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	<title>Erfahrung &#8211; Heilpraxis für Psychotherapie und Prokrastinations-Coaching</title>
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		<title>Und wenn es Angst ist?</title>
		<link>https://www.pro-cras.de/und-wenn-es-die-angst-ist/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Nellen]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Jun 2018 09:14:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2 Erfahrungen]]></category>
		<category><![CDATA[Alle Beiträge chronologisch]]></category>
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					<description><![CDATA[Der LEDZ GO!©-Prozess macht erkennbar, welches die Widerstände sind, die ein Aufschieben auslösen. Und wenn diese sich nun als &#8222;Angst&#8220; entpuppten? Angst ist  bekannt als ein mächtiges und fundamentales Instrument ... <a title="Und wenn es Angst ist?" class="read-more" href="https://www.pro-cras.de/und-wenn-es-die-angst-ist/" aria-label="Mehr Informationen über Und wenn es Angst ist?">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der LEDZ GO!©-Prozess macht erkennbar, welches die Widerstände sind, die ein Aufschieben auslösen. Und wenn diese sich nun als</p>
<p>&#8222;<strong>Angst</strong>&#8220;</p>
<p>entpuppten?</p>
<p>Angst ist  bekannt als ein mächtiges und fundamentales Instrument im Überlebenskampf und wird so auch im Kopf, vor allem aber als körperliches Gefühl erfahren. Tatsächlich rücken Herzklopfen, schlotternde Knie, Unwohlsein in der Magengrube, feuchte Hände und der kalte Schweiß auf der Stirn so massiv in den Vordergrund, dass wir bereits an ihrem Auftauchen &#8222;merken&#8220;, dass wir Angst haben. Und Angst haben bedeutet die Tendenz, vorsichtig zu sein, sich zurückzuhalten, nicht weiter zu gehen, lieber umzukehren.</p>
<p>Angst schaltet vor allem die Ratio aus. Der Verstand würde vielleicht andere Maßnahmen vorschlagen, vernünftige Überlegungen einbringen wollen und meist auch können. Aber er kommt nicht zu Wort. Kann sich nicht durchsetzen. Angst hat ihre eigenen Instrumentarien, und will sie einsetzen. Lieber schlecht überleben als unvorbereitet den Helden spielen. Da bietet sich Aufschieben an: &#8222;Später&#8220; fühle ich mich der Situation sicherlich besser gewachsen. Nur ein kleines bisschen Bedenkzeit noch, nur bis &#8222;morgen&#8220;.</p>
<p>Der Verstand weiß, dass heute immer der bessere Tag ist, weil ja auch &#8222;morgen&#8220; sich wieder als ein &#8222;heute&#8220; präsentieren wird, das uns die fällige Entscheidung oder Erledigung abverlangt. Der Verstand weiß, dass die erbarmungslose Klarheit der Erledigung entgegen kommt, das verschwommene &#8222;Morgen&#8220; gerade für Träume und Wunschvorstellungen ausreicht. Aber der Verstand hat hier nichts auszurichten, und die guten Ratschläge gehen ins Leere. Denn Prokrastination ist in der Schaltstelle Gehirn nicht Sache des denkenden Cortex, sondern des führenden limbischen Systems.</p>
<p>Was aber hilft?</p>
<p>Wir dürfen Angst nicht als Feigheit schlechtreden, dafür ist sie zu wertvoll: als Hinweisgeber &#8211; nicht vorrangig für die sich äußerlich darstellende Situation, sondern für unser inneres Konzept. Nicht die Umstände lassen unsere Hände feucht und den Hals trocken werden, es sind die Fantasien, die von alten Vorerfahrungen losgetreten und weitergesponnen werden.</p>
<p>Kommen wir also wieder zurück auf den Boden der Tatsachen: unserer vielfältigen Kapazitäten des Bewältigens, des Überlebens, des Meisterns von Situationen. Unsere Kreativität, unser Spaß an Herausforderungen, unser Stolz. Machen wir uns klar: Was habe wir an Möglichkeiten? Was können wir ergänzen? Wo und von wem bekommen wir Unterstützung? Und spüren wir in uns nach, wie es sich anfühlen würde, zu kneifen, oder mit welchen befreienden Gefühlen das &#8222;ich tu&#8217;s trotzdem&#8220; verbunden wäre.</p>
<p>Das Gefühl der Angst sollte uns nicht an dieser Stelle stehen bleiben lassen. Treten wir in Kommunikation &#8211; nicht vorrangig mit dem betreffenden Projekt, sondern mit uns selbst, und wie wir die Angst, wenn sie nun einmal da ist, mitnehmen und einbinden können &#8211; als wachsamen Begleiter, nicht als Verhinderer.</p>
<p>Der Umgang mit der Angst wird in aller Regel ein zweifacher sein:</p>
