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	<title>Kairos &#8211; Heilpraxis für Psychotherapie und Prokrastinations-Coaching</title>
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		<title>Termine im Chronos</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Peter Nellen]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Nov 2020 12:18:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[3 Ziel / Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[5 Organisation und Planung]]></category>
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					<description><![CDATA[Chronos „Termine“ heißen nicht ohne Grund auch „Deadlines“, denn ihre Missachtung kann fatale Folgen haben. Termine sind die herausragenden Momente im Fluss der Zeit, der gerne als „Time-Line“, als gleichmäßig ... <a title="Termine im Chronos" class="read-more" href="https://www.pro-cras.de/termine/" aria-label="Mehr Informationen über Termine im Chronos">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Chronos<img decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-4122" src="https://www.pro-cras.de/wp-content/uploads/2020/10/uhrwerk-5b999893-9dc4-49b0-8689-20b976c2fb0f-300x163.jpg" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" srcset="https://www.pro-cras.de/wp-content/uploads/2020/10/uhrwerk-5b999893-9dc4-49b0-8689-20b976c2fb0f-300x163.jpg 300w, https://www.pro-cras.de/wp-content/uploads/2020/10/uhrwerk-5b999893-9dc4-49b0-8689-20b976c2fb0f.jpg 640w" alt="" width="300" height="163" /></h2>
<p>„Termine“ heißen nicht ohne Grund auch „Deadlines“, denn ihre Missachtung kann fatale Folgen haben. Termine sind die herausragenden Momente im Fluss der Zeit, der gerne als „Time-Line“, als gleichmäßig voranschreitende Linie vorgestellt wird. Zuständig bereits bei den alten Griechen war hierfür der Gott <strong>Chronos</strong>. Wir alle kennen ihn aus Begriffen wie Chronik, Chronometer oder Chronologie, die von einem regelmäßigen und verlässlichen Zeitablauf ausgehen.</p>
<p>Heute ist die Vorstellung der Zeit als stets gleichbleibender Fluss nicht mehr haltbar. Das erleben auch prokrastinierende Menschen anders. Für sie ist die sich immer neu rhythmisierende Außen-Zeit nicht hinreichend syn-chronisier-bar mit dem eigenen inneren Zeiterleben. Termine, Vorhaben und Entscheidungen finden für sie keinen klaren und verbindlichen Platz im Laufe ihrer Zeit. Die Positionierungen erfolgen freibleibend, und es wird beliebig Zugriff genommen auf Bereiche der Vergangenheit („das Rad zurückdrehen“) oder auf die Zukunft („auf morgen vertragen“, „prokrastinieren“).</p>
<h2><strong>Kairós<img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-4103" src="https://www.pro-cras.de/wp-content/uploads/2020/10/kaIROS-300x185.jpg" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" srcset="https://www.pro-cras.de/wp-content/uploads/2020/10/kaIROS-300x185.jpg 300w, https://www.pro-cras.de/wp-content/uploads/2020/10/kaIROS.jpg 475w" alt="" width="300" height="185" /></strong></h2>
<p>Jedes Ding hat seine Zeit. Einerseits, weil Zyklen sich in der Zeit wiederholen, andererseits, weil manches in seiner Art einmalig ist. Auch dies haben die alten Griechen in einer Götterfigur anschaulich gemacht: <strong>Kairós</strong>. Ein geflügelter Genius, der sich schnell nähert, mit einem dichten Haarschopf auf der Stirn und einem glatt rasierten Schädel am Hinterkopf. Er ist damit Sinnbild des richtigen Moments, der unvermittelt auftaucht, und den man entschlossen „<strong>beim Schopfe packen</strong>“ muss, da es sonst nichts mehr zu greifen gibt. Ein nicht ergriffener Kairós kann dann aus dem Fluss der Chronos-Zeit nicht die sich anbahnende Veränderung hervorbringen: Sinnbildlich trägt er daher als potenzieller Ereignisauslöser <strong>auf der Schneide eines Messers</strong> die <strong>Schicksalswaage</strong> des Menschen vor sich her.</p>
<p>Die Furcht vor der Endgültigkeit einer Entscheidung, die Angst, eine falsche Entscheidung zu treffen, und aus lauter Angst erst gar nicht zu entscheiden, die Blindheit und die Reaktionsschwäche gegenüber dem Moment der Entscheidung, und die Anwesenheit von entscheidungshemmenden Strukturen heißt dem entsprechend <strong>Kairophobie</strong>.</p>
<h2>Bewusstes Handeln in der Gegenwart</h2>
<p>Gegenwärtigkeit im Handeln setzt eine funktionierende Zeit-Bewusstheit voraus. Menschen, die prokrastinieren müssen, haben ihren Kontakt mit der Zeit verloren – sei es aufgrund belastender Erfahrungen, lebensgeschichtlicher Ereignisse, oder es war  für sie „einfach immer schon“ so.</p>
<p>Prokrastination orientiert sich dabei an den verschwommenen Spuren aus der <strong>Vergangenheit</strong>, fällt emotional in diese zurück, um sich gleich darauf in eine unvorbelastete <strong>Zukunft</strong> zu „beamen“ und damit die schützende Entlastung vorzuspielen. Sie erweist sich als „eine Störung, die darin besteht, <strong>nicht im Hier und Jetzt </strong>präsent sein zu können“. Diese Formulierung, die der Traumaforscher Peter Levine als charakteristisch für das Trauma gefunden hat, trifft deswegen auch für chronisches Prokrastinieren zu, weil das „Einfrieren“ im Handlungsfluss sehr oft aus der Wahrnehmung, Erfahrung oder Erwartung von Bedrohung entsteht – einer Art von Mini-Traumatisierung, die allgegenwärtig, aber nicht von jedem gleichermaßen leicht zu bewältigen ist.</p>
