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	<title>Bequemlichkeit &#8211; Heilpraxis für Psychotherapie und Prokrastinations-Coaching</title>
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	<title>Bequemlichkeit &#8211; Heilpraxis für Psychotherapie und Prokrastinations-Coaching</title>
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		<title>Prokrastination ist Verrat am Heute, und am Selbst</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Peter Nellen]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Mar 2018 20:37:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge chronologisch]]></category>
		<category><![CDATA[Anstand]]></category>
		<category><![CDATA[Bequemlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Charakterschwäche]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das klingt hart, zugegeben. Erst recht, weil sich der Prokrastinierer ja eher als Opfer sieht: Opfer der widrigen Umstände, der zu engen Termine, der Ängste und lähmenden Emotionen. Sie alle sind ernstzunehmen, gewiss. Aber es stehen auch wenig ehrenwerte  Einschätzungen im Raum, wie etwa Bequemlichkeit, Willens-  oder gar Charakterschwäche. Und jetzt auch noch VERRAT.</p>
<p>Wer aufschiebt, verrät zweifellos ein Vorhaben, eine Vereinbarung, einen Auftrag. Vielleicht auch ein gegebenes Versprechen, eine zugesagte Loyalität im Verhältnis zu einem Anderen &#8211; und gegenüber sich selbst ganz wichtige Werte wie Zuverlässigkeit, Anstand, Redlichkeit, Treue &#8211; geht es doch oft um die Zusage einer pünktlichen Erledigung, um Pflichterfüllung, um ein Kommittment.</p>
<p>Verrat hat einen unguten Beigeschmack, ähnlich wie Feigheit, die dem Aufschieber ebenfalls mit Leichtigkeit unterstellt wird. Tatsächlich geht es bei beiden um das Ziel, die eigene Haut zu retten, ungeachtet der Konsequenzen.</p>
<p>Prokrastination ist deshalb Verrät, weil er den Widerstand gegen die betreffende Erledigung nicht wirklich formuliert und realisiert. Dann hieße er wohl eher &#8222;Revolution&#8220; &#8211; gegen die Sache, gegen den Auftraggeber, gegen sich selber in der zugedachten Rolle &#8211; wenn einfach der Mut fehlt, sich des Verstandes ohne Rücksicht auf die Konventionen zu bedienen.</p>
<p>Aufschieber sein bedeutet nicht auferlegtes Schicksal, auch nicht die notwendige Konsequenz aus schicksalhaften Ereignissen. Aufschieben ist eine innere Haltung, die oft so wenig wahrgenommen wird wie eine schlechte Körperhaltung, die aber auf die Dauer sich auf die gesamte Lebensführung negativ auswirkt.</p>
<p>Haltungen werden dadurch korrigiert, dass sie isoliert, unterbrochen und neu eingeübt werden, und nicht bejammert.</p>
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		<title>Das pöse &#8222;F&#8230;&#8220;-Wort</title>
		<link>https://www.pro-cras.de/das-poese-f-wort/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Nellen]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Feb 2018 11:31:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge chronologisch]]></category>
		<category><![CDATA[Affekt]]></category>
		<category><![CDATA[Bequemlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Faulheit]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Trägheit]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Aufschieber durchbricht die scheinbar berechtigten Erwartungen seiner Mitmenschen, und das offenkundig zum Zwecke der Anstrengungsvermeidung. Wer dermaßen mit mangelnder Motivation ausgestattet ist, die Arbeit mit ihren widrigen Umständen scheut, ... <a title="Das pöse &#8222;F&#8230;&#8220;-Wort" class="read-more" href="https://www.pro-cras.de/das-poese-f-wort/" aria-label="Mehr Informationen über Das pöse &#8222;F&#8230;&#8220;-Wort">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Aufschieber durchbricht die scheinbar berechtigten Erwartungen seiner Mitmenschen, und das offenkundig zum Zwecke der Anstrengungsvermeidung. Wer dermaßen mit mangelnder Motivation ausgestattet ist, die Arbeit mit ihren widrigen Umständen scheut, wem es offenkundig an der nötigen Energie mangelt, der ist, da ist man sich meist einig, &#8222;FAUL&#8220;. So, jetzt ist s heraus, das &#8222;F&#8230;&#8220;-Wort, das jeder heimlich meint, aber keiner in den Mund nimmt. Denn wir wollen ja nichts unterstellen und keinen schlecht machen. Aber ehrlich: Wer die Dinge nicht erledigt bekommt, der sollte nicht länger nach Ausreden oder Entschuldigungen suchen, sondern endlich mal anfangen!?</p>
<p>Ok, wir sind nett, reden gut zu, reichen die helfende Hand, haben für alles Verständnis, aber irgendwo hört der Spaß dann mal auf. Den andern noch ihre Faulheit nachsehen &#8211; soweit kommt es noch!</p>
<p>Beim Vorwurf von Faulheit reagiert ja jeder äußerst empfindlich, die Erwähnung grenzt an &#8222;üble Nachrede&#8220;. Auf dieses Glatteis will man sich nicht gerne begeben. Faulheit, wir könnten auch sagen Trägheit oder Bequemlichkeit, hat unser Mitgefühl nicht verdient.</p>
<p>Trotzdem müssen wir über Faulheit reden. Denn auch wenn wir uns einreden, wie gerne wir uns ins Bequeme zurücklegen, die Faulheit genießen würden, beim näheren Hinsehen erkennen wir, dass das immer nur die zweitbeste aller Möglichkeiten ist. Irgendetwas aufregendes Anderes würden wir viel lieber tun. Oder können Sie sich vorstellen, dass jemand aus lauter Bequemlichkeit seine Million nicht von der Lottostelle abholt?</p>
<p>Faulheit existiert, hindert und nervt überall. Faulheit ist eine Art der Arbeitsverweigerung, die zum Himmel stinkt, wie alles Faule, das man gerne unter Verschluss hält. Ich aber plädiere dafür, dass wir uns das Faule und das Faulmachende näher ansehen. Damit wir möglichst bald die bessere Alternative finden. Bis dahin dürfen wir im gegebenen Falle ruhig aussprechen, wenn dem Aufschieben ein akuter Fall von Faulheit zugrunde liegt</p>
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