<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Ehrlichkeit &#8211; Heilpraxis für Psychotherapie und Prokrastinations-Coaching</title>
	<atom:link href="https://www.pro-cras.de/tag/ehrlichkeit/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.pro-cras.de</link>
	<description>Prokrastinations-Coaching</description>
	<lastBuildDate>Wed, 04 Jul 2018 07:20:50 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.1</generator>

<image>
	<url>https://www.pro-cras.de/wp-content/uploads/2016/10/cropped-fav-32x32.png</url>
	<title>Ehrlichkeit &#8211; Heilpraxis für Psychotherapie und Prokrastinations-Coaching</title>
	<link>https://www.pro-cras.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Ich / würde (3)</title>
		<link>https://www.pro-cras.de/die-wuerde-nicht-mehr-ich-wuerde-zu-sagen-3/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Nellen]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Jul 2018 08:38:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge chronologisch]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps und Tricks]]></category>
		<category><![CDATA[Bert Brecht]]></category>
		<category><![CDATA[Bindung]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklungspsychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Ich]]></category>
		<category><![CDATA[Identität]]></category>
		<category><![CDATA[Individuum]]></category>
		<category><![CDATA[Maxime]]></category>
		<category><![CDATA[Moral]]></category>
		<category><![CDATA[Verrat]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.pro-cras.de/?p=2122</guid>

					<description><![CDATA[Wenn es beim Aufschieben darum geht, eine unangenehme Entscheidung (jetzt) nicht treffen zu wollen, eine unbequeme Erledigung (jetzt) nicht hinter sich zu bringen,  kann man sich fragen, ob es Tricks ... <a title="Ich / würde (3)" class="read-more" href="https://www.pro-cras.de/die-wuerde-nicht-mehr-ich-wuerde-zu-sagen-3/" aria-label="Mehr Informationen über Ich / würde (3)">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn es beim Aufschieben darum geht, eine unangenehme Entscheidung (jetzt) nicht treffen zu wollen, eine unbequeme Erledigung (jetzt) nicht hinter sich zu bringen,  kann man sich fragen, ob es <a href="https://www.pro-cras.de/prokrastination/tipps-und-tricks/"><strong>Tricks und Tipps</strong></a>  gibt, mit denen man sich trotzdem in die Lage versetzen kann, das Wichtige sofort zu erledigen. Neben den Tipps und Tricks sind auch ganz persönliche Hinterfragungen hilfreich, die nach dem <strong><a href="https://www.pro-cras.de/prokrastination/">LEZGO!</a>-Schema</strong> ablaufen und sehr schnell Klarheit bringen können.</p>
<p>Eine andere Herangehensweise entsteht, wenn man sich fragt, wie man sich ein solches als ärgerlich empfundenes Verhalten überhaupt hatte einfangen können. Es gibt dazu sehr einleuchtende Antworten, die uns aus der Entwicklungspsychologie geliefert werden. Dort wird beschrieben, wie das unbeschriebene Blatt des Neuankömmlings auf dieser Welt sich in bestimmten Schritten individuell und in seiner Gemeinschaft seine Formen annimmt: Das Erlebnis, sich erst als Ich zu verstehen, dann als Individuum, als Wesen mit immer neuen wirksamen Bindungen und  prägenden Lernerfahrungen. In ihr bereitet sich das vor, was schließlich die Identität jedes einzelnen Menschen ausmacht, seine Werte, seine Persönlichkeitszüge, und damit auch seine Bereitschaft und persönliche Kompetenz, Unangenehmes lieber zu ertragen als sich ihm zu beugen.</p>
<p>Diese &#8222;Identität&#8220; zeigt das Selbst-Bild, das Bild von dem, wer und was und wie man sein will, die Grenzen der  möglichen Zugeständnisse, und damit den Rahmen der persönlichen Würde, die wir in unserem Grundgesetz geschützt wissen wollen. Diesen Rahmen zu kennen und als verbindlich anzuerkennen macht mich zum Gestalter meines eigenen Entwicklungsprogrammes, innerhalb dessen man zwar versuchen kann, mich meiner Würde zu berauben, ich mir selber aber tunlichst meine Würde nicht verletzen werde. Menschen, die unsere Bewunderung verdienen, haben diese Würde über den Wert ihres eigenen Lebens gestellt &#8211; eine Größe, die nicht jedem gegeben ist.</p>
<p>Einflüsse der frühen Entwicklungszeit, Bindungsprägungen, Lebens-Erfahrungen, frühe seelische Verwundungen können es mit sich bringen, dass die Frage: &#8222;Und wovon lebt der Mensch?&#8220; dauerhaft beantwortet wird mit: &#8222;Erst kommt das Fressen, und dann kommt die Moral!&#8220;, wie es Berthold Brecht formuliert hat. Dann kommt es zum doppelten <strong><a href="https://www.pro-cras.de/prokrastination-ist-verrat-am-heute-und-am-selbst/">Verrat</a></strong>: Verrat an sich und den ureigensten Maximen, und Verrat an den Anderen, deren Interessen nicht ausreichend berücksichtigt wurden.</p>
<p><strong>Prokrastination</strong> treibt diesen Verrat Schritt für Schritt in Bereiche, die ein Gegensteuern erforderlich machen. Aufschieben ist ein ziemlich perfider, weil unaufrichtiger, unausgesprochener Verrat, der sich aus sich selbst heraus in Gang hält und vorantreibt. Er führt im Extremfall zum gesundheitliche, finanziellen und persönlichen Zusammenbruch, und ist nur durch schonungslose Ehrlichkeit sich selbst gegenüber, die Bereitschaft zu Veränderung, und, im derart fortgeschrittenen Stadium, durch konsequente und verständige Unterstützung aus dem Verhaltensrepertoire zu verbannen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ich / würde (1)</title>
		<link>https://www.pro-cras.de/wuerde-und-wuerde/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Nellen]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Jul 2018 12:39:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge chronologisch]]></category>
		<category><![CDATA[Anstand]]></category>
		<category><![CDATA[dennoch]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Simone]]></category>
		<category><![CDATA[trotudem]]></category>
		<category><![CDATA[Veil]]></category>
		<category><![CDATA[Würde]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.pro-cras.de/?p=2095</guid>