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		<title>Umschalten vom Grübeln zum Tun</title>
		<link>https://www.pro-cras.de/umschalten-vom-gruebeln-zum-tun/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Nellen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Aug 2018 09:20:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge chronologisch]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps und Tricks]]></category>
		<category><![CDATA[Erkenntnis]]></category>
		<category><![CDATA[Fokus]]></category>
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					<description><![CDATA[Tun ist besser als Überlegen Warum sollte das so sein, wo doch bei Ihnen das Nachdenken und Vorbereiten einen so großen Stellenwert hat, dass Sie die Entscheidung des In-die-Tat-Umsetzens immer ... <a title="Umschalten vom Grübeln zum Tun" class="read-more" href="https://www.pro-cras.de/umschalten-vom-gruebeln-zum-tun/" aria-label="Mehr Informationen über Umschalten vom Grübeln zum Tun">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Tun ist besser als Überlegen</h2>
<p>Warum sollte das so sein, wo doch bei Ihnen das Nachdenken und Vorbereiten einen so großen Stellenwert hat, dass Sie die Entscheidung des In-die-Tat-Umsetzens immer weiter vor sich herschieben? Weil Ihr zögerliches Überlegen, Ihre ängstlichen Befürchtungen immer nur einen kleinen, wenn auch auffälligen Realitätsausschnitt beleuchten: Ihren momentanen Zustand als Aufschieber. Die Gesamtheit Ihres Projekts ist aber doch viel größer. Es besteht schließlich nicht nur aus dem, was Sie gegenwärtig abhält, sondern vor allem und langfristig aus dem Gewinn, den Sie daraus ziehen wollen &#8211; aus Zukunft. Nur werden Sie diese interessanten Dimensionen nur erfassen, wenn Sie beginnen, alle Realitäten Ihres Projekts wirklich zu durchschreiten, anstatt zögerlich am Rande stehend zu verharren.</p>
<p>Will man Erkenntnisgrenzen erweitern, muss man vorwärtsgehen, nicht stehenbleiben – tun, nicht überlegen.</p>
<h2>Wenn Vorausplanung zur Prokrastination wird</h2>
<p>Stets kommt man beim Nachdenken (oder richtiger: Vorausdenken) zu einem Punkt, an dem zusätzliches Grübeln auch nicht einen Millimeter weiterbringt, ab dem der Erkenntnisgewinn durch Nachdenken auf null sinkt.</p>
<p>Wir alle verharren oft viel zu lange im Nachdenken – weit über den Punkt des maximalen Erkenntnisgewinns hinaus. Warum? Weil es bequemer ist. Weil es angenehmer ist, abzuwarten, als die Initiative zu ergreifen. Weil es sich sicherer anfühlt, allen Eventualitäten vorzubeugen, als etwas negativ Vorbelastetes positiv in die Tat umzusetzen. Weil das Risiko eines Misserfolgs beim Nachdenken null, beim Tun hingegen stets grösser ist. Darum erfreut sich das nachdenkende Vorsicherschieben derart großer Beliebtheit. Wer nachdenkt, reibt sich nie an der Realität und kann vermeintlich nicht scheitern – ein Trugschluss, denn auch Nicht-Tun ist eine sehr wirkungsstarke, wenngleich unsichtbare weil passive Form des Handelns.</p>
<h2>Das ideale &#8222;morgen&#8220; ist eine Illusion</h2>
<p>Der intensive Blick auf die inneren Befindlichkeiten lässt Sie Ihr Projekt aufschieben, denn er verschafft Ihnen die Illusion, Sie könnten durch ausreichend intensive gedankliche Einkehr auf die „ideale Welle“ stoßen, die Sie mit Ihrem Projekt leicht, motiviert und unbelastet ins Ziel trägt. Während Sie (in der Regel vergeblich) auf den glorreichen Moment warten, in dem alle Voraussetzungen perfekt zusammen passen, rudern Sie in einem Sumpf aus Befürchtungen, unklaren Gedanken und diffusen Gefühlsregungen herum, der Sie letztlich immer weiter in die Nicht-Erledigung hinabzieht.</p>
<blockquote><p>Feel the fear and do it anyway</p></blockquote>
<h2>Der richtige Moment ist jetzt</h2>
<p>Wenn Sie nächstes Mal wieder vor der Versuchung stehen, ihrem Projekt eine weitere Denk- und Vorbereitungspause zu verordnen, dann tun Sie dies gerne noch einmal, aber mit dem Ziel, ein letztes Mal intensiv darüber nachzudenken, und zwar bis hin zum Punkt, an Sie beginnen, sich gedanklich im Kreise zu bewegen. Sie werden ihn schnell erreicht haben. Dort angekommen, knipsen Sie die Taschenlampe Ihres engen Betrachtungsfokus aus und schalten den Breitband-Scheinwerfer des Tuns ein. Machen Sie sich weit, groß, umsichtig. Das weckt Ihre Kräfte, Ihre Kompetenzen, Ihre Reflexe und Ihren Spaß am Thema – den Sie möglicherweise vorher in dem kleinen Sichtfenster der Ängstlichkeiten und Befürchtungen noch gar nicht wahrnehmen konnten.</p>
<p>Kleine Korrekturen in dem Bereich des Zeitmanagements oder der Organisation, flankierende Maßnahmen in einem speziellen Fall (sh. &#8222;LEZGO!&#8220;) sind deswegen nicht unbedingt ausgeschlossen!</p>
<p>&nbsp;</p>
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