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	<title>Medien &#8211; Heilpraxis für Psychotherapie und Prokrastinations-Coaching</title>
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		<title>lost in YouTube&#8217;s universe</title>
		<link>https://www.pro-cras.de/lost-in-youtubes-universe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Nellen]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Jan 2020 09:22:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge chronologisch]]></category>
		<category><![CDATA[Apps gegen das Aufschieben]]></category>
		<category><![CDATA[Ablenkung]]></category>
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					<description><![CDATA[Dass Zucker das Potential hat, uns in vorhersehbarer Weise von Ernährungsvorsätzen abzulenken, ist weitläufig bekannt: Ein so genanntes Belohnungssystem, eine neuronal gesteuerte Struktur unseres Gehirns macht das Umwandeln von Zuckerangebot ... <a title="lost in YouTube&#8217;s universe" class="read-more" href="https://www.pro-cras.de/lost-in-youtubes-universe/" aria-label="Mehr Informationen über lost in YouTube&#8217;s universe">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Dass Zucker das Potential hat, uns in vorhersehbarer Weise von Ernährungsvorsätzen abzulenken, ist weitläufig bekannt: Ein so genanntes Belohnungssystem, eine neuronal gesteuerte Struktur unseres Gehirns macht das Umwandeln von Zuckerangebot in unkontrollierten Zuckergenuss möglich und wahrscheinlich. Ähnlich funktioniert das Medienangebot „auf allen verfügbaren Kanälen“. Zwar lässt sich die Wirkung von Medieninhalten nicht so einfach kalkulieren wie die von Zucker, aber die Anbieter haben gelernt, ihre Verbraucher beim Konsum zu beobachten, und immer genauer zu wissen, was diese zu weiter fortgesetztem Genuss verführen kann.</p>
<p>Menschen, die beispielsweise YouTube-Videos konsumieren, hangeln sich dort gern von einem Video zum nächsten weiter, manchmal stundenlang. Dabei unterstützt sie der Empfehlungslogarithmus der Plattform, der immer neue Videos zum Ansehen vorschlägt. Dabei hat er, wie ein ehemalige YouTube-Entwickler berichtet, ein vorrangiges Ziel: Die Zeit zu verlängern, die ein Nutzer damit verbringt, weiter zu schauen. Der Algorithmus optimiert das Angebot im Sinne einer maximalen Nutzungsdauer. Da ein thematisch einseitiges Seh-Angebot nach gewisser Zeit langweilt oder thematisch ausgeschöpft ist, werden immer häufiger auch Vorschläge zu bereits vorher ausspionierten, anderen Interessensgebieten gemacht. Und bei fortschreitender Seh-Dauer und damit verbundener Ermüdung der Aufmerksamkeit werden die Angebote von Mal zu Mal extremer, bis sie schließlich bei Verschwörungstheorien, Horrorfilmen, Ufo-Clips oder sonstigen, besonders emotionalisierenden, „krassen“ Inhalten landen.</p>
<p>Die Wechselwirkung algorithmisch vorangetriebener Aufforderungen zum Weitersehen führt regelmäßig zu den finsteren Abgründen unserer Natur, und zum temporären Verlust unserer Reaktionsfähigkeit und unserer Zeit. Tatsächlich verfallen die „Binge-Tuber“ nach einer gewissen Zeit in eine Art Trance, in der sie nicht mehr die Kraft finden, das süchtige Verhalten abzubrechen, während ein unerschöpflicher Fundus an sich selbst erzeugenden Interessenshäppchen sich ständig neu anbietet.</p>
<p>Der Vergleich mit den Wirkungsmechanismen anderer Süchte stellt natürlich die Frage, ob und was denn überhaupt dem suchtvollen Computer- und Medienverhalten entgegengehalten werden kann.</p>
<p>Die einfachste und heutzutage auch schwierigste Variante ist sicher die Null-Option. Sie allerdings verlangt sehr grundsätzliche Entscheidungen, die kaum jemand für sich zu treffen bereit ist. Wenn aber das Grund Thema des Suchtverhaltens der Kontrollverlust ist, dann heißt das auch beim Mediengebrauch, sich die Kontrolle nicht mehr aus der Hand nehmen zu lassen.</p>
<p>So wie der Kaffeetrinker spätestens nach der 5. Tasse merkt, dass es für diesen Tag reicht, der Alkoholkonsument beim 3. Glas aufhört oder als Autofahrer gar nicht erst damit anfängt, so wie spontaner Sex ohne Schutz oder Fahrradfahren ohne Helm als nicht vernünftig erkannt wird, so sollte auch der Eintritt in die Welt der Medien immer eine bewusst wahrgenommene Reflexionsschranke passieren, an der die konkrete Exit-Strategie innerlich vor Augen geführt und vereinbart wird. Als selbst-verantwortlicher Nutzer einer Welt voller Objekte, die ins je nach Art des Gebrauchs zum Nutzen oder zum Schaden gereichen, kommen wir an derart bewussten Entscheidungen auch in Bezug auf den Konsum von Medieninhalten nicht aus.</p>
