen und Interaffektivität, im Gedächtnis und psychologischen Verkörperungsprozessen niederschlägt.
Sensorimotor
Den Gewohnheiten und den Schutzreflexen auf der Spur
Erinnerungen und Gefühle können uns davon abhalten, mit Vorhaben frei und kreativ umzugehen – eine oft unerkannte Ursache für ein ausgeprägtes Prokrastinieren, die oft in einem „verkötperten Schrecken (B. van der Kolk)“ begründet ist. Der Körper hält Wache, und hält Sie vom Tun ab. Die Ursachen finden wir meist nicht durch kluges und intensives Nachdenken („Top down“), wohl aber im sensiblen Hineinspüren in den Körper („Bottom up“) – dort, wohin sich ein uraltes Problem schon lange zurückgezogen hat, um ungewollt und automatisch immer neu die alten Schutzreflexe auszulösen.
Die Weiterentwicklung in der LEDZ GO!-Analyse
In der PROKRASTINATIONSBERATUNG untersuchen wir die sieben sensiblen Bereiche dieser Gedanken, Gefühle und Reaktionen auf die Umwelt, die uns prokrastinieren lassen. Im LEDZ GO! finden sich typische Zuweisungen, die in ein zielführendes Handeln oder ein ergebnisverzögerndes Prokrastinieren münden – je nach dem, wie sie in Bezug auf ein anstehendes Thema besetzt sind.
Aus einer „pathogenen“, d.h. störungsorienterten Sicht heraus kann LEDZ GO! die defizitären Bereiche untersuchen, die einer ungehinderten Erledigung im Wege stehen: Lern- oder Kompetenzdefizite, hinderliche Emotionen, ungenaue Zieldefinition, mangelnde Disziplin, gesundheitliche oder mentale Schwächen, ein wenig entwickelter Ordnungs- oder Organisierungssinn, Konzentrationsschwächen und Ablenkbarkeit.
Für einen wirklich nachhaltigen Umgang mit dem Drang zum Aufschieben bevorzugen wir jedoch eine „salutogene“ Orientierung und Vorgehensweise (nach A. Antonowsky).
Sie richtet das Augenmerk auf das für Sie und Ihr Projekt angestrebte Ziel und das, was dafür noch entwickelt, und weniger, was vermieden werden kann. Überprüfen Sie hierfür entlang des LEDZ GO!-Akronyms, welche Schlüsselbereiche in Ihrem Projekt mehr Aufmerksamkeit erhalten sollten, um für Sie das Entstehen von Handlungs-und Entscheidungsfähigkeit möglich zu machen.
Ausgangspunkt für einen solchen Test ist, damit er den aktuellen Zustand widerspiegelt, immer die Situation, wie sie angesichts eines akuten Drangs zum Aufschieben erlebt wird.
L – Das Lernen für mehr Kompetenz- und Projektvertrauen
Klären Sie: Welche Fähigkeiten und Fertigkeiten legitimieren Sie dazu, diese Aufgabe anzugehen?
→ Prokrastination verliert umso mehr an Kraft, wie Sie wissen, was Sie können.
E – Erfahrungen und Erwartungen
Klären Sie: Gibt es Emotionen, die Sie abhalten, sich jetzt um Ihr Projekt zu kümmern?
→ Statt den Druck weiter zu erhöhen: Ihre Neuronen mit positiven Erinnerungen trainieren.
D – Disziplin, aber ohne Drama
Klären Sie: Was meinen Sie, wenn Sie von Disziplin sprechen: Durchalten oder Drama?
→ Wer schlechte Routinen durch bewusste Gewissenhaftigkeit ersetzt, braucht sich nicht mühsam zu disziplinieren.
Z – Ziele und Motivation
Klären Sie: Arbeiten Sie mit der richtigen Zielausrichtung?
→ Nur die eigenen Ziele, nicht die der anderen oder die eingeredeten, werden mit Sicherheit nicht prokrastiniert.
G – Gesundheit
Klären Sie: Ist Ihre körperliche, geistige und mentale Widerstandskraft Ihrem Vorhaben gewachsen? Psychische und kognitive Beeinträchtigungen (wie etwa Konzentrationsschwächen) können bereits aus einer unausgeglichenen Ernährungsweise oder aus einem Vitamin B12- Mangel entstehen!
→ Aus Ihrer Gesundheit schöpfen und erneuern Sie Ihre Energie.
O – Ordnung, Organisation und Struktur
Klären Sie: Sind die äußeren und die inneren Bedingungen in Ihrem Projekt sinnvoll geordnet?
→ Strukturen, Rhythmen und kognitive Resonanzmuster machen Ihre mentalen Prozesse effektiver.
! – Konzentration und Fokus
Klären Sie: Wissen Sie, wie viele und welche Ablenkungen sich ständig in Ihr Aufmerksamsein einmischen?
Weiterführende Schritte, die zunächst der Patt-Situation des Meta-Problems dienen, können sich auch auf die Lösung von Einzelkomponenten hilfreich auswirken.
Folgenden Strategien haben sich als nützlich erwiesen,, um das „Aufschieben der Aufschiebelösung“ zu meistern:
– der „lächerlich kleine Schritt“ („Micro-Noise“)
– die „externe Sochastik“
– die „paradoxe Maximierung“
– das „Shaking“ (das „körperliche“ Rauschen)
Lassen Sie sich inspirieren von der Vielfalt moderner Prokrastinationsforschung und von den Möglichkeiten eines kompetenten Prokrastinations-Coachings. Vor allem, wenn Sie die wirksamsten Methoden noch nicht kennen gelernt haben.
Weiterführende Information: info@pro-cras.de, tel. fix: 0211 9991656, tel. mobil: 01520 9887966