<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Willen &#8211; Heilpraxis für Psychotherapie und Prokrastinations-Coaching</title>
	<atom:link href="https://www.pro-cras.de/tag/willen/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.pro-cras.de</link>
	<description>Prokrastinations-Coaching</description>
	<lastBuildDate>Tue, 14 Sep 2021 14:15:46 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://www.pro-cras.de/wp-content/uploads/2016/10/cropped-fav-32x32.png</url>
	<title>Willen &#8211; Heilpraxis für Psychotherapie und Prokrastinations-Coaching</title>
	<link>https://www.pro-cras.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Ablenkung, Aufmerksamkeit und Willen</title>
		<link>https://www.pro-cras.de/ablenkung-aufmerksamkeit-und-willen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Nellen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Sep 2021 13:55:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge chronologisch]]></category>
		<category><![CDATA[Ablenkung]]></category>
		<category><![CDATA[Abschweifen]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmerksamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Willen]]></category>
		<category><![CDATA[Wollen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.pro-cras.de/?p=5575</guid>

					<description><![CDATA[Vieles wird aufgeschoben, weil die Aufmerksamkeit auf ein Thema nicht gehalten werden kann, weil die knappe Zeit der Ablenkung geopfert wird. Ablenkung ist tatsächlich eine der sieben Hauptursachen für Prokrastination. ... <a title="Ablenkung, Aufmerksamkeit und Willen" class="read-more" href="https://www.pro-cras.de/ablenkung-aufmerksamkeit-und-willen/" aria-label="Mehr Informationen über Ablenkung, Aufmerksamkeit und Willen">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vieles wird aufgeschoben, weil die Aufmerksamkeit auf ein Thema nicht gehalten werden kann, weil die knappe Zeit der Ablenkung geopfert wird. Ablenkung ist tatsächlich eine der sieben Hauptursachen für Prokrastination.</strong></p>
<p>Die Aufmerksamkeit an einer Sache aufrecht zu erhalten steht im Widerspruch zu unserem natürlichen Bedürfnis, etwas abzuschließen. Dies sorgt dafür, dass es so etwas wie eine willkürliche <strong>Daueraufmerksamkeit nicht gibt</strong>. Was als scheinbare Daueraufmerksamkeit angesehen wird, ist in Wirklichkeit eine Reihe aufeinanderfolgender Anstrengungen, die Aufmerksamkeit immer neu auf das gleiche Objekt zu richten, um es mit unbeirrter Beständigkeit zu betrachten.</p>
<p>Dem entsprechend beschrieb William James (1842 – 1910), einer der Begründer der amerikanischen Psychologie, bereits 1890 in seinem Werk <em>Principles of Psychology </em>die Rolle, die der <strong>Willen</strong> für die Aufmerksamkeit spielt:</p>
<p><em>„Während der spontane Drang des psychischen Geschehens ganz und gar nach anderer Richtung strebt, muss die Aufmerksamkeit festgehalten werden bei dem einen Objekt, bis es einen ausreichenden Wichtigkeitsgewinn erfährt, so dass es sich selbst mit Leichtigkeit vor dem Bewusstsein behaupten kann. Diese Anspannung der Aufmerksamkeit erfordert einen fundamentalen Willensakt.“ (Quelle &amp; Meyer, Leipzig, Übers. Marie Dürr 1909, Kap XII, S. 226)</em></p>
<p>Den <strong>Ausweg aus diesem Dilemma</strong> liefert er gleich mit, indem er den deutschen Physiker und Mediziner Hermann von Helmholtz zitiert:</p>
<p><em>„Der natürliche ungezwängte Zustand unserer Aufmerksamkeit ist, herumzuschweifen zu immer neuen Dingen. Sobald das Interesse an einem Objekt erschöpft ist, sobald wir nichts Neues daran wahrzunehmen wissen, geht es gegen unseren Willen auf anderes über. Wollen wir unsere Aufmerksamkeit an ein Objekt fesseln, müssen wir eben an diesem selbst immer wieder Neues zu finden suchen, besonders wenn andere kräftige Sinneseindrücke sie abzulenken streben.&#8220; (Ebenda, S. 454)</em></p>
<p>Der Wille, eine Aufgabe durchzuführen, beschränkt sich demnach nicht auf die einmal gefasste Erledigungsabsicht, sondern zieht seine Beständigkeit aus einem <strong>immer neu aufzurufenden Wollen</strong>, welches dem Rückfall ins Vertagen, ins Prokrastinieren zuvorkommt.</p>
<p><strong>In der Praxis geschieht dies dadurch</strong>, dass beispielsweise bereits mit dem Beginn einer prokrastinationsbedrohten Tätigkeit die latente Aufschiebegefahr erkannt und wachgehalten wird. Dadurch werden die ersten Anzeichen einer Null-Bock-Stimmung leichter erkannt, und die in Stocken geratende Aufmerksamkeit kann immer neu angestoßen werden. Dies geschieht etwa beim Lesen eines Textes dadurch,</p>
<ul>
<li>dass man in kürzeren Abständen Resümees zieht oder Notizen macht,</li>
<li>dass man kreative und erholende Pausen einlegt,</li>
<li>dass man die Pausen gegen ungewollte Social Media- , YouTube- oder andere mediale Entgleisungen absichert,</li>
