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	<title>Tetralemma &#8211; Heilpraxis für Psychotherapie und Prokrastinations-Coaching</title>
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	<description>Prokrastinations-Coaching</description>
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		<title>Eigentlich ja, aber</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Peter Nellen]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Mar 2021 17:04:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge chronologisch]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps und Tricks]]></category>
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					<description><![CDATA[Das abweisende Wort &#8222;aber&#8220; verfügt über eine Potenz, die es ermächtigt, bereits Gesagtes oder Beschlossenes sogar noch rückwirkend zu sabotieren. Dabei geht es uns ganz leicht und hunderte Male am ... <a title="Eigentlich ja, aber" class="read-more" href="https://www.pro-cras.de/eigentlich-ja-aber/" aria-label="Mehr Informationen über Eigentlich ja, aber">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das abweisende Wort &#8222;aber&#8220; </strong>verfügt über eine Potenz, die es ermächtigt, bereits Gesagtes oder Beschlossenes sogar noch rückwirkend zu sabotieren. Dabei geht es uns ganz leicht und hunderte Male am Tag über die Lippen bzw. durch unsere gedanklichen Planungsprozesse.</p>
<p>Manchmal umschmeichelt es das zuvor Gesagte noch mit einem (keineswegs so gemeinten) &#8222;eigentlich&#8220; (d3nn genau dieses Eigentliche soll ja im nächsten Augenblick gekippt werden). Und spätestens dann hat der ursprüngliche Vorsatz (z.B. &#8222;Eigentlich wollte ich jetzt mit der Arbeit anfangen&#8220;) keine Chance mehr: &#8222;&#8230;aber dann schien die Sonne so verführerisch&#8230;&#8220;. Die Falle zwischen einem heuchlerischen &#8222;eigentlich&#8220; und einem entscheidenden &#8222;aber&#8220; ist zugeschnappt.</p>
<p>Dem Prokrastinieren ist mit &#8222;aber&#8220; Tür und Tor geöffnet, weil das &#8222;aber&#8220; von vorn herein die Kapitulation des Eigentlichen zu erreichen beabsichtigt. Der &#8222;aber&#8220;-Einwurf hat im Satz das letzte Wort und damit die Macht, das vorher Geplante für den aktuellen Zeitpunkt neu zu priorisieren und auf später zu verschieben, oder es ganz zu annullieren. &#8222;Aber&#8220; wirkt dabei mit einer nicht hinterfragten Autorität, die wir ihm reflexartig überlassen. Und so wirkt es dann auch: dominant und von oben herab.</p>
<p><strong>Ganz anders verhält es sich mit dem verbindlichen Wort &#8222;UND&#8220;</strong></p>
<p>&#8222;UND&#8220; ist konziliant, demokratisch, hört zu, wägt ab, begegnet auf Augenhöhe und gleichberechtigt. Eine unerwartete Gegenposition zum Zuvor-Gemeinten übernimmt jetzt nicht das Zepter, sondern stellt sich in den Ring der Argumente,  der Alternativen, der Möglichkeiten der Koexistenz von Gegensätzen. Auch ganz kreative und unerwartete Optionen dürfen sich jetzt unter der Schirmherrschaft des &#8222;UND&#8220; miteinander messen.</p>
<p>&#8222;UND&#8220; bringt Neubewertung, eventuelle Gleichzeitigkeit oder sogar gänzliche Neuplanung ins Spiel und ist damit allemal fruchtbarer und kreativer als ein plattes, im Grunde eindimensional und exklusiv verneinend wirksames &#8222;aber&#8220;.</p>
<p>Wer zu dem ungewohnten Gedankenspiel bereit ist, dem &#8222;aber&#8220;-bedrohten Projekt noch eine Chance zu geben, der sollte es einmal mit einer &#8222;UND&#8220;-Formulierung versuchen: &#8222;Ich wollte anfangen zu arbeiten, UND die Sonne schien verführerisch&#8220;. Mit diesem &#8222;UND&#8220; bieten sich doch gleich eine Handvoll sympathischer weiterer Handlungsoptionen an, die keineswegs das Erstgeplante unattraktiv oder gar unmöglich machen &#8230;</p>
<p>In besonders schwierigen Fällen kann man ein festgefahrene Dilemma auch mit einer → &#8222;<a href="http://www.pro-cras.de/?s=Tetralemma">Tetralemma</a>&#8222;-Übung auflösen! Einfach dort mal nachschauen.</p>
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		<title>Prokrastination &#8211; eigentlich eine Entscheidungsblockade</title>
		<link>https://www.pro-cras.de/prokrastination-eigentlich-eine-entscheidungsblockade/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Nellen]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Jan 2020 10:44:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge chronologisch]]></category>
		<category><![CDATA[interfragen]]></category>
		<category><![CDATA[Routine]]></category>
		<category><![CDATA[Strategie]]></category>
		<category><![CDATA[Tetralemma]]></category>
		<category><![CDATA[Zweifel]]></category>
