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	<title>Beziehung &#8211; Heilpraxis für Psychotherapie und Prokrastinations-Coaching</title>
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	<description>Prokrastinations-Coaching</description>
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		<title>Rückfall in die Prokrastination?</title>
		<link>https://www.pro-cras.de/rueckfall-in-die-prokrastination/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Nellen]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Nov 2023 09:22:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge chronologisch]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
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					<description><![CDATA[Rückfall in die Prokrastination? Wie ist dieses Phänomen zu erklären? Ist es so, dass die Methode versagt, weil &#8218;Undiszipliniertheit&#8216; oder gar &#8218;Unwillen&#8216; dann doch wieder den Erfolg vereiteln, oder steckt ... <a title="Rückfall in die Prokrastination?" class="read-more" href="https://www.pro-cras.de/rueckfall-in-die-prokrastination/" aria-label="Mehr Informationen über Rückfall in die Prokrastination?">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Rückfall in die Prokrastination?</strong></p>
<p>Wie ist dieses Phänomen zu erklären? Ist es so, dass die Methode versagt, weil &#8218;Undiszipliniertheit&#8216; oder gar &#8218;Unwillen&#8216; dann doch wieder den Erfolg vereiteln, oder steckt nicht doch eine ganz andere Erklärung dahinter?</p>
<p><strong>Der neue Umgang mit dem Aufschieben: ein bewusster Prozess</strong></p>
<p>Die Behandlung einer störenden Aufschiebegewohnheit hat bei <strong>pro-cras</strong>, um erfolgreich zu sein, ein klares Behandlungsziel, das gemeinsam gesetzt wird. In der Regel wird der angestrebte Endzustand dahingehend bestimmt, dass die Betroffenen das Erledigen ihrer beruflichen oder persönlichen Anforderungen so in ihren praktischen Alltag integrieren können, dass sie weniger reflexartig, dafür umso bewusster sich entscheiden können. Wenn ein gelegentliches oder auch schon lange praktiziertes Aufschieben nicht mehr stattfinden soll, stellt sich die Frage, wie denn eigentlich der Wunschzustand für die Betroffenen aussehen soll?</p>
<p><strong>Wunschziel: Schluss mit dem Prokrastinieren</strong></p>
<p>Aufgaben im vorgesehenen Zeitplan zu erledigen, bleibt oft ein frommer Wunsch. Denn die Realität eines jeden Alltags hat ihre Tücken: Anforderungen können uns unangenehm, schwierig, zeitaufwändig oder einfach nur lästig vorkommen, so dass die Versuchung lockt, sie auf später zu verschieben. Dagegen wäre zunächst nicht einmal Wertendes einzuwenden, wenn wir solche Entscheidungen wirklich bewusst und nicht als puren Reflex entstehen lassen. Es kann allerdings passieren, dass mit einem rein lustbetonten oder anstrengungsvermeidenden Aufschieben ein eigener und dauerhafter Lerneffekt in Gang gesetzt wird – was dann passiert, wenn der Aufschub ohne erkennbare Negativfolgen durchzugehen scheint.</p>
<p><strong>Schwer zu ertragendes Wohlgefühl</strong></p>
<p>Wer aufschiebt, kann oft mit wenig Aufwand zu einer günstig erzeugten Erleichterung kommen, und hat damit einen geschmeidigen Zugang gefunden, wie man mit dem Unangenehmen auch künftig scheinbar gelassen umgehen kann, und einen lästigen Energieaufwand einspart. Beschert man sich solchen Luxus oft, so ist dies jedoch nicht nur insgesamt unproduktiv, sondern auch für die Prokrastinierenden schwer zu verarbeiten. Täglich mehrfach zu erleben, dass man bei aller Entspannung doch letztlich wieder einmal „gescheitert“ ist, und zu wissen, dass mit dem Scheitern die Wahrscheinlichkeit negativer Folgen wächst, erweckt irgendwann den Wunsch, aus dieser Gewohnheit wieder auszusteigen. Aber wie jede Gewohnheit ist auch diese hier leider ziemlich anhänglich.</p>
<p><strong>Der Prokrastination zu folgen, bedeutet Disstress</strong></p>
<p>Menschen mit chronischem Aufschiebeverhalten erleben einen unguten Stress gleich zwei mal: unmittelbar in dem druckvollen Moment, der durch das Aufschieben entlastet werden soll, und dann später noch einmal, wenn die ausgebliebene Erledigung wieder aufgerufen wird, wenn sich dadurch Scham oder Schuldgefühle melden, oder wenn die Folgen der nicht erbrachten Erledigung als Verlust oder als Strafe spürbar werden.</p>
