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	<title>Belohnung &#8211; Heilpraxis für Psychotherapie und Prokrastinations-Coaching</title>
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	<description>Prokrastinations-Coaching</description>
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		<title>Verträge mit sich selbst – brechen?</title>
		<link>https://www.pro-cras.de/vertraege-mit-sich-selbst-brechen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Nellen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jan 2020 10:55:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge chronologisch]]></category>
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					<description><![CDATA[Manche Prokrastinations-Ratgeber empfehlen, die Erledigung einer bisher aufgeschobenen Aufgabe mit etwas zu belohnen, das man sich sonst nicht gegönnt hätte. Also einen Vertrag mit sich selbst abzuschließen: Wenn das getan ... <a title="Verträge mit sich selbst – brechen?" class="read-more" href="https://www.pro-cras.de/vertraege-mit-sich-selbst-brechen/" aria-label="Mehr Informationen über Verträge mit sich selbst – brechen?">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Manche Prokrastinations-Ratgeber empfehlen, die Erledigung einer bisher aufgeschobenen Aufgabe mit etwas zu belohnen, das man sich sonst nicht gegönnt hätte. Also einen Vertrag mit sich selbst abzuschließen: Wenn das getan ist, dann… . Eine, wie ich finde, nicht unproblematische Vorgehensweise, da ja der Vertragsbruch, zumindest für den am meisten gefährdeten, harten Prokrastinierer, vorprogrammiert ist, haben wir doch hier das typische Bild eines Interessenkonflikts vor uns: Ein Teil von uns will etwas erledigen, ein anderer lehnt dies ab.</p>
<p>Für Rechtsgeschäfte ist solchem „Selbstkontrahieren“ vom Gesetzgeber (§ 181 BGB) ein Riegel vorgeschoben worden, weil davon ausgegangen wird, dass in einem Insichgeschäft einem der beiden Kontrahenten ein Nachteil droht. Braucht sich also auch der Prokrastinierer auf eine solche vertragsähnliche Bindung gar nicht erst einzulassen? Schließlich werden doch die Argumente der aufschiebenden Seite nicht wahrgenommen!</p>
<p>Natürlich sind die allgemeinen Rechtsvorschriften für Selbstverpflichtungen mit sich selbst nicht zuständig, sie können aber interessante Aspekte und Parallelen zeigen – so auch hier, denn das Gesetz kann bestimmte Insichgeschäfte <span style="display: inline !important; float: none; background-color: #ffffff; color: #333333; cursor: text; font-family: Georgia,'Times New Roman','Bitstream Charter',Times,serif; font-size: 16px; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: left; text-decoration: none; text-indent: 0px; text-transform: none; -webkit-text-stroke-width: 0px; white-space: normal; word-spacing: 0px;">durchaus </span>auch gestatten (§ 181 Hs.2), wenn nämlich das Rechtsgeschäft lediglich der Erfüllung einer Verbindlichkeit dient. Durch die Erfüllung droht dem selbstkontrahierenden Prokrastinierer keine zusätzliche Gefahr, da es lediglich um den Vollzug dessen geht, was bereits als Verbindlichkeit anerkannt und beschlossen ist. Das ist aber die Voraussetzung: Die Verbindlichkeit muss tatsächlich bestehen.</p>
<p>Übertragen auf den Fall des Prokrastinierers bedeutet das: Es muss Klarheit darüber bestehen, dass die (bislang aufgeschobene) Erledigung unanfechtbar notwendig ist, also eine tatsächliche Verbindlichkeit darstellt. Falls Zweifel an der Akzeptanz dieser Verbindlichkeit bestehen, und ob ein eventuell auftauchender Interessenskonflikt wirklich substanziell ist, kann der LEZGO!-Prozess ziemlich eindeutig zu Tage fördern. In aller Regel wird sich dadurch erweisen, dass ein Nachteil für einen der inneren Kontrahenten nicht wirklich besteht, woraus dann auch die bereitwillige Erledigung der Aufgabe ungestört erfolgen kann – so wie auch auf der juristischen Seite das Verbot der Insichgeschäfte keine Anwendung findet, wenn sich das Rechtsgeschäft für die Kontrahenten neutral bis vorteilhaft auswirkt.</p>
<p>Pacta sunt servanda</p>
