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	<title>Perfektionismus &#8211; Heilpraxis für Psychotherapie und Prokrastinations-Coaching</title>
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	<description>Prokrastinations-Coaching</description>
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	<title>Perfektionismus &#8211; Heilpraxis für Psychotherapie und Prokrastinations-Coaching</title>
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		<title>Lass mich nicht hängen!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Peter Nellen]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Apr 2023 12:11:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge chronologisch]]></category>
		<category><![CDATA[Horten]]></category>
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					<description><![CDATA[Hinter jedem Plan, jeder Aufgabe oder Erledigung steckt ein initialer Wunsch, eine Notwendigkeit, eine Idee zur Weiterentwicklung. (bei pro-cras ist das allgemein ein &#8222;Projekt&#8220;). Einmal ins Leben gerufen, unterliegt solch ... <a title="Lass mich nicht hängen!" class="read-more" href="https://www.pro-cras.de/lass-mich-nicht-haengen/" aria-label="Mehr Informationen über Lass mich nicht hängen!">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span id="more-6822"></span>Hinter jedem Plan, jeder Aufgabe oder Erledigung steckt ein initialer Wunsch, eine Notwendigkeit, eine Idee zur Weiterentwicklung. (bei <strong>pro-cras</strong> ist das allgemein ein &#8222;Projekt&#8220;). Einmal ins Leben gerufen, unterliegt solch ein Projekt einem eigenen Lebenszyklus, bestehend aus vier Etappen, die jeweils erledigt, gänzlich abgelehnt oder u.U. auch verschoben werden.</p>
<p><strong>Die ersten drei</strong> <strong>Etappen</strong> sind das Beginnen, Dranbleiben und Zuendebringen. Für sie ist das Risiko des Prokrastinierens allseits bekannt und Gegenstand und Grund für vielfache Sorgen, Ärgernisse und Ratschläge.</p>
<p><strong>Die vierte</strong> und am wenigsten bedachte Etappe im Lebenszyklus eines Projekts ist jedoch das<strong> Loslassen. H</strong>ier findet auch der Übergang zu einer weiteren Störungsform statt, dem Horten.</p>
<p>Im idealen Fall beendet man sein Projekt und geht zum nächsten über. Oft aber ist das scheinbar Fertiggestellte noch nicht reif, losgelassen zu werden;</p>
<p>oft wird ein angefangenes oder abgelehntes Projekt insgeheim am Leben gehalten;</p>
<p>oft wird ein abgeschlossenes Projekt noch hoch und heilig weiter verehrt als Benchmark oder als Heldentat;</p>
<p>oft werden die organisatorischen, materiellen, emotionalen oder geistigen Kapazitäten nicht freigegeben;</p>
<p>oft wird ein erledigtes Projekt noch als Sicherheit oder Existenznachweis <strong>gehortet</strong>.</p>
<p>Dann ist das scheinbar harmlose Nicht-Loslassen ein veritables Aufschieben geworden, ein reflexhaftes Prokrastinieren der abschließenden, der endgültigen Schlussetappe: Loslassen, Ab- und Weglegen.</p>
<p>Wenn Projekte, anders als bei einem erledigungsschwangeren &#8222;später&#8220;, unbegrenzt, aber antriebsleer eingezäunt und gehegt werden, vielleicht, damit niemand anderer darauf Zugriff haben kann, oder weil ein dauerhafter Wichtigkeits- oder Kompetenznachweis zur Hand bleiben soll, oder weil &#8222;das Herz sosehr daran hängt&#8220;, dann ist, genau wie bei übertriebener materieller Sammelwut, auch hier der Begriff des <strong>Hortens</strong> angebracht, gegebenenfalls auch des <strong>pathologischen Hortens</strong>.</p>
<p>Prokrastination und pathologisches Horten treten oft gemeinsam auf, dann oft auch in Gesellschaft ihrer gemeinsamen Schwester, der perfektionistischen Verhaltensweise. Wenn nämlich ein bereits beendetes Projekt nicht abgelegt werden kann, da es noch nicht die Auszeichnung des &#8222;Perfekten&#8220; erhalten hat. Für den Abschluss war es wohl allemal gut genug, nicht aber für denjenigen, der seinen Namen oder seinen Ruf mit dem perfekten Arbeitsergebnis verbinden möchte.</p>
