<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Grübeln &#8211; Heilpraxis für Psychotherapie und Prokrastinations-Coaching</title>
	<atom:link href="https://www.pro-cras.de/tag/gruebeln/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.pro-cras.de</link>
	<description>Prokrastinations-Coaching</description>
	<lastBuildDate>Thu, 23 Aug 2018 09:20:41 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://www.pro-cras.de/wp-content/uploads/2016/10/cropped-fav-32x32.png</url>
	<title>Grübeln &#8211; Heilpraxis für Psychotherapie und Prokrastinations-Coaching</title>
	<link>https://www.pro-cras.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Umschalten vom Grübeln zum Tun</title>
		<link>https://www.pro-cras.de/umschalten-vom-gruebeln-zum-tun/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Nellen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Aug 2018 09:20:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge chronologisch]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps und Tricks]]></category>
		<category><![CDATA[Erkenntnis]]></category>
		<category><![CDATA[Fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Grübeln]]></category>
		<category><![CDATA[Kairos]]></category>
		<category><![CDATA[Moment]]></category>
		<category><![CDATA[Reflex]]></category>
		<category><![CDATA[Spaß]]></category>
		<category><![CDATA[Vorausplanen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.pro-cras.de/?p=2250</guid>

					<description><![CDATA[Tun ist besser als Überlegen Warum sollte das so sein, wo doch bei Ihnen das Nachdenken und Vorbereiten einen so großen Stellenwert hat, dass Sie die Entscheidung des In-die-Tat-Umsetzens immer ... <a title="Umschalten vom Grübeln zum Tun" class="read-more" href="https://www.pro-cras.de/umschalten-vom-gruebeln-zum-tun/" aria-label="Mehr Informationen über Umschalten vom Grübeln zum Tun">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Tun ist besser als Überlegen</h2>
<p>Warum sollte das so sein, wo doch bei Ihnen das Nachdenken und Vorbereiten einen so großen Stellenwert hat, dass Sie die Entscheidung des In-die-Tat-Umsetzens immer weiter vor sich herschieben? Weil Ihr zögerliches Überlegen, Ihre ängstlichen Befürchtungen immer nur einen kleinen, wenn auch auffälligen Realitätsausschnitt beleuchten: Ihren momentanen Zustand als Aufschieber. Die Gesamtheit Ihres Projekts ist aber doch viel größer. Es besteht schließlich nicht nur aus dem, was Sie gegenwärtig abhält, sondern vor allem und langfristig aus dem Gewinn, den Sie daraus ziehen wollen &#8211; aus Zukunft. Nur werden Sie diese interessanten Dimensionen nur erfassen, wenn Sie beginnen, alle Realitäten Ihres Projekts wirklich zu durchschreiten, anstatt zögerlich am Rande stehend zu verharren.</p>
<p>Will man Erkenntnisgrenzen erweitern, muss man vorwärtsgehen, nicht stehenbleiben – tun, nicht überlegen.</p>
<h2>Wenn Vorausplanung zur Prokrastination wird</h2>
<p>Stets kommt man beim Nachdenken (oder richtiger: Vorausdenken) zu einem Punkt, an dem zusätzliches Grübeln auch nicht einen Millimeter weiterbringt, ab dem der Erkenntnisgewinn durch Nachdenken auf null sinkt.</p>
<p>Wir alle verharren oft viel zu lange im Nachdenken – weit über den Punkt des maximalen Erkenntnisgewinns hinaus. Warum? Weil es bequemer ist. Weil es angenehmer ist, abzuwarten, als die Initiative zu ergreifen. Weil es sich sicherer anfühlt, allen Eventualitäten vorzubeugen, als etwas negativ Vorbelastetes positiv in die Tat umzusetzen. Weil das Risiko eines Misserfolgs beim Nachdenken null, beim Tun hingegen stets grösser ist. Darum erfreut sich das nachdenkende Vorsicherschieben derart großer Beliebtheit. Wer nachdenkt, reibt sich nie an der Realität und kann vermeintlich nicht scheitern – ein Trugschluss, denn auch Nicht-Tun ist eine sehr wirkungsstarke, wenngleich unsichtbare weil passive Form des Handelns.</p>
<h2>Das ideale &#8222;morgen&#8220; ist eine Illusion</h2>
<p>Der intensive Blick auf die inneren Befindlichkeiten lässt Sie Ihr Projekt aufschieben, denn er verschafft Ihnen die Illusion, Sie könnten durch ausreichend intensive gedankliche Einkehr auf die „ideale Welle“ stoßen, die Sie mit Ihrem Projekt leicht, motiviert und unbelastet ins Ziel trägt. Während Sie (in der Regel vergeblich) auf den glorreichen Moment warten, in dem alle Voraussetzungen perfekt zusammen passen, rudern Sie in einem Sumpf aus Befürchtungen, unklaren Gedanken und diffusen Gefühlsregungen herum, der Sie letztlich immer weiter in die Nicht-Erledigung hinabzieht.</p>
<blockquote><p>Feel the fear and do it anyway</p></blockquote>
<h2>Der richtige Moment ist jetzt</h2>