<p>Die Beherrschung der akuten Angstmomente, sodass die entstandene Situation beherrschbar wird, und</p>
<p>Die Bemühung, die Ursachen der Angst oder deren gegenwärtig aktiven &#8222;Ableger&#8220; zu identifizieren und zu erfragen bzw. die darin enthaltenen Energien positiv umzuwandeln.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Angst ist einer der wirkungsvollsten Prokrastinations-Auslöser und insofern auch in der Prokrastinations-Behandlung ein zentraler Ansatzpunkt.</p>
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			</item>
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		<title>Wenn Ihnen die Nase juckt, hilft Fußkratzen wenig</title>
		<link>https://www.pro-cras.de/wenn-sie-die-nase-juckt-hilft-fusskratzen-nicht-gut-genug/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Nellen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Apr 2018 15:13:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge chronologisch]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrung]]></category>
		<category><![CDATA[Fitness]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Organisation]]></category>
		<category><![CDATA[Zielansprache]]></category>
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					<description><![CDATA[Und wenn Ihnen in einer wichtigen Sache die Entlastung durcb Aufschieben ganz heftig in den Fingern juckt, hilft gutes Zureden nur dann weiter, wenn es wirklich nur die Motivation ist, ... <a title="Wenn Ihnen die Nase juckt, hilft Fußkratzen wenig" class="read-more" href="https://www.pro-cras.de/wenn-sie-die-nase-juckt-hilft-fusskratzen-nicht-gut-genug/" aria-label="Mehr Informationen über Wenn Ihnen die Nase juckt, hilft Fußkratzen wenig">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Und wenn Ihnen in einer wichtigen Sache die Entlastung durcb Aufschieben ganz heftig in den Fingern juckt, hilft gutes Zureden nur dann weiter, wenn es wirklich nur die Motivation ist, die Ihnen fehlt.</p>
<p>Aus der jahrelangen Arbeit mit eingefleischten Prokrastinierern weiß ich aber, dass es noch andere, davon unabhängige Auslöser des Aufschiebereflexes geben kann. Das zusammenfassende „jetzt ist mir einfach nicht danach“ ist ja nicht der Grund, sondern eher eine Art Entschuldigung, die als Erklärung vorgeschoben wird.</p>
<p>Im täglichen Umgang mit Prokrastinationspatienten haben sich 5 Hauptbereiche herauskristallisiert, in denen &#8211; jeder für sich allein oder auch in Kombination &#8211; die Ursachen für wiederkehrendes Aufschiebeverhalten gruppiert sind.</p>
<p>Die oben bereits erwähnte Motivation beispielsweise findet sich in einem sehr umfangreichen Themenkomplex zusammen mit der Zielsetzung und Zielformulierung. Ein weiteres Gebiet wäre zum Beispiel alles das, was das weite Feld der Organisation umfasst: Wie planen Sie, mit welchen Hilfsmitteln? Wie nutzen Sie den Raum, die Zeit, die Menschen um Sie herum – etc. Des weiteren auch alles, was Sie für Ihre Aufgabe können oder wissen oder lernen sollten (und noch nicht getan haben). Ein ganz anderer und oft unbeachteter, wenngleich bedeutsamer Themenbereich ist körperlicher Natur: Sind Sie fit?, schlafen Sie gut?, nehmen Sie Medikamente?, haben Sie Schmerzen oder sonstige körperliche oder geistig/mentale Störer? Und schließlich: Stellt sich Ihnen immer wieder im entscheidenden Moment eine blockierende Erinnerung an ein bis heute nicht überwundenes Erlebnis in den Weg? Eine alte Grundüberzeugung, eine moralische Bewertung?</p>
<p>Die immer wieder vorrangig bemühte Motivation (in Form von: „Jetzt reiß‘ dich mal zusammen!“ oder „Wenn du diesen Termin auch noch verpasst, dann wird&#8217;s aber richtig eng!“) kommt als Veränderungshebel alleine gegen Defizite der Organisation, der Gesundheit, der körperlichen oder mentalen Fitness nicht dauerhaft an.</p>
<p>Das Durchchecken der Bereiche <strong>L</strong>ernen, <strong>E</strong>rfahrung, <strong>Z</strong>ielansprache, <strong>G</strong>esundheit und <strong>O</strong>rganisation (wir nennen es das LEZGO!-Programm) steht bei uns am Anfang einer jeden Prokrastinationsbehandlung – einfach um sicher zu stellen, dass wir nichts zu wenig, aber auch nichts zu viel unternehmen, damit Sie schon bald Ihre volle Handlungs- und Entscheidungsautonomie wiedererlangen.</p>
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