<p>Welche persönlichen Bedürfnisse oder Strukturen sich jenseits des einzelnen Projektes in diesem Nicht-Loslassen-Können verbergen, kann vielfältig sein. Sie führen gleichermaßen zielsicher zu dem Phänomen des pathologischen Hortens, das in diesem Blog ebenfalls einer besonderen Betrachtung gewürdigt werden soll. (sh. <a href="https://www.pro-cras.de/lass-mich-nicht-haengen/">hier</a>)</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Improvisieren ist besser als Prokrastinieren</title>
		<link>https://www.pro-cras.de/improvisieren-ist-besser-als-prokrastinieren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Nellen]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Feb 2018 10:12:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge chronologisch]]></category>
		<category><![CDATA[Improvisation]]></category>
		<category><![CDATA[Lust]]></category>
		<category><![CDATA[Perfektionismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Wer meinen Beitrag zur &#8222;Fermate&#8220; gelesen hat, weiß, dass ich die Sprache und die Gesten der Musik liebe und sie auch in unserem Alltag wiederfinde. Als Klavierspieler ist mir die ... <a title="Improvisieren ist besser als Prokrastinieren" class="read-more" href="https://www.pro-cras.de/improvisieren-ist-besser-als-prokrastinieren/" aria-label="Mehr Informationen über Improvisieren ist besser als Prokrastinieren">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer meinen Beitrag zur &#8222;<strong>Fermate</strong>&#8220; gelesen hat, weiß, dass ich die Sprache und die Gesten der Musik liebe und sie auch in unserem Alltag wiederfinde. Als Klavierspieler ist mir die Fermate dafür ein gutes und hilfreiches Beispiel: Mit ihrem beherrschten Aufschieben und Tempoverzögern hat sie durchaus ihre dramatische Berechtigung, ständig und auf die Dauer angewendet wird sie allerdings unerträglich.</p>
<p>Eine schöne Metapher ist mir auch die <strong>Improvisation</strong>. Sie steht in engem inhaltlichen Zusammenhang mit dem Perfektionismus, der beispielsweise einen Musiker antreibt, sein Stück &#8222;konzertreif&#8220; auszuarbeiten. Da wird an jeder Note, jeder Phrase, jedem Ausdruck endlos gefeilt, um der Idealinterpretation möglichst nahe zu kommen. Kein Wunder, dass die heute in der Regel nur noch in Studioarbeit und vielfachen Schneidesequenzen erreicht wird.</p>
<p>Im Gegensatz hierzu sollten Sie sich (YouTube ist voll davon!) das Improvisationsspiel einer <strong>Gabriela Montero</strong> anhören: Sie lässt sich aus dem Publikum ein (oft ihr selbst unbekanntes) Thema zurufen (warum nicht &#8222;Mr lasse d&#8217;r Dom en Kölle&#8220;?), überlegt einen intensiven Moment, und macht daraus etwas, das sich der Wertung von &#8222;richtig&#8220; oder &#8222;falsch&#8220; gänzlich entzieht &#8211; und ausnahmslos alle begeistert.</p>
<p>Die Angst vor der leeren Seite, der weißen Leinwand, dem ersten Schritt, dem großartigen Projekt löst sich mit der Improvisation auf im Tun. Die Pianistin kommt nicht auf die Idee, die Umsetzung des spontanen Themenvorschlags auf morgen zu verschieben &#8211; wozu auch?</p>
<p>Wenn man ihr bei ihrem Dialog mit dem Publikum zuschaut, spürt man diese doppelte Lust, bei der das &#8222;Aufschieben&#8220; eine inexistente Rolle spielt: die Lust am Spiel mit den Ideen und am Spiel mit dem musikalischen Instrument. Es gibt keinen Grund, sich nicht sofort auf die vergnügliche Erledigung zu stürzen, sich stattdessen dieser Lust zu versagen. Natürlich weiß sie, dass sie es &#8222;kann&#8220;: Sie verfügt über genau die Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die sie benötigt, um bei ihrem Publikum das abzuliefern, was sie versprochen hat. Könnte sie es nicht, würde sie (hoffentlich) etwas anderes tun &#8211; genauso wie Sie, oder improvisieren vor Publikum?</p>
<p>Also sorgen Sie weiterhin dafür, dass Sie das tun, was Sie versprechen, und tun Sie&#8217;s. Das bringt allen Seiten Freude, und Sie brauchen nichts aus lediglich befürchteter Kritik nichts aufzuschieben. Oder versprechen Sie nichts, wenn Sie spüren, dass Sie es nicht einhalten können. Sie finden Andere, die es an Ihrer Stelle erledigen können.</p>
<p>Improvisation hilft auch dabei, den Anspruchslevel herunter zu nehmen, die Dinge nicht übertrieben ernst zu nehmen, und ruhig auch dann einmal schon anzufangen, wenn das Ganze noch nicht in allen Einzelheiten durchgeplant ist.</p>
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