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					<description><![CDATA[In den Prokrastinations-Beratungen und Coachings zeigt sich, dass in besonderem Maße dann aufgeschoben wird, wenn eine, eigentlich die  wichtigste Handlungsvoraussetzung fehlt: die Entscheidung. Im Laufe eines Tages treffen wir vermutlich ... <a title="Prokrastination &#8211; eigentlich eine Entscheidungsblockade" class="read-more" href="https://www.pro-cras.de/prokrastination-eigentlich-eine-entscheidungsblockade/" aria-label="Mehr Informationen über Prokrastination &#8211; eigentlich eine Entscheidungsblockade">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In den Prokrastinations-Beratungen und Coachings zeigt sich, dass in besonderem Maße dann aufgeschoben wird, wenn eine, eigentlich die  wichtigste Handlungsvoraussetzung fehlt: die <strong>Entscheidung</strong>.</p>
<p>Im Laufe eines Tages treffen wir vermutlich Tausende von Entscheidungen, die jede für sich als völlig bedeutungslos erscheinen angesehen werden kann, je nach ihrem Kontext aber auch gewaltige Veränderungen und Konsequenzen nach sich ziehen. Die meisten dieser Entscheidungen (links oder rechts?,  dies oder das andere?, jetzt oder gleich?&#8230;) treffen wir unbewusst, aus der Erfahrung oder Notwendigkeit, oder überhaupt nicht, weil sie Teil eines Routineablaufs sind, dessen einzelne Schritte nicht mehr hinterfragt werden. Dennoch liegen immer Entscheidungsprozesse zugrunde, was wir dann merken, wenn wir einmal an einer beliebigen Stelle innehalten und eine Entscheidung gegen die Routine treffen. In einem solchen Moment kann uns bewusst werden, dass Entscheidungsroutinen in aller Regel ein Segen sind. Wie sollten wir die Flut von Mini-Entscheidungen bewältigen? Und wie sollten wir die „großen“, schwerwiegenden Entscheidungen je treffen können, wenn wir nicht auf eine riesige Entscheidungsbegleitstruktur, bestehend aus Wissen, Gefühl, Erfahrung, gesundem Menschenverstand, Absicherungsressourcen etc., zurückgreifen könnten? Genau dieser Fundus aber kann sich unserem unmittelbaren Zugriff entziehen, wenn die Entscheidung zu Begleitumständen oder zu Ergebnissen führen würde, die wir nicht wollen. In diesem Falle müssten wir den Entscheidungsprozess in seinen Einzelschritte überprüfen, wir müssten abwägen und bewerten, Konsequenzen durchrechnen und unseren Emotionen einen weiten Spielraum geben, und das kann dauern. Wer schon einmal ein offizielles Schachspiel beobachtet hat weiß, wie wichtig es ist, dass für jeden Spieler die Bedenkzeit für seinen nächsten Zug durch einen Timer begrenz wird, weil die Partie sonst unerträglich lange dauern würde.</p>
<p>Das Treffen von Entscheidungen fällt uns leichter, wenn wir wissen was wir wollen, schwerer, wenn insgesamt die Richtung unklar ist. Statt aber zunächst sich über das Warum und Wohin ins Klare zu kommen, konfrontieren sich viele Menschen sofort mit  dem Wunsch nach richtungsgebenden Entscheidungen, und schrecken gleichzeitig vor ihnen zurück, weil sie in ihrem Innersten fürchten, sich mit dem Ergebnis nichts Gutes zu tun: Das Eine zu tun kann immer auch bedeuten, das Andere zu bereuen. Vor dieses Dilemma lässt sich am leichtesten eine Pause einschieben, das Aufschieben von Entscheidungen bedeutet Aufschub der Erfahrung, dass die getroffene Entscheidung sich als falsch erweisen wird.</p>
<p>Dass dahinter ein systemischer Denkfehler steckt, vielleicht auch die Vorstellung von Perfektion oder unbegrenzter Verantwortlichkeit, sagt uns unser Verstand. Unser Bauch aber hält sich mit der Entscheidung „im Zweifel“ trotzdem zurück, und bremst das Handeln gleich mit aus.</p>
<p>Um die Tendenz zur Prokrastination in den Griff zu bekommen ist es daher wichtig, sich seiner bisherigen entscheidungsfördernden (oder auch hemmenden) Impulse bewusst zu werden, sie zu isolieren und gegebenenfalls zu verändern oder auszutauschen. Entscheidungsstrategien sind nicht ererbt, sondern im Laufe der Lebenserfahrungen angeeignet, trainiert und einer Eigenständigkeit übergeben, die von Zeit und Zeit überprüft werden muss – insbesondere, wenn man merkt, dass man in einer Entscheidungs-Sackgasse feststeckt. Dabei hilft es schon, zu sortieren, inwieweit ich mich schon mit Fragen und Entscheidungen zum „wie“ oder „was“ oder „wann“ beschäftige, wo das „ob“ noch überhaupt nicht geklärt ist.</p>
<p>Das Dilemma, das in der Gegenüberstellung zweiter scheinbar gegensätzlicher Entscheidungspositionen erlebt wird, und das in seiner Nichtauflösbarkeit jede konsequente Erledigung verhindert, kann übrigens auf den Prüfstein des „Tetralemma“ gestellt werden, das <a href="https://www.pro-cras.de/tetralemma-eine-spannende-entscheidungshilfe/"><strong>hier</strong></a> genauer beschrieben wird.</p>
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