<p>Aussagen wie „Hätt’ste doch eher mal&#8230;“ oder „Selber Schuld“ oder „Jetzt kannste sehen, wie du da wieder rauskommst“ sind für Menschen, die sich seit langem schon mit einer Aufschiebegewohnheit quälen, besonders beschämend, weil sie suggerieren, sie seien entweder zu faul, oder zu dumm, um die schädlichen Zusammenhänge erkennen zu können. Scham und Angst, gepaart mit dem Gefühl der Hilflosigkeit, sind keine guten Motivatoren. Sie verstärken im Gegenteil weiter die Vermeidung und die Versagensgefühle.</p>
<p><strong>Therapieziele und Alltagsverträglichkeit</strong></p>
<p>Chronische Aufschieber sind in ihrer Konfliktlage auf der Suche nach einem Gefühl subjektiver Normalität. Sie erfahren die Situationen, die sie zum Aufschieben führen, als zunächst ausweglos. Das Streben nach Unversehrtheit im Außen und das Streben nach innerer Stabilisierung wirken gegeneinander. In dem starken Bemühen um einen guten Umgang mit sich selbst auch in den nicht bewältigbaren Erledigungsenanforderungen wünschen sie sich nur noch den einen sicheren Wohlfühlraum, der aber nicht im Konflikt, sondern allenfalls im &#8218;Später&#8216; zu finden ist. So erschaffen sie sich mit dem Aufschieben einen Kompromiss zwischen den Anforderungen des Projekts und der Notwendigkeit, sich selber ausreichend „gut&#8220; zu fühlen.</p>
<p><strong>Erfolgreiche Prokrastinationsberatung ist Beziehungsarbeit</strong></p>
<p>In vielen Prokrastinationsratgebern ist davon die Rede, dass Betroffene zu einem geordneteren Lebens- oder Arbeitsstil „motiviert“ werden sollen. Doch gibt es keine wissenschaftlich auf ihren Erfolg hin geprüften Methoden und Handlungsanweisungen, wie ein solches erfolgreiches Motivieren auf der Verhaltensebene aussehen soll: Man kann Menschen nicht zu Verhaltensweisen „motivieren“, die sie nicht verstehen, erlernen oder durchhalten können oder schlichtweg nicht wollen. Im Grunde genommen steht diese Einschränkung bereits beim Beginn eines jeden Beratungsgesprächs unausgesprochen, aber unübersehbar im Raum: Wenn man versuchen sollte, Ziele zu vereinbaren, an denen der Patient nicht wachsen kann, also letztlich scheitern wird. Wie aber sollte Prokrastinationsbehandlung aussehen, damit ein  langfristiger Erfolg möglich ist?</p>
<p><strong>Beziehungs-weise ins Tun kommen</strong></p>
<p>Als jemand, der/die sich bereits sehr an das Aufschieben als eine naheliegende „Erledigungs&#8220;-Form gewöhnt hat, brauchen Sie eine fachkundige Begleitung, die die Bereitschaft mitbringt, das <strong>Aufschieben als Hinweis auf eine besonderen Art von Beziehung</strong> zu erkennen: Eine Beziehung, die im Moment des Einstiegs in das anstehende Projekt begründet wird. Der dafür beste methodische Ansatz ist <strong>systemisch</strong>. Er sorgt dafür, dass die bisher ineffektiven Erledigungsweisen identifiziert und projekt- und beziehungsinterne Konflikte gestoppt werden. Und schließlich neue und größtmögliche Handlungsspielräume entstehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Der Widerstand in der Prokrastination</title>
		<link>https://www.pro-cras.de/der-widerstand-in-der-prokrastination/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Nellen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 May 2023 08:31:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge chronologisch]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
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					<description><![CDATA[Widerstand Manche empfinden das Aufschieben einfach nur als Bequemlichkeit, „Null-Bock“ oder als „keine Lust jetzt“. Tatsächlich aber entsteht der Aufschiebereflex aus einem innerlich gefühlten Widerstand, der von den Begleitumständen einer ... <a title="Der Widerstand in der Prokrastination" class="read-more" href="https://www.pro-cras.de/der-widerstand-in-der-prokrastination/" aria-label="Mehr Informationen über Der Widerstand in der Prokrastination">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Widerstand</strong></p>
