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	<title>Strategie &#8211; Heilpraxis für Psychotherapie und Prokrastinations-Coaching</title>
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	<description>Prokrastinations-Coaching</description>
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		<title>Prokrastination &#8211; eigentlich eine Entscheidungsblockade</title>
		<link>https://www.pro-cras.de/prokrastination-eigentlich-eine-entscheidungsblockade/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Nellen]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Jan 2020 10:44:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge chronologisch]]></category>
		<category><![CDATA[interfragen]]></category>
		<category><![CDATA[Routine]]></category>
		<category><![CDATA[Strategie]]></category>
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					<description><![CDATA[In den Prokrastinations-Beratungen und Coachings zeigt sich, dass in besonderem Maße dann aufgeschoben wird, wenn eine, eigentlich die  wichtigste Handlungsvoraussetzung fehlt: die Entscheidung. Im Laufe eines Tages treffen wir vermutlich ... <a title="Prokrastination &#8211; eigentlich eine Entscheidungsblockade" class="read-more" href="https://www.pro-cras.de/prokrastination-eigentlich-eine-entscheidungsblockade/" aria-label="Mehr Informationen über Prokrastination &#8211; eigentlich eine Entscheidungsblockade">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In den Prokrastinations-Beratungen und Coachings zeigt sich, dass in besonderem Maße dann aufgeschoben wird, wenn eine, eigentlich die  wichtigste Handlungsvoraussetzung fehlt: die <strong>Entscheidung</strong>.</p>
<p>Im Laufe eines Tages treffen wir vermutlich Tausende von Entscheidungen, die jede für sich als völlig bedeutungslos erscheinen angesehen werden kann, je nach ihrem Kontext aber auch gewaltige Veränderungen und Konsequenzen nach sich ziehen. Die meisten dieser Entscheidungen (links oder rechts?,  dies oder das andere?, jetzt oder gleich?&#8230;) treffen wir unbewusst, aus der Erfahrung oder Notwendigkeit, oder überhaupt nicht, weil sie Teil eines Routineablaufs sind, dessen einzelne Schritte nicht mehr hinterfragt werden. Dennoch liegen immer Entscheidungsprozesse zugrunde, was wir dann merken, wenn wir einmal an einer beliebigen Stelle innehalten und eine Entscheidung gegen die Routine treffen. In einem solchen Moment kann uns bewusst werden, dass Entscheidungsroutinen in aller Regel ein Segen sind. Wie sollten wir die Flut von Mini-Entscheidungen bewältigen? Und wie sollten wir die „großen“, schwerwiegenden Entscheidungen je treffen können, wenn wir nicht auf eine riesige Entscheidungsbegleitstruktur, bestehend aus Wissen, Gefühl, Erfahrung, gesundem Menschenverstand, Absicherungsressourcen etc., zurückgreifen könnten? Genau dieser Fundus aber kann sich unserem unmittelbaren Zugriff entziehen, wenn die Entscheidung zu Begleitumständen oder zu Ergebnissen führen würde, die wir nicht wollen. In diesem Falle müssten wir den Entscheidungsprozess in seinen Einzelschritte überprüfen, wir müssten abwägen und bewerten, Konsequenzen durchrechnen und unseren Emotionen einen weiten Spielraum geben, und das kann dauern. Wer schon einmal ein offizielles Schachspiel beobachtet hat weiß, wie wichtig es ist, dass für jeden Spieler die Bedenkzeit für seinen nächsten Zug durch einen Timer begrenz wird, weil die Partie sonst unerträglich lange dauern würde.</p>
<p>Das Treffen von Entscheidungen fällt uns leichter, wenn wir wissen was wir wollen, schwerer, wenn insgesamt die Richtung unklar ist. Statt aber zunächst sich über das Warum und Wohin ins Klare zu kommen, konfrontieren sich viele Menschen sofort mit  dem Wunsch nach richtungsgebenden Entscheidungen, und schrecken gleichzeitig vor ihnen zurück, weil sie in ihrem Innersten fürchten, sich mit dem Ergebnis nichts Gutes zu tun: Das Eine zu tun kann immer auch bedeuten, das Andere zu bereuen. Vor dieses Dilemma lässt sich am leichtesten eine Pause einschieben, das Aufschieben von Entscheidungen bedeutet Aufschub der Erfahrung, dass die getroffene Entscheidung sich als falsch erweisen wird.</p>
<p>Dass dahinter ein systemischer Denkfehler steckt, vielleicht auch die Vorstellung von Perfektion oder unbegrenzter Verantwortlichkeit, sagt uns unser Verstand. Unser Bauch aber hält sich mit der Entscheidung „im Zweifel“ trotzdem zurück, und bremst das Handeln gleich mit aus.</p>
<p>Um die Tendenz zur Prokrastination in den Griff zu bekommen ist es daher wichtig, sich seiner bisherigen entscheidungsfördernden (oder auch hemmenden) Impulse bewusst zu werden, sie zu isolieren und gegebenenfalls zu verändern oder auszutauschen. Entscheidungsstrategien sind nicht ererbt, sondern im Laufe der Lebenserfahrungen angeeignet, trainiert und einer Eigenständigkeit übergeben, die von Zeit und Zeit überprüft werden muss – insbesondere, wenn man merkt, dass man in einer Entscheidungs-Sackgasse feststeckt. Dabei hilft es schon, zu sortieren, inwieweit ich mich schon mit Fragen und Entscheidungen zum „wie“ oder „was“ oder „wann“ beschäftige, wo das „ob“ noch überhaupt nicht geklärt ist.</p>
