Strategie und Methodik

 

A. Strategie 

Prokrastination ist ein psychologisches, ökonomisches und ökologisches Phänomen, dessen Komplexität sich sehr leicht der einfachen Willensbezeugung entzieht, obwohl die Folgen erschreckend und leicht abzusehen sind.

Prokrastination ist etwas anderes als einfach nur „unzureichendes Zeitmanagement“ oder „fehlender Wille“. Wie also vorgehen, um Prokrastination unnötig zu machen?

Unsere Arbeit mit dem Aufschiebe-Verhalten zeigt sehr deutlich:

  1. Prokrastination ist nicht die „Krankheit“, sie ist aber ein „nützliches Symptom“;
  2. als Symptom erlaubt es, ein ungewolltes Aufschiebeverhalten zu verstehen und zu Ihrem Vorteil zu nutzen;
  3. Prokrastinations-Coaching und therapeutische Unterstützung sind sinnvolle Ergänzung bzw. Wiederbelebung einer ins Stocken geratene Eigeninitiative;
  4. als vorbereitender Schritt bewährt sich die Mikro-Analyse des für Sie typischen Aufschiebe-Auslösers.  Unser →LEZ GO!©-Check ist hierfür ein erster wertvoller Hinweisgeber.

Darüber hinaus berücksichtigen wir

  • das sich akut äußernde Prokrastinations-Problem
  • ihren lebensgeschichtlichen Vorlauf,
  • den zu erwartenden Einfluss auf Ihre Zukunft.

Vor diesen Hintergrund verfolgen wir folgende

3-fach-Strategie

  1. die fallbezogene Direktversorgung der aktuellen Aufschiebeproblematik,
  2. die Aufarbeitung der Voraussetzungen, an denen sich das aufschiebenden Verhalten festmacht,
  3. die mentale und emotionale Neuausrichtung zur Vermeidung künftiger Prokrastinations-Reflexe.

Sie wird getragen durch eine gezielt auf Ihr Thema abgestimmte

B. Methodik

Die von Prokrastination Betroffenen haben oft schon eine Reihe von ergebnislosen Behandlungsversuchen hinter sich, sodass mit der Frage nach der angewendeten Behandlungsmethodik auch als Frage nach der Wirksamkeit zu verstehen ist.

Die Tendenz zum Prokrastinieren ist eng verbunden mit lebensgeschichtlichen Umständen, die sehr persönlich sind und sich nicht verallgemeinern lassen. Wir haben deswegen ein breites und individualisierbares Methoden-Repertoire entwickelt, das sowohl auf klassische Verfahren der Verhaltenstherapie und der Psychodynamik zurückgreift wie auf moderne Coaching-Methoden, Mentaltechniken, Lerntechniken, Techniken der Zielfindung und Motivierung und der lösungsorientierten Kurztherapie.

Seiner Anwendung liegt ein erprobtes Ablaufschema zugrunde:

  • ein analytischer Blick auf das vorgetragene Aufschiebeverhalten (LEZ GO!©-Check)
  • eine stets ausführliche Information über die möglichen Veränderungsmaßnahmen
  • die gemeinsame Entwicklung eines individuellen und situationsgerechten Behandlungskonzepts
  • ein räumlicher, zeitlicher und finanziell überschaubarer Rahmen, der in einer gemeinsamen Behandlungsvereinbarung festgehalten wird.

Am Anfang: der LEZ GO!©-Check

Unser Basis-Analyse-Tool, mit dem wir den/die inneren und äußeren Prokrastinations-Auslöser identifizieren, und das uns den weiteren Behandlungsweg weist.

Hinter der Abkürzung LEZ GO!© verbirgt sich ein hochwirksamer (Selbst-)Befragungsprozess, der direkt zu den Ursachen und Auslösern einer immer wiederkehrenden Prokrastination führt.

Weitere Grundlagen für unsere Arbeit

Nicht selten wird uns im Orientierungsgespräch die Frage nach den verwendeten Methoden gestellt. Das ist verständlich, da viele Betroffenen bereits einige, meist wenig erfolgreiche Behandlungsversuche hinter sich haben. Die vielschichtige Gemengelage im Moment des Aufschiebereflexes ist von der Psychologie wie von der Verhaltensökonomie erforscht worden. Wir haben hieraus die für uns überzeugendsten Schlüsse gezogen und ein umfassendes und gleichzeitig auf den Einzelfall ausrichtbares Coaching- und Behandlungskonzept entworfen. Es stützt sich u.a. auf

die Ergebnisse der Volitions- und Motivationsforschung, z.B. durch J. Kuhl und H.G. Petzold

das Modell der Leistungsmotivation nach Atkinson, dem Erwartung/Wert-Modell von Eccles.

die „Prokrastinationsformel“ des Verhaltensökonoms Dr. Piers Steel. („ELZA“)

die Forschungen zum „Rubikon-Modell“, ein von Grewe und Gollwitzer vorgestelltes motivationspsychologisches Prozessmodell für zielrealisierendes Handeln.

das Zürcher Ressourcen Modell (ZRM®) von Storch und Kraus.

Da der Aufschiebereflex in hohem Maße emotional begründet wird, sind uns emotions-therapeutische Ansätze hilfreich.

Ebenso arbeiten wir mit Methoden der KVT (Kognitiven Verhaltens-Therapie) und mit psychodynamischen Methoden.

Für die Nachverarbeitung belastender und hemmender Erinnerungen ist uns die Methode des EMDR (Francine Shapiro et.a.) eine gründlich erforschte Methode, die wir im wingwave®-Coaching zur Prozesskontrolle und zur Ergebnissicherung mit einem kinesiologischen Körperfeedback unterstützen.

Die Beobachtungen, die der Körpertherapeut Stanley Rosenberg bezüglich der Rolle des autonomen Nervensystems und im Speziellen des zweigeteilten Vagus- und des sympathischen Nervensystems (Polyvagal-System nach Stephen Porges) bei der Zurückhaltung von Erledigungen und Entscheidungen veröffentlicht hat, findet in unserer Arbeit ebenfalls ihren Niederschlag.

Priming“ ist ein weiteres Instrument zur Unterstützung einer durch Prokrastination bedrohten Aufgabe. Priming beschreibt den neuronalen Aufbau einer inneren Grundstimmung, welche die Erledigung einer Sache begleitet.

Die Summe dieser und weiterer psychologischer, sozialwissenschaftlicher und verhaltensökonomischer Erkenntnisse und Verfahren wird ergänzt durch Ihre ganz persönliche Prokrastinations-Erfahrung, die Sie in unser gemeinsames Gespräch mit einbringen.

Tipps und Tricks als interessante Prokrastinations-Hacks

Wer unter seiner Aufschiebegewohnheit leidet, möchte sie loswerden und findet Internetlinks und Literatur zuhauf – hat sie vielleicht auch schon aufgesucht.

Auch auf unserer Website finden sich eine Reihe von Hinweisen, vor allem im pro-cras-Blog und unter dem Link → 72 Tipps und Tricks.

Tipps und Tricks sind vor allem hilfreich im Verständnis des Aufschiebeverhaltens und unterstützen in praktischer Weise die Anti-Prokrastinationsarbeit.

In einem ausführlichen und kostenlosen → Orientierungsgespräch geben wir Ihnen gerne alle Informationen, die Sie benötigen – kostenlos.

 

 

Weiterführende Informationen: E-Mail: info@pro-cras.de, Tel. fix: 0211 999 1656, Tel. mobil: 01520 988 7 966