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	<title>Scham &#8211; Heilpraxis für Psychotherapie und Prokrastinations-Coaching</title>
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	<description>Prokrastinations-Coaching</description>
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	<title>Scham &#8211; Heilpraxis für Psychotherapie und Prokrastinations-Coaching</title>
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	<item>
		<title>Prokrastinations-Scham</title>
		<link>https://www.pro-cras.de/prokrastinations-scham/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Nellen]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Feb 2020 22:37:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2 Erfahrungen]]></category>
		<category><![CDATA[Alle Beiträge chronologisch]]></category>
		<category><![CDATA[Resignation]]></category>
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		<category><![CDATA[Tabu]]></category>
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					<description><![CDATA[Tabu-Falle 1: Prokrastination In einer auf Zielerfüllung und Effizienz ausgerichteten Welt ist Zögerlichkeit, Aufschieben, &#8222;Prokrastinieren&#8220; ein besonders gefürchtetes Tabu, eine „Schwäche“, für die  jeder anfällig ist, und die dafür umso ... <a title="Prokrastinations-Scham" class="read-more" href="https://www.pro-cras.de/prokrastinations-scham/" aria-label="Mehr Informationen über Prokrastinations-Scham">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Tabu-Falle 1: Prokrastination</h2>
<p>In einer auf Zielerfüllung und Effizienz ausgerichteten Welt ist Zögerlichkeit, Aufschieben, &#8222;Prokrastinieren&#8220; ein besonders gefürchtetes Tabu, eine „Schwäche“, für die  jeder anfällig ist, und die dafür umso mehr gehasst und gnadenlos verurteilt wird. Und derer man sich schämt, wenn es einem passiert.</p>
<p>Dann ist es gerade diese Scham, die einen geordneten, u.U. auch geführten Weg heraus aus der Prokrastination verhindert.</p>
<h2>Tabu-Falle 2: die Prokrastinations-Scham</h2>
<p>Wenn mit Ablauf der „Dead-line“ offenbar wird, dass etwas Wesentliches nicht erledigt wurde, ist der <strong>Stress</strong> groß, größer aber noch ist die <strong>Scham</strong>. Sie macht deutlich, wie sehr wir uns durch das Nicht-Erledigen in unserem Selbstverständnis und in unserem Selbstwert beschädigt haben. <strong>Scham</strong> ist das starke Gefühl, das dann wie ein lähmendes Gift genau solche Fähigkeiten außer Kraft setzt, die jetzt am wichtigsten wären: <strong>Klares Denken, Mut, Entschlusskraft</strong>.</p>
<p><strong>Schuldgefühle, Wut </strong>oder sogar<strong> Verzweiflung</strong> als ihre häufigen Begleiterscheinungen machen den Umgang mit der Prokrastination nicht leichter. Sie zeigen aber auch, dass die subjektive Identität des Betroffenen bereits daran arbeitet, sich wieder aufzubauen. Ein erstes klares Signal für einen heilsamen Veränderungsprozess.</p>
<p><strong>Selbstzerstörerische Resignation</strong> hingegen ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass schnelle und fachkundige Hilfe vonnöten ist, damit die Scham zusammen mit der auslösenden Prokrastination sich nicht in einer sich selbsterneuernden Endlosschleife verfestigen und ständig erneuern wird.</p>
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		<title>aufschiebesüchtig</title>
		<link>https://www.pro-cras.de/aufschiebesuechtig/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Nellen]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 Mar 2019 08:19:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge chronologisch]]></category>
		<category><![CDATA[Demut]]></category>
		<category><![CDATA[Eingeständnis]]></category>
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					<description><![CDATA[Manchmal ist es ein gewisser Stolz, der aufkommt, wenn man sich bewusst wird, dass man nicht nur aus eskapistischen (realitätsfliehenden) Gründen aufschiebt, sondern eines inneren Genusses wegen: Das Überschreiten von ... <a title="aufschiebesüchtig" class="read-more" href="https://www.pro-cras.de/aufschiebesuechtig/" aria-label="Mehr Informationen über aufschiebesüchtig">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #b00000; font-family: Calibri;">Manchmal ist es ein gewisser <strong>Stolz</strong>, der aufkommt, wenn man sich bewusst wird, dass man nicht nur aus eskapistischen (realitätsfliehenden) Gründen aufschiebt, sondern eines inneren Genusses wegen: Das Überschreiten von Grenzen und Geboten, das Einführen eines eigenen Rhythmus in den vorprogrammierten Ablauf geben den Anschein einer Selbstwirksamkeit  – wie das Anzünden einer Zigarette oder der selbstgenehmigte Drink. Die Nicht-Konfrontation mit dem Unangenehmen kann eine süchtig machende und leicht zu wiederholende Erfahrung sein. Es führen also zu einem hartnäckigen Aufschieben noch ganz andere Gründe als nur die immer wieder beschworene Angst vor dem Problemthema &#8211; und du wirst die meisten davon bereit kennen: </span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Calibri;">1.