<p>Das Dilemma, das in der Gegenüberstellung zweiter scheinbar gegensätzlicher Entscheidungspositionen erlebt wird, und das in seiner Nichtauflösbarkeit jede konsequente Erledigung verhindert, kann übrigens auf den Prüfstein des „Tetralemma“ gestellt werden, das <a href="https://www.pro-cras.de/tetralemma-eine-spannende-entscheidungshilfe/"><strong>hier</strong></a> genauer beschrieben wird.</p>
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			</item>
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		<title>Hilfe &#8211; ich kann mich nicht entscheiden!</title>
		<link>https://www.pro-cras.de/hilfe-ich-kann-mich-nicht-entscheiden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Nellen]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Mar 2018 08:33:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge chronologisch]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps und Tricks]]></category>
		<category><![CDATA[Bereicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Entscheidung]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor einiger Zeit lernte ich einen älteren aber immer noch rundum interessierten Herrn kennen, der darüber klagte, dass er seit 4 (vier) Jahren ein Auto kaufen wollte und sich bis ... <a title="Hilfe &#8211; ich kann mich nicht entscheiden!" class="read-more" href="https://www.pro-cras.de/hilfe-ich-kann-mich-nicht-entscheiden/" aria-label="Mehr Informationen über Hilfe &#8211; ich kann mich nicht entscheiden!">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einiger Zeit lernte ich einen älteren aber immer noch rundum interessierten Herrn kennen, der darüber klagte, dass er seit 4 (vier) Jahren ein Auto kaufen wollte und sich bis heute nicht unter den endlosen Varianten (welche Marke, ob neu oder gebraucht,  Zahl der PS, Sitze, Türen, Antriebsart, Farbe etc.) entscheiden konnte. Er suchte das Perfekte, Endgültige: den ultimativen Kauf.</p>
<p>Ohne eine glaubwürdigen Anstoß von außen würde er sich nie entscheiden können. In diesem Schwebezustand verharrte er ganze vier Jahre, und war sich nicht sicher, ob das noch normal sein könnte.</p>
<p>Es ergaben sich aus unserem Gespräch drei interessante Wege, damit umzugehen.</p>
<p>Die eine wäre, es tatsächlich so zu belassen, wie es war: Seine Lebenswelt enthielte zwar kein Auto, aber eine Unzahl hübscher Optionen und Aussichten, die ihm vielleicht mehr Spaß machten als ein einziges Modell in seiner Garage.  Den Wunsch nach Vielfalt könnte er weiterhin mit gelegentlichen Autoanmietungen erfüllen. Entscheidungsmangel könnte somit nicht ein Problem, sondern eine wirkliche Bereicherung sein.</p>
<p>Die zweite Herangehensweise wäre, herauszufinden, welche tief verborgenen Schutzreflexe ihn daran hinderten, sich festzulegen bzw. festgelegt zu werden. Diese können wahrgenommen und auf ihre heutige Relevanz überprüft werden. Daraus ergibt sich letztendlich ein neuer Handlungs- und Entscheidungsspielraum, eine neu gewonnene Autonomie.</p>
<p>Die dritte besteht aus einem Bündel kleiner Einzelstrategien, die jeweils ein bisschen Experimentierfreude verlangen, weil sie möglicherweise kein endgültiges, zumindest aber ein  weiterführendes Ergebnis bringen. Hier steht im Vordergrund: ausprobieren und schauen, was passiert.</p>
<h2>Die Gute-Nacht-Strategie</h2>
<div class="textBlock">
<p>Wenn Sie heute neu entscheiden sollen, warten Sie (falls es die Umstände erlauben) ab und schlafen Sie eine Nacht drüber. Manche Entscheidungen sind am nächsten Tag tatsächlich leichter zu fällen, weil man klarer sieht. Prokrastination, also das Aufschieben auf morgen, hat durchaus eine nützliche Seite, wenn Sie sie als Instrument der Entscheidungs<strong>findung</strong> (und Entscheidungs<strong>vermeidung</strong>) einsetzen.</p>
</div>
<h2>Die Ratgeber-Strategie</h2>
<div class="textBlock">
<p>Spielen Sie den externen Beobachter Ihrer eigenen Problematik. Stellen Sie sich vor, ein Freund wäre in Ihrer Situation. Was würden Sie ihm raten?</p>
</div>
<h2>Die Berater-Strategie</h2>
<div class="textBlock">
<p>Sprechen Sie mit anderen über die Entscheidung, die sie zu treffen haben. Dort gibt es vielleicht noch weitere Aspekte, auf die Sie bisher nicht gekommen sind.</p>
<h2>Die Würfel-Strategie</h2>
<div class="textBlock">
<p>Eine Entscheidung auswürfeln klingt nur auf den ersten Blick abwegig. Spüren Sie gegen das gewürfelte Ergebnis eine spontane Abneigung, gehen Sie ihr nach: Sie erfahren einiges über sich.</p>
</div>
<h2>Die Delegierungs-Strategie</h2>
<div class="textBlock">
<p>Sie ähnelt der Würfel-Strategie: Lassen Sie jemanden anderen für sich entscheiden und spüren Sie nach, ob sein Weg für Sie stimmig ist. Die Antwort kann sie ein Stück näher an Ihr eigenes Wunschkonzept bringen..</p>
</div>
<h2>Die Bergsteiger-Strategie</h2>
<div class="textBlock">
<p>Manche Entscheidungen erscheinen einfach zu groß, zu komplex. Vielleicht wie ein enormer Berg, den Sie besteigen müssen: Ein absolut abstoßendes Gebilde. Nähern Sie sich ihm aber, löst sich die scheinbar kompakte Wand in viele kleine Stufen und Absätze, Wege und Spalten, eine Summe überschaubarer Teilstücke auf. Die Problematik des Aufstiegs lässt sich nun in bewältigbare Einzelabschnitte unterteilen.</p>
</div>
</div>
<p>&nbsp;</p>
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