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	<title>Steuerung &#8211; Heilpraxis für Psychotherapie und Prokrastinations-Coaching</title>
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		<title>Das flaue Gefühl in der Magengrube</title>
		<link>https://www.pro-cras.de/das-flaue-gefuehl-in-der-magengrube/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Nellen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Mar 2018 09:49:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge chronologisch]]></category>
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					<description><![CDATA[Aufschieben wird oft von dem inneren Gedanken begleitet: &#8222;Das mach&#8216; ich doch lieber erst später. Im Moment fühl&#8216; ich mich so gar nicht danach!&#8220; Und dann ist da diese typische ... <a title="Das flaue Gefühl in der Magengrube" class="read-more" href="https://www.pro-cras.de/das-flaue-gefuehl-in-der-magengrube/" aria-label="Mehr Informationen über Das flaue Gefühl in der Magengrube">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="text small">Aufschieben wird oft von dem inneren Gedanken begleitet: &#8222;Das mach&#8216; ich doch lieber erst später. Im Moment fühl&#8216; ich mich so gar nicht danach!&#8220; Und dann ist da diese typische unangenehme Gefühl im Bauch.</p>
<p class="text small">Gefühle: Sie sind nicht einfach dekoratives Beiwerk eines ansonsten gleichförmigen Lebensverlaufs, nette oder bisweilen auch hässliche Einfärbungen unseres Alltags. Gefühle sind wichtige Hinweisgeber auf das, was mit uns im Zusammenleben mit unserer Umwelt passiert, sozusagen die Kontrollanzeigen unserer Wahrnehmungsinstrumente. Sie haben ihren Ursprung im Kopf, und zwar nicht einfach als vage seelische Schwingungen, sondern als ganz konkret festzumachende physiologische, biologische Veränderungen, die den Körper auf bestimmte neue Aufgaben vorbereiten wollen. Nehmen wir z. B. das flaue Gefühl, das sich angesichts einer wichtigen aber höchst unangenehmen Aufgabe in der Magengrube ausbreitet.</p>
<p class="text small">Das Ganze beginnt im Zwischenhirn. Wenn unsere limbisches System alte Bedrohungslagen wieder neu auf sich zukommen sieht, sendet es ein Alarmsignal an die Nebenniere, die dann Stresshormone wie etwa Adrenalin und Cortisol freisetzt. Die beschleunigen unsere Atmung und lassen unser Herz schneller schlagen – alles, damit unsere Muskulatur besser durchblutet wird, was Sie aus gutem Gründe braucht: Die uralte Antwort auf Gefahren war immer Kämpfen oder Fliehen, und erst wenn das nicht mehr anders geht: Totstellen (Einfrieren).</p>
<div class="clearMe">Die physiologischen Vorgänge unter Stress sind stets die gleichen, das körperliche Repertoire ist einigermaßen begrenzt. Das Lampenfieber vor dem Bewerbungsgespräch, die Anspannung vor dem Zahnarztbesuch oder die Aufregung vor dem zweiten Date sprechen so ziemlich die selbe Körpersprache, denn der Körper konzentriert in stets gleicher Weise all seine Energie auf die überlebenswichtige Stressreaktion. Die Durchblutung der Organe wird so umverteilt, dass alle für den Moment unwichtigen Tätigkeiten zurückgefahren werden – und davon ist eben auch die Verdauung betroffen, mit den als unangenehmen empfundenen Folgen wie etwa dem flauen Gefühl im Magen.</div>
<div class="clearMe">Tatsächlich  zeigt jetzt unser Kontrollgerät lediglich an: &#8222;Situation gecheckt und als schwierig erkannt; alle wichtigen Reaktionspositionen sind eingeschaltet und abrufbar!&#8220;</div>
<p class="text small">Sogar die Nahrung, die wir bereits gegessen haben, wartet jetzt vergeblich darauf, verdaut zu werden. Da bewegt sich erst mal wenig. Das drückt im Magen, sorgt für leichte Übelkeit – das typische flaue Gefühl eben. Auch wenn sich der Verstand noch mit den unterschiedlichsten Bearbeitungs- oder Nichtbearbeitungsoptionen beschäftigt, hat sich der Körper schon auf den Gefahrenmodus umgestellt und signalisiert die fight-, flight- oder freeze-Bereitschaft über den Kommunikationskanal &#8222;Gefühl&#8220; &#8211; unüberhörbar, aber durchaus missverständlich, weil unterschiedlich interpretierbar.</p>