<li>dass man das Projekt aus einem neuen Gesichtswinkel betrachtet,</li>
<li>dass nach neuen Motivationen sucht etc.</li>
</ul>
<p>So gelingt es, eingefahrene Verhaltensmuster, die in den Aufmerksamkeitsverlust und dadurch ins Porkrastinieren führen, zu unterbrechen.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein guter Einstieg</title>
		<link>https://www.pro-cras.de/ein-guter-einstieg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Nellen]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Feb 2018 09:39:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge chronologisch]]></category>
		<category><![CDATA[Befürchtung]]></category>
		<category><![CDATA[Charakter]]></category>
		<category><![CDATA[Entscheidung]]></category>
		<category><![CDATA[Gewohnheit]]></category>
		<category><![CDATA[Lust]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Symptom]]></category>
		<category><![CDATA[Wille]]></category>
		<category><![CDATA[Willen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.pro-cras.de/?p=1389</guid>

					<description><![CDATA[Wer darüber nachdenkt, ob er sich an das schwierige Geschäft heranmacht, eine ungute Gewohnheit abzulegen, fragt sich oft, an welcher Stelle er anfangen soll. Was er als erstes findet ist ... <a title="Ein guter Einstieg" class="read-more" href="https://www.pro-cras.de/ein-guter-einstieg/" aria-label="Mehr Informationen über Ein guter Einstieg">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer darüber nachdenkt, ob er sich an das schwierige Geschäft heranmacht, eine ungute Gewohnheit abzulegen, fragt sich oft, an welcher Stelle er anfangen soll. Was er als erstes findet ist ein mögliches Hindernis, also gibt er schnell wieder auf. Bei der Aufschiebe-Gewohnheit gibt es auch solch einen ersten Stolperstein.</p>
<p>Er hat mit der eigenen Überzeugung der möglicherweise nicht ausreichenden Willenskraft zu tun. Dabei sollte man sich der vielleicht noch ungewohnten Erkenntnis öffnen, dass der Wille in aller Regel total überbewertet wird. Schauen wir ihn uns doch einmal aus der Nähe an.</p>
<p>Wille und die so genannte Willensstärke sind nicht eine gegebene Eigenschaft unseres Körpers oder unseres Charakters, sondern allenfalls ein Symptom, eine Ausdrucksform der Summe einzelner körperlicher und geistiger Befindlichkeiten. Wir erkennen das sehr deutlich, wenn wir uns klar machen, auf welch unterschiedliche Weise uns dieser Wille abhanden kommen kann, nämlich durch gegenläufige Emotionen, durch körperliche und vor allem geistige Überforderung und Erschöpfung, durch unerwartete Veränderung der äußeren Lage oder der inneren Beurteilung, durch ganz unterschiedliche Krankheiten, durch den Einfluss mancher Menschen etc. Was dann noch vom hochgelobten starken Willen übrig bleibt ist wohl eher mit Halsstarrigkeit zu bezeichnen &#8211; es sei denn, wir geben ihm ein ganzes Arsenal unterstützenden Maßnahmen an die Hand, die wir unter der Rubrik Tricks und Tricks finden.</p>
<p>Oder wir üben uns Flexibilität, mit der wir uns der veränderten Lage anpassen.</p>
<p>Wir können uns also tatsächlich von der falschen Überzeugung lösen, unser Wille reiche für unser Vorhaben womöglich nicht aus, und dies schon deshalb, weil der Wille in diesem Geschehen nur eine zweitrangige Rolle spielt.</p>
<p><strong>Worauf also kommt es an?</strong></p>
<p>Machen wir uns klar, dass die Entscheidung zwischen Tun oder Aufschieben immer das Ergebnis von Emotionssreuerung ist: <strong>Erledigungs-Management ist &#8211; noch vor aller organisatorischen Arbeit &#8211; immer und in erster Linie ein Emotions-Management.</strong></p>
<p>Einfach und rein praktisch formuliert bedeutet das: Solange uns bei unserem Pronekt eine bestimmte oder auch nicht definierte Angst oder Befürchtung im Nacken sitzt, eine Wut steuert, eine Traurigkeit eintrübt, sind wir leicht geneigt, uns einem solchen drohenden emotionale Erleben lieber erst auf später stellen zu wollen. Deswegen ist der Hauptmotor der Prokrastination (trotz seiner Bedeutung des auf &#8222;morgen&#8220; Verschiebens) zunächst einmal das NICHT JETZT!</p>
<p>Schon der Gedanke an eine solche &#8222;Lösung&#8220; wirkt entspannend und erleichternd. Die ungute Emotion hat ganz schnell die Führungsrolle übernommen. Wenn wir eine andere, aktive Richtung einschlagen wollen, ist es infolgedessen vorrangig, die &#8222;geistige Führung&#8220; auszutauschen gegen das, was uns gut tut und voran bringt: positive Erwartung, Hoffnung, Freude auf und über das zu erwartende Ergebnis, Selbstbestätigung, nachhaltige Vorteile.</p>
<p>Ein guter Einstieg in einen erfolgreichen Prozess der Aufschiebe-Vermeidung ist also eine kritische Innenschau auf die drohenden Negativtgefühle, deren Enttarnung und Austausch gegen all die freudvolle Gefühle, die wir mit der Erledigung unseres Themas verbinden.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