<p>Die eigene Erfahrung hat uns wahrscheinlich schon gezeigt, dass uns das scheinbar intuitive, in Wahrheit aber algorithmengesteuerte Herumsurfen nicht zu gleichzeitig zufälligen und wertvollen Informationen geführt hat. Der weiter oben genannte YouTube-Mitarbeiter, der einen virtuellen, durch die Algorithmen gesteuerten Nutzer programmiert hatte, konnte an ihm nachweisen, dass die menschlichen Vorlieben für „spannende“ Beiträge regelmäßig zu Videos über Selbstmordattentäter, Horrorszenarien, extremen politischen Selbstdarstellungen oder Debatten führten. Trump war ein regelmäßiges Ergebnis, weit vor Hilary Clinton. Wenn wir solche Beiträge sehen wollten, sollten wir sie bewusst ansteuern. Wenn nicht, oder wenn wir uns nach dorthin nicht ablenken lassen wollen, sollten wir schon zu Beginn der Sitzung hierzu einen Entschluss fassen, den wir nötigenfalls mit äußeren Hilfsmitteln wie computerinternen oder externen Timern unterstützen können.</p>
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		<title>pathologisches Aufschieben vs. pathologisches Nicht-Aufschieben</title>
		<link>https://www.pro-cras.de/pathologisches-aufschieben-vs-pathologisches-nicht-aufschieben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Nellen]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Feb 2018 13:03:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge chronologisch]]></category>
		<category><![CDATA[Antwortreflex]]></category>
		<category><![CDATA[Automatismus]]></category>
		<category><![CDATA[dringen]]></category>
		<category><![CDATA[Erledigungsreflex]]></category>
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		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[pathologische Prokrastination]]></category>
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		<category><![CDATA[Verhaltensmuster]]></category>
		<category><![CDATA[wichtig]]></category>
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					<description><![CDATA[So schädlich der Drang zum nichtüberwindbaren Aufschieben sein kann, so sehr muss uns auch der ungebremste Antwort-, Gehorsams- und Erledigungsreflex zu Denken geben. Hallo! Nimm mich zur Kenntnis! Die Wirtschaftspsychologin ... <a title="pathologisches Aufschieben vs. pathologisches Nicht-Aufschieben" class="read-more" href="https://www.pro-cras.de/pathologisches-aufschieben-vs-pathologisches-nicht-aufschieben/" aria-label="Mehr Informationen über pathologisches Aufschieben vs. pathologisches Nicht-Aufschieben">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>So schädlich der Drang zum nichtüberwindbaren Aufschieben sein kann, so sehr muss uns auch der ungebremste Antwort-, Gehorsams- und Erledigungsreflex zu Denken geben.</p>
<p><strong>Hallo! Nimm mich zur Kenntnis!</strong></p>
<p>Die Wirtschaftspsychologin Sarah Diefenbach hat untersucht, warum wir, sobald das Handy klingelt, danach greifen, ohne zu überlegen, ob das jetzt passt – oder was das mit den real anwesenden Personen macht, wenn ich mitten im Gespräch plötzlich aufs Handy schaue und eine Nachricht beantworte. Dahinter steckt ein Verhalten, das wir als Antwortreflex bezeichnen. Bestimmten Anforderungen aus der Umwelt, die ein bestimmtes Dringlichkeitsniveau überschreiten, leiten wir sofortige Folge: Warnfarben, Warngeräusche, direkte persönliche Ansprache, laute und entschiedene Ansprache zum Beispiel, aber auch emotionale Signale wie Weinen, Kindergeräusche und Gefahrenzeichen. Für sie alle gibt es eine genetische oder früh gelernte limbische Hinterlegung in unserem Gehirn, die zu einer sofortige Reaktion zum Schutz der eigenen oder Gruppensicherheit führen.</p>
<p><strong>Dringlich oder wichtig?</strong></p>
<p>Alles, was sich &#8222;wichtig&#8220; machen will, wird sich der verlässlichsten Methoden versichern, um die Aufmerksamkeit des anderen zu erhalten. Und sich der allgegenwärtigen Unterscheidungsschwäche bedienen, wenn es darum geht, das Dringliche gegen das wirklich Wichtige abzugrenzen.</p>
<p>Der Antwortreflex, der Automatismus, eine Anfrage umgehend zu beantworten, kann ebenso pathologisch werden wie die Gewohnheit, das Aufschieben der einer Leistungsanforderungen als das Verhaltensmuster der Prokrastination in seinen Alltag einzubauen.</p>
<p><strong>Das Handy ist ein uns allen wohlbekanntes Instrument des Nicht-Aufschiebens</strong></p>
<p>Kinder, die am sensiblen Anfang einer Gehorchens-Karriere stehen, sind für die Signale, die ihnen ein Handy oder Smartphone zuschickt, besonders empfänglich, und nicht wenige Erziehungsratgeber bemühen sich um die Vermittlung von Methoden des Gegensteuerns. Doch weiß ich nicht, ob man um die Kinder viel besorgter sein muss als um die Erwachsenen. Stellen Sie sich vor, die Eltern würden so oft aufstehen und zum Briefkasten gehen, wie sie am Tisch vor den Kindern ihre E-Mails checken. Statt einfach Regeln für die Mediennutzung aufzustellen, würden sie ihren Kindern besser vorleben, wie man die Technik bewusst nutzt. Und ihnen ein Verständnis dafür mitgeben, was die Technik mit uns macht. Damit gäben sie den Kindern Instrumente in die Hand, um selbst zu entscheiden, was ihnen guttut. Spätesten im pro-cras-Aufschiebetraining können die dahintersteckenden Verhaltensmuster entzaubert werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
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