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	<title>Trägheit &#8211; Heilpraxis für Psychotherapie und Prokrastinations-Coaching</title>
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		<title>Das pöse &#8222;F&#8230;&#8220;-Wort</title>
		<link>https://www.pro-cras.de/das-poese-f-wort/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Nellen]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Feb 2018 11:31:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge chronologisch]]></category>
		<category><![CDATA[Affekt]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Aufschieber durchbricht die scheinbar berechtigten Erwartungen seiner Mitmenschen, und das offenkundig zum Zwecke der Anstrengungsvermeidung. Wer dermaßen mit mangelnder Motivation ausgestattet ist, die Arbeit mit ihren widrigen Umständen scheut, ... <a title="Das pöse &#8222;F&#8230;&#8220;-Wort" class="read-more" href="https://www.pro-cras.de/das-poese-f-wort/" aria-label="Mehr Informationen über Das pöse &#8222;F&#8230;&#8220;-Wort">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Aufschieber durchbricht die scheinbar berechtigten Erwartungen seiner Mitmenschen, und das offenkundig zum Zwecke der Anstrengungsvermeidung. Wer dermaßen mit mangelnder Motivation ausgestattet ist, die Arbeit mit ihren widrigen Umständen scheut, wem es offenkundig an der nötigen Energie mangelt, der ist, da ist man sich meist einig, &#8222;FAUL&#8220;. So, jetzt ist s heraus, das &#8222;F&#8230;&#8220;-Wort, das jeder heimlich meint, aber keiner in den Mund nimmt. Denn wir wollen ja nichts unterstellen und keinen schlecht machen. Aber ehrlich: Wer die Dinge nicht erledigt bekommt, der sollte nicht länger nach Ausreden oder Entschuldigungen suchen, sondern endlich mal anfangen!?</p>
<p>Ok, wir sind nett, reden gut zu, reichen die helfende Hand, haben für alles Verständnis, aber irgendwo hört der Spaß dann mal auf. Den andern noch ihre Faulheit nachsehen &#8211; soweit kommt es noch!</p>
<p>Beim Vorwurf von Faulheit reagiert ja jeder äußerst empfindlich, die Erwähnung grenzt an &#8222;üble Nachrede&#8220;. Auf dieses Glatteis will man sich nicht gerne begeben. Faulheit, wir könnten auch sagen Trägheit oder Bequemlichkeit, hat unser Mitgefühl nicht verdient.</p>
<p>Trotzdem müssen wir über Faulheit reden. Denn auch wenn wir uns einreden, wie gerne wir uns ins Bequeme zurücklegen, die Faulheit genießen würden, beim näheren Hinsehen erkennen wir, dass das immer nur die zweitbeste aller Möglichkeiten ist. Irgendetwas aufregendes Anderes würden wir viel lieber tun. Oder können Sie sich vorstellen, dass jemand aus lauter Bequemlichkeit seine Million nicht von der Lottostelle abholt?</p>
<p>Faulheit existiert, hindert und nervt überall. Faulheit ist eine Art der Arbeitsverweigerung, die zum Himmel stinkt, wie alles Faule, das man gerne unter Verschluss hält. Ich aber plädiere dafür, dass wir uns das Faule und das Faulmachende näher ansehen. Damit wir möglichst bald die bessere Alternative finden. Bis dahin dürfen wir im gegebenen Falle ruhig aussprechen, wenn dem Aufschieben ein akuter Fall von Faulheit zugrunde liegt</p>
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		<title>Im Schatten junger Mädchenblüte I</title>
		<link>https://www.pro-cras.de/im-schatten-junger-maedchenbluete/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Nellen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Feb 2018 08:14:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge chronologisch]]></category>
		<category><![CDATA[Entschluss]]></category>
		<category><![CDATA[Hoffnung]]></category>
		<category><![CDATA[innerer Widerstand]]></category>
		<category><![CDATA[Kampf]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Trägheit]]></category>
		<category><![CDATA[Vernunft]]></category>
		<category><![CDATA[Vorsätze]]></category>
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					<description><![CDATA[Als grundmenschliches Verhalten findet sich das Aufschieben natürlich auch in der großen Weltliteratur wieder, etwa in der &#8222;Suche nach der verlorenen Zeit.&#8220; Hier beschreibt Marcel Proust sehr kenntnisreich und sicherlich ... <a title="Im Schatten junger Mädchenblüte I" class="read-more" href="https://www.pro-cras.de/im-schatten-junger-maedchenbluete/" aria-label="Mehr Informationen über Im Schatten junger Mädchenblüte I">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Als grundmenschliches Verhalten findet sich das Aufschieben natürlich auch in der großen Weltliteratur wieder, etwa in der &#8222;Suche nach der verlorenen Zeit.&#8220; Hier beschreibt Marcel Proust sehr kenntnisreich und sicherlich auch aus eigener Erfahrung die typischen Erscheinungsformen der Prokrastination.</p>
<p>Hier einige Auszüge (aus Marcel Proust, Im Schatten junger Mädchenblüte, Frankfurter Ausgabe, Auf der Such nach der verlorenen Zeit 2,Werke II, Band 2, Suhrkamp 3642, S. 219 ff):</p>
<p>&#8222;Wäre ich weniger entschlossen gewesen, mich endgültig an die Arbeit zu machen, hätte ich vielleicht einen Versuch unternommen, gleich damit anzufangen. Da aber mein Entschluss in aller Form gefasst war und noch vor Ablauf von vierundzwanzig Stunden im leeren Rahmen des morgigen Tages [&#8230;] meine guten Vorsätze sich leichthin verwirklichen würden, war es besser, nicht einen Abend, an dem ich schlecht aufgelegt war, für den Beginn zu wählen, &#8230;</p>
<p>dem die folgenden Tage sich jedoch leider ebenfalls nicht günstiger zeigen sollten.</p>
<p>Doch ich riet mir selbst zur Vernunft. Von dem, der Jahre gewartet hatte, wäre es kindisch gewesen, wenn er nicht noch einen Aufschub von drei Tagen ertrüge. [&#8230;]
<p>Unglücklicherweise war der folgende Tag auch nicht der weit offen vor mir liegende Zeitraum, den ich fieberhaft erwartet hatte. War er zu Ende gegangen, hatten meine Trägheit und mein mühevoller Kampf gegen gewisse innere Widerstände nur vierundzwanzig Stunden länger gedauert.</p>
<p>Und als dann nach mehreren Tagen meine Pläne nicht weiter gediehen waren, hätte ich nicht mehr die gleiche Hoffnung auf baldige Erfüllung, daraufhin auch noch weniger das Herz, dieser Erfüllung alles andere einfach hintanzustellen. [&#8230;]&#8220;</p>
<p>So geht es munter weiter &#8211; beziehungsweise eben nicht weiter: Der solchermaßen Prokrastinierende fällt sehr schnell in seinen alten unproduktiven Zustand zurück, schlimmer noch: Er macht eine dritte Person nun dafür verantwortlich nur, weil diese ihn an die anstehende Erinnerung erinnern wollte. Große Pläne bleiben in einer Handlungshemmung hängen, die sich aus einem Gemisch von Auslösern zusammensetzt: fehlende konkrete, vor allem eigene Zielsetzung, fehlende innere Motivation, fehlende Arbeitsstrukturen, fehlende Reflektion der eigenen Gefühlslage, überbordende, aber unbegründete Großartigkeitsgedanken.</p>
<p>Vor diesem Hintergrund kann das Vorhaben nur scheitern.</p>
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