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	<title>Zeit &#8211; Heilpraxis für Psychotherapie und Prokrastinations-Coaching</title>
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	<description>Prokrastinations-Coaching</description>
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		<title>Prokrastination: zu wenig Verständnis für unsere Lebens-Gegenwart und Zukunft</title>
		<link>https://www.pro-cras.de/prokrastination-zu-wenig-verstaendnis-fuer-unsere-lebens-gegenwart-und-zukunft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Nellen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Aug 2021 18:23:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge chronologisch]]></category>
		<category><![CDATA[Marshmallow]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine Studie bestätigt, was sich im Umkehrschluss bereits aus dem Marshmallow-Experiment ableiten ließ: Prokrastination ist deshalb so schwer zu fassen, weil sie eng verbunden ist mit einem unvollständigen gleichwohl tief ... <a title="Prokrastination: zu wenig Verständnis für unsere Lebens-Gegenwart und Zukunft" class="read-more" href="https://www.pro-cras.de/prokrastination-zu-wenig-verstaendnis-fuer-unsere-lebens-gegenwart-und-zukunft/" aria-label="Mehr Informationen über Prokrastination: zu wenig Verständnis für unsere Lebens-Gegenwart und Zukunft">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Studie bestätigt, was sich im Umkehrschluss bereits aus dem Marshmallow-Experiment ableiten ließ: <strong>Prokrastination ist deshalb so schwer zu fassen, weil sie eng verbunden ist mit einem unvollständigen gleichwohl tief verankerten Verständnis von Zeit und Lebenszeit, und dem Unterschied zwischen dem gegenwärtigen und dem Zukunft-Selbst</strong>. Auch wenn wir irgendwie wissen, dass die Person, die wir zu einem zukünftigen Zeitpunkt sein werden, immer noch „wir“ sind, haben wir wenig innere Betroffenheit, Verständnis oder Empathie für dieses Zukunfts-Selbst. Man ist mehr darauf fixiert, wie es einem heute geht.</p>
<p>“When making long-term decisions, [people] tend to fundamentally feel a lack of emotional connection to their future selves. So even though I know on some fundamental level in a year’s time, I’ll still be me, in some ways I treat that future self as if he’s a fundamentally different person, and as if he’s not going to benefit or suffer from the consequences of my actions today.”</p>
<p><em>&#8218;Bei langfristigen Entscheidungen neigen [Menschen] dazu, grundsätzlich einen Mangel an emotionaler Verbindung zu ihrem zukünftigen Ich zu haben. Obwohl ich also weiß, dass ich in einem Jahr immer noch ich selbst sein werde, behandle ich dieses zukünftige Ich in gewisser Weise so, als wäre es eine grundlegend andere Person und als würde es nicht von den Folgen meines heutigen Handelns profitieren oder darunter leiden.&#8216;</em></p>
<p>Wer in engerem, bewussterem Kontakt mit seinem Zukunfts-Selbst ist – egal ob für 2 Monate oder 2 Jahre – zeigt einen weniger ausgeprägten Drang zum Prokrastinieren.</p>
<p>Die Ausdruckskraft des Zukunfts-Selbsts wird immer so stark (oder so schwach!) sein wie die des Gegenwarts-Selbsts. Sie extrapoliert sich in der Regel einfach in die Zukunft. Aber auch andersherum &#8222;wird ein Schuh daraus&#8220;: Je stärker ich mit dem Zukunfts-Selbst, mit seinen Erwartungen und seinen Nöten verbunden sein will, umso mehr muss ich mein Gegenwarts-Selbst angenommen haben, mit seinen Widersprüchen, seinen Aversionen, seinen Haken und Ösen. Da genau die es sind, die mich aufschieben lassen, ist solche aktive, schonungslose Selbstannahme das beste Vorbeugen gegen den (latent ja immer möglichen) Drang zum Aufschieben.</p>
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		<title>Online besser?</title>
		<link>https://www.pro-cras.de/online-besser/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Nellen]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Apr 2020 14:53:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge chronologisch]]></category>
		<category><![CDATA[CORONA]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsmethodik]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Ab jetzt Home-Office, und alles cool? Einfach die Arbeit ganz privat und nach dem eigenen Tagesrhythmus einteilen, frei vom Zeitverlust durch Stau, Pendeln und lange Wege? Schön wär’s. Die Realität ... <a title="Online besser?" class="read-more" href="https://www.pro-cras.de/online-besser/" aria-label="Mehr Informationen über Online besser?">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ab jetzt Home-Office, und alles cool? </strong></p>
<p>Einfach die Arbeit ganz privat und nach dem eigenen Tagesrhythmus einteilen, frei vom Zeitverlust durch Stau, Pendeln und lange Wege? Schön wär’s. Die Realität ist: Wir haben nicht etwa Urlaub auf Balkonia, sondern – so jedenfalls meine Wahrnehmung – jetzt noch mehr zu tun als vorher, und noch chaotischer. Die scheinbar geschenkte Zeit wird um ein vielfaches mehr verbraucht durch neue, ungewohnte Arbeitsmittel, -organisationen, -abläufe, -umgebungen, und durch einen extensiven Neuumgang mit der Zeit. Das Mitteilungsbedürfnis eines jeden Einzelnen ist extrem gestiegen. Alte Kontakte werden neu belebt, Erfahrungen und Emotionen wollen sich mitteilen. Kommunikativer ist häufiger und breiter (nicht immer auch tiefer). Alte Projekte drängen wieder an die Oberfläche, die früher aus Zeitgründen vertagt wurden. Und alles gleichzeitig: Zeitlücken sind schwer auszuhalten, und jetzt geht es ja.</p>
<p><strong>So werden die To-Do-Listen eher länger als kürzer.</strong></p>
<p>Geregelte Arbeit ist jetzt ausgetauscht gegen viel Improvisation und durch ungeregelte Problemlösungsaktivitäten ersetzt. Und so mussen wir verstärkt schauen, wie wir das Regelmäßige und das außerordentlich Notwendige auf die Reihe bringen. Mehr denn je müssen wir uns bewusst machen, dass das Aufgeschobene eben nicht aufgehoben, also weg ist. Es ist nur woanders, nämlich auf einer anderen Seite unserer immer länger werdenden To-Do-Liste. Zur überall telemedial verordneten „Fremdbespaßung“ bleibt eigentlich überhaupt keine Zeit, und strikte und konsequente Arbeitsmethodik ist einmal mehr in diesen ver-rückten Zeiten angesagt.</p>
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