<p>Manche empfinden das Aufschieben einfach nur als Bequemlichkeit, „Null-Bock“ oder als „keine Lust jetzt“. Tatsächlich aber entsteht der Aufschiebereflex aus einem innerlich gefühlten Widerstand, der von den Begleitumständen einer Erledigung, so genannten Triggern, ausgelöst wird. Solche Gefühle sind keineswegs nur als nebensächlicher oder romantischer „Schmus“ abzutun. Dafür können es sich viel zu wirkungsvoll und bestimmend durchsetzen. Sie sind konkreter, im Zwischenhirn abgespeicherter und abgerufener Niederschlag früherer Erinnerungen und Reaktionen, die uns immer noch in ihren Bann ziehen und beeinflussen, so spontan und reflexhaft, dass unser Denkhirn mit seinem Verstand regelmäßig überholt wird und sich erst hinterher korrigierend einmischen kann.</p>
<p><strong>Schutzmechanismen</strong></p>
<p>Der Verstand erklärt uns die Welt, die Gefühle mit dem Körper als ihrem Ausdrucksapparat lassen sie uns erleben, wahrnehmen, ganz subjektiv spüren. Und dann auch sehr schnell und sehr reflexmäßig reagieren. Noch bevor wir uns einer Reaktion bewusst werden, hat der Körper seinen Schutzauftrag schon erfüllt: mit einem Blinzeln das Auge bedeckt, die Hand aus einer Gefahrenzone zurückgezogen, die ersten wichtigen Hormone und Neurotransmitter auf den Weg geschickt und verarbeitet. Solche sensomotorischen Fähigkeiten sind überlebenswichtig und seit frühester Kindheit eingeübt und laufend optimiert.</p>
<p><strong>Wahrnehmen, lesen, verstehen</strong></p>
<p>In der Therapie (ebenso wie in der Selbsttherapie) ist es hilfreich, diese innerlichen Regungen wahrzunehmen, zu lesen und zu verstehen, wo immer sie sich körperlich zu erkennen geben. Sie sind die Art und Weise, wie sich unser Inneres äußert. Z.B., wenn eine kleine, kaum wahrnehmbare Bewegung des Kiefers sich als eine Bewegung offenbart, mit welcher Gefühle und Bedürfnisse im Kontakt mit anderen Menschen reguliert werden, etwas eine Angst, nach etwa zu fragen, die man schon seit der Kindheit kennt, oder ein Bedürfnis, sich zurückzuziehen, ohne dafür abgelehnt zu werden. Ein kleines mimisches Signal, das ebenso diskret wie vielsagend sein kann.</p>
<p><strong>Minenspiel</strong></p>
<p>Der Moment, in dem der ursprüngliche Handlungs- und Erledigungsimpuls gebremst oder sogar abrupt umgelenkt wird, kann von solch einer kleinen mimischen Geste begleitet und auch zeitlich verortbar sein, weil genau mit ihr bereits in einer früheren Situation ein Weg zur körperlichen Gefahrenabwehr und Stressminderung erhofft wurde. Ein ungünstig verlaufener Zahnarztbesuch könnte beispielsweise der Ursprung gewesen sein. Eine solche kleine Geste aufzunehmen kann ebenso unwillkürlich die Spannung der gegenwärtigen Situation lösen und dadurch eine selbstregulierende Veränderung einleiten. Der Körper mit seinem voreiligen Instrumentarium hätte dann das geschafft, was weit außerhalb der Reichweite des nachdenkenden Verstandes lag.</p>
<p><strong>Beziehungsspiel</strong></p>
<p>Auch in der Begegnung mit Gegenständen oder Situationen, die nicht in direktem Bezug zu anderen Menschen stehen, z.B. Erledigungen, die man gerne aufschieben möchte, werden körperliche Reaktionen spürbar (und für den Außenstehenden oft auch sichtbar) werden, die Rückschlüsse auf den Ursprung oder eine sonstige Verbindung zur Unterbrechung des Handlungsimpulses geben können. Die Beziehung des Ausführenden zu seinem Objekt ist durch eine emotionale Regung gestört, die nicht selten bereits in eine entsprechende körperliche Regung umgewandelt wurde: das Herz schlägt heftig, ein Übelkeitsgefühl taucht auf, oder ein Empfinden von Druck oder Schwindel. Nicht immer weisen solche Gefühle direkt auf den körperlichen Signalgeber, wie es vielleicht bei zitternden oder „weichen“ Knieen vermutet werden könnte. Dafür sind vermutlich schon etliche ähnliche Situationen vorgefallen, die bereits ihre Spuren hinterlassen haben. Aber der Körper hat seine Warnsignale gegeben, so dass eine Überprüfung der Situation (z.B. mit Hilfe der LEDZ GO!©-Analyse) leicht zur Lösung der Zurückhaltung beitragen kann.</p>
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