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	<title>Faulheit &#8211; Heilpraxis für Psychotherapie und Prokrastinations-Coaching</title>
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		<title>Oblomowerie</title>
		<link>https://www.pro-cras.de/oblomowerie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Nellen]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Dec 2022 12:43:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge chronologisch]]></category>
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					<description><![CDATA[Oblomowerie Wenn etwas nicht getan, sondern lieber vor sich her geschoben wird, kann dies viele Ursachen haben. Über eine wird dabei am wenigsten gerne gesprochen: die Faulheit. Dabei ist gerade ... <a title="Oblomowerie" class="read-more" href="https://www.pro-cras.de/oblomowerie/" aria-label="Mehr Informationen über Oblomowerie">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Oblomowerie</strong></p>
<p>Wenn etwas nicht getan, sondern lieber vor sich her geschoben wird, kann dies viele Ursachen haben. Über eine wird dabei am wenigsten gerne gesprochen: die <em>Faulheit</em>. Dabei ist gerade sie doch die interessanteste: Man kann sich über sie ärgern, oder versuchen, sie nicht wahrzunehmen, oder sie auch zeitweise genießen. Nur wegdiskutieren kann man sie nicht.</p>
<p>Damit wir etwas freier (und fairer) über Faulheit reden können, geben wir ihr hier einen anderen, weniger geläufigen Namen, der sich auf die literarische Figur des Ilja Iljitsch Oblomow des russischen Autors Gontscharow bezieht. Die Romanfigur Oblomow war so gründlich, kindlich und selbstvergessen handlungsgehemmt, dass sie auch für einen heutigen zutiefst &#8222;faulen&#8220; Menschen noch zum idealen Vorbild gereichen könnte. Diese <em>Oblomowerie</em> ist nämlich die quasi &#8222;edle&#8220; Form der Faulheit, einer Lebensweise, die sich nicht vom Erfolg, vom frühen Trimmen auf Höchstleistung, vom hochgelobten Ergebnis einer Arbeit einwickeln und korrumpieren lassen will.</p>
<p><strong>Faulheit</strong></p>
<p>Alle Menschen durchlaufen seit ihrer frühesten Kindheit differenzierte Entwicklungsstadien, die ihre Lebensführung noch bis in die späten Jahre hinein bestimmen. Wenn solche Wachstumsprozesse an gewisser Stelle gestört oder gar unterbrochen werden, können manchmal auch Eigenständigkeit und Regsamkeit stocken und zum Erliegen kommen, kann &#8222;Faulheit&#8220; zum Über-Lebensprinzip geraten. Ein Mensch, der in einer infantilen, einer nicht-erwachsenen, passiven oder gar ängstlichen Haltung gegenüber den leistungsbezogenen Aufforderungen der (fleißig und angestrengt schaffenden) Gesellschaft verharrt, wird irgendwann von dieser Umwelt in seiner Rückzugs-Position nur noch pauschal als &#8222;faul&#8220; ab- und disqualifiziert werden. Aber auch da wollen wir gerne noch etwas genauer hinschauen. Denn auch die ärgsten Schattenseiten haben irgendwo ihre starken lichten Quellen, aus denen sie erst entstehen konnten.</p>
<p><strong>In der Gegensåtzlichkeit ähnlich</strong></p>
<p>Wo auf der einen Seite eine Hyper-(Über-)Aktivität zu einem überbordenden Handlungszwang führen kann, ist andererseits bei einem hypo-(unter-)aktiven Menschen eine gründliche Handlungshemmung denkbar. Sie pauschal als &#8222;Faulheit&#8220; zu bezeichnen, ist schon deshalb nicht angebracht, weil darin eine Bewertung mitschwingt, die davon ausgeht, dass der Betroffene durchaus eine Wahl gehabt hätte, statt inaktiv doch alternativ auch aktiv zu werden. Beide Extreme, der Handlungszwang wie die Handlungshemmung, entstehen jedoch aus Konstellationen, in denen eine Wahlfreiheit nicht immer gegeben ist. Nichtsdestoweniger ist dann auch im Nachhinein noch eine solche scheinbare Grundstruktur auf ausdrücklichen inneren Wunsch veränderbar, wodurch dann auch eine gänzlich neue Haltung selbst einem als schwierig angenommenen Erledigen gegenüber eingenommen werden kann.</p>
<p><strong>Wandel</strong></p>
<p>Dass eine zurückhaltende, passive Haltung schon früh eingeübt und kultiviert wurde, bedeutet nicht, dass sie nicht immer auch veränderbar oder umwandelbar sein kann. Sie muss allerdings als solche erst einmal erkannt und tatsächlich auch als veränderungswürdig wahrgenommen werden.</p>