<p>Dass Verträge einzuhalten sind, stellt ein grundlegendes Rechtsprinzip dar. Das gilt auch für Verträge mit sich selbst. Verhandelt wird vorher, nach der vertraglichen Übereinkunft gilt die darin bezeichnete Verpflichtung. Wenn tatsächlich Nachverhandlungen nötig erscheinen, zeigt dies, dass das Grundgeschäft nicht klar und das Kleingedruckte nicht ausführlich genug gelesen ist. Deswegen empfiehlt es sich, für ein Selbst-Commitment sich klare Regeln vorzugeben, ober am besten ganz darauf zu verzichten, und die Erledigung (gegebenenfalls nach entsprechender Vorprüfung und durchlaufenem LEZGO!-Prozess) entschlossen vorzunehmen. Nachverhandlungen mit sich selber sind möglichst zu vermeiden, da sie allzu leicht an die Prinzipien von Treu und Glauben, auch gegenüber sich selber, rühren.</p>
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		<title>Macht Prokrastinieren dick?</title>
		<link>https://www.pro-cras.de/macht-prokrastinieren-dick/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Nellen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Nov 2019 18:23:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge chronologisch]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps und Tricks]]></category>
		<category><![CDATA[Belohnung]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Essen]]></category>
		<category><![CDATA[Gewicht]]></category>
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					<description><![CDATA[Was sich eher wie eine unangemessene Unterstellung anhört, ist gleichwohl einer Überlegung wert. Der Psychoanalytiker Erich Fromm (gest. 1980 in der Schweiz) hat eine durchaus lesenswerte Schrift bezüglich der menschlichen ... <a title="Macht Prokrastinieren dick?" class="read-more" href="https://www.pro-cras.de/macht-prokrastinieren-dick/" aria-label="Mehr Informationen über Macht Prokrastinieren dick?">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Was sich eher wie eine unangemessene Unterstellung anhört, ist gleichwohl einer Überlegung wert. Der Psychoanalytiker Erich Fromm (gest. 1980 in der Schweiz) hat eine durchaus lesenswerte Schrift bezüglich der menschlichen Charakterzüge, Temperamente und Persönlichkeiten verfasst. Auch heute immer noch schlüssig zeigt er darin, dass Gewohnheiten aus den alltäglichen Abläufen, aber auch aus genetischen Festlegungen entstehen. Darin zeigt er grundlegende, oder auch veränderliche Unterschiede des Denken und Handelns zwischen &#8222;nicht-produktiven Orientierungen&#8220; und &#8222;produktiven Orientierungen&#8220; auf, zunächst als &#8222;Idealtypen&#8220;, nicht als Beschreibung von Charakteren bestimmter Individuen.</p>
<p>Dennoch finden wir in der Beschreibung der &#8222;nicht-produktiven Orientierungen&#8220; Merkmale, die für den Aufschieber typisch sind, und die das derzeit aktuelle Konzept des Einflusses von Handlungs- und Lage-Orientierung bei der Willensbahnung vorwegnimmt. Die  zu erkennende Entscheidungsschwäche wird als Hilflosigkeit gesehen, die nach äußerer Unterstützung verlangt:</p>
<blockquote><p>&#8230; Diese Hilflosigkeit ist von besonderer Bedeutung in den Angelegenheiten, die der Mensch nur alleine erledigen kann, wie zum Beispiel das Treffen von Entscheidungen und das Übernehmen von Verantwortung. &#8230; Der rezeptive Mensch liebt Essen und Trinken. Er neigt dazu, Angst und Niedergeschlagenheit auf dieses Weise zu überbrücken. &#8230; Gefüttert zu werden ist in ihren Träumen ein häufiges Symbol für geliebt werden; ausgehungert zu werden ist Sinnbild für Frustration und Enttäuschung. &#8211; Erich Fromm: Den Menschen verstehen</p></blockquote>
<p>Ein solches grundlegendes Hungrigkeits-Gefühl kann vermuten lassen, dass es es auf die alltäglichen Ernährungsgewohnheiten abfärben kann. Auch Vermeidungshandlungen, die den/die Aufschieber/in an die Kaffeemaschine oder an den Kühlschrank führen, könnten Ursache einer erhöhten Kalorienzufuhr und vielleicht auch einer höheren Kleidergröße sein. Andererseits werden als typische  Ersatzhandlungen auch solche gewählt, die eher kalorienverzehrenden Tätigkeiten darstellen, so dass letztendlich jeder Prokrastinationsbetroffene allein für sich selbst feststellen muss, ob und in welchem Maße das frustrierende Aufschieben bei ihm/ihr mit zusätzlichen Naschereien als nicht verdiente Belohnung oder als gewisser Trost für die immer wieder neu erfahrene Enttäuschung bedacht wird.</p>
<p>Insgesamt muss auch für das Prokrastinieren gelten: als Äußerung einer seelischen Unausgeglichenheit läuft sie immer auch Gefahr, sich in körperliche Folgeerscheinungen fortzusetzen.</p>
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