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	<title>Messietum &#8211; Heilpraxis für Psychotherapie und Prokrastinations-Coaching</title>
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		<title>Prokrastination und pathologisches Horten</title>
		<link>https://www.pro-cras.de/prokrastination-und-pathologisches-horten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Nellen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Apr 2023 21:19:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge chronologisch]]></category>
		<category><![CDATA[Horten]]></category>
		<category><![CDATA[Messie]]></category>
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					<description><![CDATA[Man prokrastiniert nicht einfach so, so, wie man atmet, friert, läuft oder schläft. Man schiebt ETWAS auf, man prokrastiniert ETWAS: Vielleicht ein Vorhaben, ein umschreibbares Projekt, Aufgaben, die wir uns ... <a title="Prokrastination und pathologisches Horten" class="read-more" href="https://www.pro-cras.de/prokrastination-und-pathologisches-horten/" aria-label="Mehr Informationen über Prokrastination und pathologisches Horten">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Man prokrastiniert nicht einfach so,</strong></p>
<p>so, wie man atmet, friert, läuft oder schläft. Man schiebt ETWAS auf, man prokrastiniert ETWAS: Vielleicht ein Vorhaben, ein umschreibbares Projekt, Aufgaben, die wir uns stellen, oder die wir von jemandem aufgetragen bekamen, Pflichten, Pläne, Erledigungen. Sie schienen wichtig, wurden dann aber von etwas Dringlicherem in den Hintergrrund gedrängt. Dann schieben wir das Beginnen oder das Weitermachen auf, oder auch das Fertigstellen, das Zuendebringen. Und schließlich auch das Ab- und engültige Weglegen. So werden fast fertige Bücher nicht dem Verleger übergeben, Gemälde nicht dem Galeristen, und Musikstücke werden zu &#8222;Unvollendeten&#8220;. Geschenke werden nicht verteilt, Bauruinen altern vor sich hin oxer sitzen ihre Halbwertzeiten ab, das Nicht-Erledigte löst sich nicht auf, es hängt an uns noch eine ganze Weile, und wir an ihm.</p>
<p>Nur der Arbeitsfluss ist längst zum Erliegen gekommen, das Werk wird &#8222;endlos&#8220; zur Seite gelegt, oft schon zu den anderen, ebenfalls nicht abgeschlossenen Projekten, den halbfertigen Beständen. Sie können dort Wurzeln schlagen, werden Teil der Einrichtung, des Inventars, der Landschaft, des blockierten Denkens. Sie werden nicht einmal vergessen, aber auch nicht bewusst gewürdigt, allenfalls täglich mit einem kurzen Blick gestreift, um dann noch tiefer zu versinken. In den Dauerbestand. Sie verstopfen unsere Welt, unsere Zukunft. Solcher Müll erzeugt ein Durcheinander, das auf englisch &#8218;mess&#8216; heißt und bei uns zu dem Begriff &#8218;Messie&#8216; und &#8218;Messietum&#8216; geführt hat: Das Chaos ist nicht mehr überschaubar oder beherrschbar.</p>
<p><strong>So ist aus dem Prokrastinieren und Aufschieben eine andere Existenzform geworden,  nämlich ein planloses, masseweises Aufbewahren und &#8222;Horten&#8220;, das seine letzte Sinnhaftigkeit eingebüßt hat, und stattdessen zwanghaft bzw. pathologisch geworden ist.</strong></p>
<p>Die Übergänge zwischen Prokrastination und pathologischem Horten sind in Sichtweite, sie sind schleichend und fließend. Wer Prokrastination kosequent weiterdenkt, endet beim Horten. Wir müssen das im Auge behalten. Weil jeder, der hortet, dies mit dem selben inneren Rüstzeug tut, mit dem er bereits damals das Prokrastinieren sich einnisten und platzgreifen ließ.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Prokrastination : Sammeln aus Leidenschaft</title>
		<link>https://www.pro-cras.de/prokrastination-sammeln-aus-leidenschaft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Nellen]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Jul 2018 09:59:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge chronologisch]]></category>
		<category><![CDATA[Messie]]></category>
		<category><![CDATA[Messietum]]></category>
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					<description><![CDATA[Aufgaben, die zu erledigen sind, haben so etwas Eindimensionales, das manche Menschen, und manche Erledigungen gelegentlich brauchen: Klare Ansage, klare Abwicklung, klaren Schlussstrich. Für Andere steckt in ihrem Projekt mehr ... <a title="Prokrastination : Sammeln aus Leidenschaft" class="read-more" href="https://www.pro-cras.de/prokrastination-sammeln-aus-leidenschaft/" aria-label="Mehr Informationen über Prokrastination : Sammeln aus Leidenschaft">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Aufgaben, die zu erledigen sind, haben so etwas Eindimensionales, das manche Menschen, und manche Erledigungen gelegentlich brauchen: Klare Ansage, klare Abwicklung, klaren Schlussstrich.</p>
<p>Für Andere steckt in ihrem Projekt mehr als in einem Erledigungszug berührt werden kann: Mehr Optionalität, mehr Fantasie, und vor allem mehr Emotionen. Sie wollen und sie müssen spüren, was das für sie bedeutet. Ein Projekt angefangen oder auch nur angedacht kann dann nicht mehr losgelassen werden. Gelegentlich wird es angeschaut, hin und her gewendet, ein stückweit bearbeitet oder mit Aufmerksamkeit bedacht, dann wieder zur Seite gelegt. Solche Projekte werden zu Sammelobjekten, die an Bedeutung, an Belang verlieren würden, wenn sie einfach stringent erledigt würden. Würde sich doch etwas Neues an ihre Stelle drängen, wo doch vielleicht noch längst nicht alles getan oder gesagt wurde. Es wird von Malern berichtet, denen striktes Hausverbot erteilt wurde, weil sie immer noch &#8222;letzte&#8220; Pinselstriche und Retouchen an Bildern vorgenommen hatten, obgleich sie bereits im Museum ausgestellt sind.</p>
<p>Nicht loslassen können oder wollen, weil eine gewisse Emotionalität mit dem Projekt verbunden ist, eine tief verankerte, als fundamental empfundene Erfahrung oder Bindung, rückt diesen Aspekt der Prokrastination in die Nähe des Messietums. Man kann sogar feststellen, dass wohl nicht die Wohnung, wohl aber ein Terminkalender oder, schlimmer noch, die Zukunft vollgemüllt wird mit Projekt-Teilstücken, Gedankenfragmenten, emotionalen Puzzle-Teilen, die in den Räumlichkeiten der Zukunftsgestaltung wahllos abgelegt wurden, um dort nicht etwa vergessen zu werden: Sie werden entweder aus Langeweile oder aus äußerer Notwendigkeit von Zeit zu Zeit hervorgeholt, kartographiert, katalogisiert, abgestaubt, geheizt und versichert, und als Bestant und Dekoration des Lebens gehegt und gepflegt wie Nippes in der Vitrine. Manchmal werden sie auch eine zeitlang vergessen, gammeln vor sich hin.</p>
<p>Sammeln macht aus dynamischen Projekten starre, eingefrorene Blockaden und Entwicklungssperren. Damit das Leben weiter fließen kann, ist es gut, sie aufzulösen &#8211; nicht nur die prokrastinierten Projekte, sondern für den Flussmdes eigenen Lebens.</p>
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