<p>Wenn Sie nächstes Mal wieder vor der Versuchung stehen, ihrem Projekt eine weitere Denk- und Vorbereitungspause zu verordnen, dann tun Sie dies gerne noch einmal, aber mit dem Ziel, ein letztes Mal intensiv darüber nachzudenken, und zwar bis hin zum Punkt, an Sie beginnen, sich gedanklich im Kreise zu bewegen. Sie werden ihn schnell erreicht haben. Dort angekommen, knipsen Sie die Taschenlampe Ihres engen Betrachtungsfokus aus und schalten den Breitband-Scheinwerfer des Tuns ein. Machen Sie sich weit, groß, umsichtig. Das weckt Ihre Kräfte, Ihre Kompetenzen, Ihre Reflexe und Ihren Spaß am Thema – den Sie möglicherweise vorher in dem kleinen Sichtfenster der Ängstlichkeiten und Befürchtungen noch gar nicht wahrnehmen konnten.</p>
<p>Kleine Korrekturen in dem Bereich des Zeitmanagements oder der Organisation, flankierende Maßnahmen in einem speziellen Fall (sh. &#8222;LEZGO!&#8220;) sind deswegen nicht unbedingt ausgeschlossen!</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Riiisikooo!</title>
		<link>https://www.pro-cras.de/riiisikooo/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Nellen]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Aug 2018 15:23:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge chronologisch]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps und Tricks]]></category>
		<category><![CDATA[Grübeln]]></category>
		<category><![CDATA[Kröte]]></category>
		<category><![CDATA[schlucken]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.pro-cras.de/?p=2244</guid>

					<description><![CDATA[Im Handeln und Entscheiden liegt immer auch das Risiko des Fehlers Niemand macht gerne Fehler. Im Zweifelsfall wird daher das Aufschieben gerne als (Schein-)Lösung gewählt. Für alle sichtbar geschieht das ... <a title="Riiisikooo!" class="read-more" href="https://www.pro-cras.de/riiisikooo/" aria-label="Mehr Informationen über Riiisikooo!">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Im Handeln und Entscheiden liegt immer auch das Risiko des Fehlers</h2>
<p>Niemand macht gerne Fehler. Im Zweifelsfall wird daher das Aufschieben gerne als (Schein-)Lösung gewählt. Für alle sichtbar geschieht das offenbar besonders gerne in  Großprojekten wie Flughäfen oder Bahnhöfen, aber auch bescheidenere Projekte bleiben regelmäßig im Sumpf der Nichtentscheidung stecken. Die Einsetzung von kontroversen Planungskommissionen, Kontrollinstanzen und überschneidenden Kompetenzen leisten der Nichtentscheidung weiteren Vorschub. Aus der Entscheidungs- oder Handlungsohnmacht wird dann gerne eine besondere Art der Bequemlichkeit, die sich die Mühe der Wiederaufnahme des verlorenen Fadens nicht mehr machen will.</p>
<p>Hier kommen dann auch all die Unzulänglichkeiten, die naturgemäß jedem Projekt innewohnen, voll zum Tragen, dann gerne in immer neuen Ergänzungs- und Reparaturschleifen nachgebessert zu werden. Längere Zweifels- oder Abwägungszeiten bringen in der Regel aber keine besseren Ergebnisse, weil die Argumente meist schnell bekannt sind und nur noch immer neu diskutiert werden. Anders sieht es aus, wenn neue Parameter ins Spiel gebracht werden.</p>
<p>Die Vermeidung von vorschnellem Entscheiden und Handeln ist daher ein akzeptables Motiv für ein kontrolliertes Aufschieben. Wenn es beispielsweise darum ginge, eine eklige Kröte zu schlucken, hätte die Suche nach Alternativen berechtigten Vorrang.  Sollte dieser Akt aber sich als unvermeidlich erweisen, ist es nicht hilfreich, das Tier weiter intensiv zu begutachten, anstatt schnell und entschlossen zur Tat zu schreiten. Weiteres Zögern birgt ein erhöhtes Risiko, dass das unvermeidliche Vorhaben uns zu allem Übel noch im Halse stecken bleibt.</p>
<h2>Der Punkt des &#8222;maximalen Grübelns&#8220;</h2>
<p>Ihn hat der schweizerische Autor Rolf Dobelli (&#8222;Die Kunst des klaren Denkens&#8220; und &#8222;Die Kunst des klaren Handelns&#8220;) in Hinblick auf seine schriftstellerische Erfahrung geschildert und auch in größeren, unternehmerischen Kontexten wiedergefunden. Gründliches und zeitintensives Nachdenken im Vorfeld einer Erledigung oder Entscheidung kann anfangs durchaus noch Erkenntnisgewinn bringen, der aber im Laufe der Zeit immer geringer wird, während die Risiken aus der Verzögerung spürbar ansteigen.</p>
<p>In seinem Artikel vom 22.4.2017 in der NZZ fasst er dies wie folgt zusammen&#8220;</p>
<blockquote><p>Verglichen mit der Taschenlampe des Nachdenkens, ist das Tun ein wahrer Scheinwerfer.</p></blockquote>
<p>Bevor also das Nachdenken über Prokrastination zu einer speziellen und nur noch intellektuellen  Variante des Aufschiebens wird, bevor das Grübeln zielgenau in die Perfektion führt, und bevor der Wunsch nach 100 %iger Risikovermeidung jede weitere Aktivität lähmt, empfehle ich einen mutigen Schritt nach vorn, der durch knappe aber gründliche Vorbereitung, begrenzte Schrittlänge und klare Zielsetzung sichernd flankiert wird.</p>
<p>Dies würde dann ein (erster) Schritt sein, der zwar auch dem Raumgewinn, in dieser Position aber vor allem dem bewussten  Umschalten vom Zögern zum Tun, und dem beglückenden Erleben des neugewonnen  Handlungsimpulses dient.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