<p>Unentschlossenes, inaktives Verhalten ist letztlich nur eine unter vielen möglichen Formen menschlichen Handelns, Denkens und Fühlens. Es ist deshalb auch mit einer lebenslangen neuronalen &#8222;Plastizitätsgarantie&#8220; ausgestattet, einem ihm innewohnenden Veränderungspotenzial, das jederzeit in Gang gesetzt werden kann.</p>
<p>Deswegen ist es uns ein wichtiges, prokrastinations-wendiges Anliegen, uns inhaltlich mit dem Vorwurf der &#8222;Faulheit&#8220; auseinander zu setzen. Nur: Um dem schlechten Leumund dieses Wortes und der ihm innewohnenden Pauschalverurteilung zu entgehen, werden wir sie lieber als &#8222;Oblomowerei&#8220; benennen und in ihrem Wert schätzen. Und bei allem Ehrgeiz im Auge behalten, ob nicht Arbeitseinsatz, Leistung, Tempo, Disziplin und praktische Lebensfähigkeit eingetauscht werden gegen einen schmerzlichen Verlust an Gefühl, Tiefgang, Einfühlungsvermögen und Liebesfähigkeit.</p>
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		<title>Das pöse &#8222;F&#8230;&#8220;-Wort</title>
		<link>https://www.pro-cras.de/das-poese-f-wort/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Nellen]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Feb 2018 11:31:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge chronologisch]]></category>
		<category><![CDATA[Affekt]]></category>
		<category><![CDATA[Bequemlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Faulheit]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Trägheit]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Aufschieber durchbricht die scheinbar berechtigten Erwartungen seiner Mitmenschen, und das offenkundig zum Zwecke der Anstrengungsvermeidung. Wer dermaßen mit mangelnder Motivation ausgestattet ist, die Arbeit mit ihren widrigen Umständen scheut, ... <a title="Das pöse &#8222;F&#8230;&#8220;-Wort" class="read-more" href="https://www.pro-cras.de/das-poese-f-wort/" aria-label="Mehr Informationen über Das pöse &#8222;F&#8230;&#8220;-Wort">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Aufschieber durchbricht die scheinbar berechtigten Erwartungen seiner Mitmenschen, und das offenkundig zum Zwecke der Anstrengungsvermeidung. Wer dermaßen mit mangelnder Motivation ausgestattet ist, die Arbeit mit ihren widrigen Umständen scheut, wem es offenkundig an der nötigen Energie mangelt, der ist, da ist man sich meist einig, &#8222;FAUL&#8220;. So, jetzt ist s heraus, das &#8222;F&#8230;&#8220;-Wort, das jeder heimlich meint, aber keiner in den Mund nimmt. Denn wir wollen ja nichts unterstellen und keinen schlecht machen. Aber ehrlich: Wer die Dinge nicht erledigt bekommt, der sollte nicht länger nach Ausreden oder Entschuldigungen suchen, sondern endlich mal anfangen!?</p>
<p>Ok, wir sind nett, reden gut zu, reichen die helfende Hand, haben für alles Verständnis, aber irgendwo hört der Spaß dann mal auf. Den andern noch ihre Faulheit nachsehen &#8211; soweit kommt es noch!</p>
<p>Beim Vorwurf von Faulheit reagiert ja jeder äußerst empfindlich, die Erwähnung grenzt an &#8222;üble Nachrede&#8220;. Auf dieses Glatteis will man sich nicht gerne begeben. Faulheit, wir könnten auch sagen Trägheit oder Bequemlichkeit, hat unser Mitgefühl nicht verdient.</p>
<p>Trotzdem müssen wir über Faulheit reden. Denn auch wenn wir uns einreden, wie gerne wir uns ins Bequeme zurücklegen, die Faulheit genießen würden, beim näheren Hinsehen erkennen wir, dass das immer nur die zweitbeste aller Möglichkeiten ist. Irgendetwas aufregendes Anderes würden wir viel lieber tun. Oder können Sie sich vorstellen, dass jemand aus lauter Bequemlichkeit seine Million nicht von der Lottostelle abholt?</p>
<p>Faulheit existiert, hindert und nervt überall. Faulheit ist eine Art der Arbeitsverweigerung, die zum Himmel stinkt, wie alles Faule, das man gerne unter Verschluss hält. Ich aber plädiere dafür, dass wir uns das Faule und das Faulmachende näher ansehen. Damit wir möglichst bald die bessere Alternative finden. Bis dahin dürfen wir im gegebenen Falle ruhig aussprechen, wenn dem Aufschieben ein akuter Fall von Faulheit zugrunde liegt</p>
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