					<description><![CDATA[Wir kennen dieses würde, mit dem wir unser Aufschieben so gerne beschwichtigen: &#8222;Ich würde das ja sofort erledigen, (aber&#8230;)&#8220;,  &#8222;Ich würde mich sofort darum kümmern, (wenn&#8230;)&#8220;. Es folgen die scheinbar ... <a title="Ich / würde (1)" class="read-more" href="https://www.pro-cras.de/wuerde-und-wuerde/" aria-label="Mehr Informationen über Ich / würde (1)">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wir kennen dieses <strong>würde</strong>, mit dem wir unser Aufschieben so gerne beschwichtigen: &#8222;Ich würde das ja sofort erledigen, (aber&#8230;)&#8220;,  &#8222;Ich würde mich sofort darum kümmern, (wenn&#8230;)&#8220;. Es folgen die scheinbar guten, zumindest vertretbaren Gründe, etwas nicht jetzt zu tun, etwas anderes zunächst einmal vorzuziehen.</p>
<p>Diese Abers, diese Wenns retten vor allem unsere Bequemlichkeit, schützen unsere Komfortzone, lassen uns aufschieben, was lästig ist. Aber machen sie uns auch stolz und zufrieden? Geben sie uns die <strong>Würde</strong>, die wir genau dann verdienen, wenn wir über den eigenen Schatten gesprungen sind, uns einer wichtigen Aufgabe gestellt haben, auf die Gefahr hin an Ihr zu scheitern? Würde entsteht da, wo wir das Menschenmögliche von uns fördern &#8211; nicht dadurch, dass wir &#8222;Erfolg&#8220; haben.</p>
<p>Heute, am 1.8.2018 sind mit einer bewegenden Zeremonie die sterblichen Überreste von Simone Veil ins Panthéon von Paris überführt worden, einer Frau, die den Widerstand und den Kampf für die Menschlichkeit wie kaum eine andere verkörpert hat. Sie hat Auschwitz überlebt, ihre Familie im Naziterror verloren, wurde Juristin, Ministerin und schließlich erste  Präsidentin des Europaparlamentes. Sie gilt als eine Ikone im Kampf gegen dke Diskriminierung der Frau in der Gesellschaft.</p>
<p>Den Begriff  &#8222;Komfortzone&#8220; hat sie wohl nie gekannt, und hätte ihn erst recht nie leben können. Unabhängigkeit, Freiheit, Selbstbestimmung, Gerechtigkeit waren Begriffe, an denen sie ihr Leben und ihr politisches Handeln orientierte. Da ist für ängstliches, zögerliches Abwarten wenig Platz.</p>
<p>Nun ist nicht jeder in seinem Leben zum Helden, zur Symbolfigur geboren. Und doch gibt es im Vokabular eines Jeden dieses Wort, was sich auch im Titel des beeindruckenden Buchs von Simone Veil wiederfindet: &#8222;Und <strong>dennoch</strong> leben&#8220;. Dennoch, wenn es auch schmerzt, Angst macht, vor der Masse der Schwierigkeiten zaudern lässt. Dennoch ist Widerstand in seiner natürlichen Form, nicht verbissen und trotzig wie im &#8222;trotzdem&#8220;, vielmehr ein &#8222;Nein&#8220; in dem Bewusstsein, dass es einen anderen, selbstverständlichen, richtigen Weg gibt, den es jstzt einzuschlagen gilt.</p>
<p>&#8222;Feel the fear and do it anyway!&#8220; Es geht! Andere haben es uns vorgemacht! Simone Veil hat mit dieser Qualität Einzug ins Panthéon gehalten, wir &#8222;normalen&#8220; Sterblichen sichern uns auf diese Weise unsere Wahrhaftigkeit und unsere ganz persönliche Würde. Jeder kleine Sieg über die Versuchungen des Aufschiebens darf uns wenig stolz und zufriedener machen.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
