Die Besonderheiten des Aufschiebe-Reflexes beim Älterwerden

Angeblich werden Menschen mit fortschreitendem Alter lebenserfahrener und überlegter, und sollten somit einen leichteren Umgang mit dem Drang zum Aufschieben haben.
Tatsächlich ist der Alltag der Menschen im 3. oder 4. Lebensabschnitt geprägt von einer sehr typischen Weise des Aufschiebenverhaltens, was mit der Leistungsveränderung des Gehirns zusamnenhängt.
Dank eines sich im Alter neu ordnenden Langzeitgedächtnisses melden sich jetzt ganz unaufgefordert alte aufgeschobene Vorhaben und Pläne aus nicht realisierten Aspekten des Lebens noch einmal. Hier kann ein gezieltes „Abschließen“ hilfreich sein, vielleicht auch ein regelrechter Trauerprozess, der dem Aufgeschobenen und Unerledigten einen beruhigten Platz in der Vita zuteilt.
Gleichzeitig kommt unangenehmes Neues hinzu, das unter den sich erschweenden Umständen am liebsten uunerledigt bliebe, weil es als lästig und unbewältigbarr erlebt wird.
Dabei ist allerdings oft manches darunter, das auf keinen Fall aufgeschoben werden sollte.
Im höheren Lebensalter schwindet jedoch die Bereitschaft, sich mit unklaren oder schwierigen Erledigungen abzugeben, und der meist vergebliche Kampf gegen das Aufschieben wird verloren an eine vorher nicht gekannte körperliche und geistige Müdigkeit – während gleichzeitig vermehrt Energie gebraucht würde, um die erschwerten Alltagsanforderungen zu meistern.
Die Neuorientierung zwischen alten und neu zu entdeckenden Betätigungen und Ausrichtungen, und körperlichen und geistigen Fähigkeiten und Einschränkungen nimmt den ganzen Menschen in Anspruch, der ein Leben lang darauf ausgerichtet war, im Rahmenenger enger (eigener oder äußerer) Regeln zu funktionieren – nach Leitlinien, die unter dem neuen Regime des Alters nicht mehr in gleicher Weise anwendbar oder zur Verfügung sind.
Mit eher sich begrenzenden oder schwindenden Erwartungen an die Zukunft verliert auch der Anspruch an Sinn und Zweck des Erledigens an Selbstverständlichkeit, vordergründigem Sinn oder Dringlichkeit.
Um jetzt nicht einer scheinbar unvermeidlichen Antriebslosigkeit und dem reflexhaften Drang zum Prokrastinieren zu verfallen, bietet es sich an, PROKRASTINATIONSBERATUNG in Anspruch zu nehmen. Sie steht direkt Betroffenen wie auch den Mitbetroffenen und sonstig Interessierten zur Verfügung. Ein ausführliches Orientierungsgespräch ist unverbindlich, diskret und immer kostenfrei.
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