<p class="text small">In der Tat haben wir es zunächst einmal nur mit einer automatischen Notfallschaltung zu tun. Die aber, und das ist das eigentlich Spannende, lässt durchaus die Option, auf eine neue, situationsgerechte, kreative, selbständige, &#8222;erwachsene&#8220; Weise den weiteren Verlauf der Aktion zu bestimmen. Natürlich können wir uns von der Zahnarztangst weiter beeindrucken lassen und den Temin absagen, wir können auf den neuen Job verzichten oder das Date sausen lassen &#8211; also jede weitere aktive Aktion aufschieben und damit erst einmal das unangenehme Gefühl abstellen.</p>
<p class="text small">Wir können aber auch genau dieses flaue Gefühl als hilfreichen Indikator dafür nehmen, dass sich hier etwa sehr Wichtiges bemerkbar macht, dem wir mit Respekt, aber auch mit Neugier oder gar einem Anflug von freudige Erwartung  begegnen können.</p>
<div class="clearMe"> Verschiedene Mentaltechniken können uns dabei helfen, uns einem neuen Bearbeitungsmodus anzuvertrauen, alte Reaktionsmuster abzulegen, Grundüberzeugungen zu hinterfragen und neues Vertrauen zu entwickeln, dass wir auch diese Situation auf unsere ganz eigene Art angehen und bewältigen können.</div>
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		<title>Gefühlte minus 20° Grad</title>
		<link>https://www.pro-cras.de/gefuehlte-minus-20-grad/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Nellen]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Feb 2018 20:18:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge chronologisch]]></category>
		<category><![CDATA[Achtsamkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Prokrastinieren drücken sich heftige Gefühle aus: &#8222;keine Lust&#8220; = Unlust, Ärger, Langeweile, Ängste unterschiedlichster Art, aber auch Ekel, Scham oder innere Abwehr und Widerstand. Es sind in der Regel ... <a title="Gefühlte minus 20° Grad" class="read-more" href="https://www.pro-cras.de/gefuehlte-minus-20-grad/" aria-label="Mehr Informationen über Gefühlte minus 20° Grad">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Prokrastinieren drücken sich heftige Gefühle aus: &#8222;keine Lust&#8220; = Unlust, Ärger, Langeweile, Ängste unterschiedlichster Art, aber auch Ekel, Scham oder innere Abwehr und Widerstand. Es sind in der Regel solcherlei Gefühle, die dafür sorgen, dass wir Menschen eine bestimmte, jetzt anstehende Tätigkeit auf morgen oder allgemekn auf später zu verschieben. Es sind in der Tat nicht rationale Denkvorgänge, die ein Aufschieben zur Prokrastination machen, sondern emotionale Einflüsse.</p>
<p>Während wir mit unserem Denken die Dinge im Sinne unseres Vorhabens aktiv lenken können, entzieht sich unser Fühlen der direkten, gewollten Steuerung. Heißt das nun in Bezug auf das emotional begründete Prokrastinieren, dass wir ihm hilflos ausgeliefert sind, zumindest solange, bis uns eine positivere Emotionslage wieder handlungsfähig macht? Und wenn das so wäre: Wie können wir aktiv in das hinderliche Geschehen eingreifen?</p>
<p>Bei einer emotionalen Handlungsbegeisterung von minus 20° Grad ist es eine absolut verständliche Reaktion, auf bessere Zeiten zu hoffen &#8211; für gleich, morgen, nächste Woche. Wie können wir uns (selber) trotz widerständiger Gefühlslage für eine Sache be&#8220;geist&#8220;ern, damit wir mental und mit all unseren geistigen Kräften uns um sie kümmern können.</p>
<p>Tatsächlich geht es beim Anti-Prokrastinationstraining in erster Linie nicht, wie oft angenommen, um ein verbessertes Zeitmanagement (dessen Beherrschung natürlich ebenfaĺs wichtig ist), sondern um Emotionsmanagement. In der &#8222;Behandlung&#8220; der emotionsbasierten Prokrastination spielen daher die Konfrontation mit den Emotionen, ihre Wahrnehmung und Akzeptierung aus einer Haltung der inneren Achtsamkeit eine wichtige Rolle.</p>
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