</span><span style="font: 7pt 'Times New Roman'; margin: 0px; font-size-adjust: none; font-stretch: normal;">       </span><span style="font-family: Calibri;">die <strong>Faszination</strong>, wie leicht man sich das Leben leicht machen kann – eine leicht verfügbare &#8222;Handlungs&#8220;-Option ohne zu handeln; </span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Calibri;">2.</span><span style="font: 7pt 'Times New Roman'; margin: 0px; font-size-adjust: none; font-stretch: normal;">       </span><span style="font-family: Calibri;">die Erfahrung von überraschend auftauchender <strong>Schuld</strong>, wo man doch ein ganz tadelloses Leben führen wollte; </span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Calibri;">3.</span><span style="font: 7pt 'Times New Roman'; margin: 0px; font-size-adjust: none; font-stretch: normal;">       </span><span style="font-family: Calibri;">die reizvolle Hingabe in die erste <strong>Kapitulation,</strong> wenn man spürt, dass der &#8222;Wille&#8220; sich einer stärkeren Macht unterwerfen muss; </span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Calibri;">4.</span><span style="font: 7pt 'Times New Roman'; margin: 0px; font-size-adjust: none; font-stretch: normal;">       </span><span style="font-family: Calibri;">die <strong>Idealisierung</strong> des Aufschiebens als „Eigenmächtigkeit“ und erfolgreiche, kunstvolle Jonglage von Situationen und Terminen;</span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Calibri;">5.</span><span style="font: 7pt 'Times New Roman'; margin: 0px; font-size-adjust: none; font-stretch: normal;">       </span><span style="font-family: Calibri;">die <strong>Scham</strong>, weil das perfekte Bild, das man von sich gezeichnet hat, vor sich selber, vor den Kollegen und vor der Familie nicht mehr aufrecht zu halten ist; </span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Calibri;">6.</span><span style="font: 7pt 'Times New Roman'; margin: 0px; font-size-adjust: none; font-stretch: normal;">       </span><span style="font-family: Calibri;">die <strong>Selbstaufgabe</strong>, bei der man sich weiter und weiter in den Aufschiebestrudel wie in ein vermeintliches Schicksal fallen lässt; </span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Calibri;">7.</span><span style="font: 7pt 'Times New Roman'; margin: 0px; font-size-adjust: none; font-stretch: normal;">       </span><span style="font-family: Calibri;">das <strong>Bedürfnis der Sicherheit</strong>, die man dort sucht, wo nichts zu erwarten ist: in der Zukunft; </span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Calibri;">8.</span><span style="font: 7pt 'Times New Roman'; margin: 0px; font-size-adjust: none; font-stretch: normal;">       </span><span style="font-family: Calibri;">die <strong>Heimlichkeit</strong>, bei der, wie in einer versteckten Beziehung, ein Offenlegen der verbotenen Sünde genauso ersehnt wie unmöglich ist;</span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Calibri;">9.</span><span style="font: 7pt 'Times New Roman'; margin: 0px; font-size-adjust: none; font-stretch: normal;">       </span><span style="font-family: Calibri;">der <strong>Mangel</strong>, der schon bald als Folge der existentiellen Selbstzerstörung zu neuen und glorifizierten Daseinsformen führt, und der einer der treuesten Begleiter der Prokrastination ist; </span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Calibri;">10.</span><span style="font: 7pt 'Times New Roman'; margin: 0px; font-size-adjust: none; font-stretch: normal;">   </span><span style="font-family: Calibri;">das <strong>Ein-Geständnis</strong>, vor sich und vor den anderen, dass das Spiel aus ist („Les jeux sont fait“, bedeutet keineswegs, dass damit alles gelaufen ist: die Kugel rollt unbeirrbar weiter bis zum chaotischen, sprunghaften Ende)</span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Calibri;">11.</span><span style="font: 7pt 'Times New Roman'; margin: 0px; font-size-adjust: none; font-stretch: normal;">   </span><span style="font-family: Calibri;">die <strong>Demut</strong>, aus Scham geboren und im Sich-Aufbäumen schnell wieder verloren, wo doch eigentlich und zum ersten Mal so etwas wie Verantwortung aufkommen sollte;</span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Calibri;">12.</span><span style="font: 7pt 'Times New Roman'; margin: 0px; font-size-adjust: none; font-stretch: normal;">   </span><span style="font-family: Calibri;">die <strong>Rettung</strong>, denn es gibt immer jemanden, der Hilfe anbietet und Rettung verspricht;</span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Calibri;">13.</span><span style="font: 7pt 'Times New Roman'; margin: 0px; font-size-adjust: none; font-stretch: normal;">   </span><span style="font-family: Calibri;">der <strong>Rückfall</strong>, weil diese Hilfe nicht hilft, da sie eben nur &#8222;Hilfe&#8220; ist, und nicht Veränderung zum Ziel hat;</span></span></p>
<p><span style="font-family: Calibri;"><span style="color: #b00000;">Wenn dann das versprochene Gefühl von Glückseligkeit zum x-ten Male gebrochen wurde, dann gibt es auch noch</span></span></p>
<p>14.   die <strong>Heilung</strong>, die nur aus der Selbsterkenntnis kommen kann, und die deswegen nie dauerhaft ist, und die in immer neue Stadien des mehr oder weniger kontrollierten Aufschiebens mündet.</p>
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