Prokrastination und Burnout

Eigentlich kann es so nicht mehr weitergehen. Aber es muss irgendwie weitergehen.  Weil kein anderer Weg erkennbar ist. Also macht man weiter, man funktioniert, aber man kommt nicht weiter. Nicht für sich, höchstens noch für die andern – aber auch das immer weniger.

Prokrastination entsteht meist aus zwei Ursachen heraus: aus Unterforderung und aus Überforderung. Erstere merkt man, wenn man sich zu oft langweilt und man sich irgendetwas Spannenderes heranzieht, das die Zeit aufsaugt, die am Ende des Tages fehlt, und im Morgen erhofft wird. Letzteres äußert sich in Stoßseufzern wie: „Ich schaff das nicht mehr!“ oder „Das wird mir alles viel zu viel!“.

Natürlich schafft man dann doch noch das, was sich dringend macht. So ist man eben: Pflichtbewusst und loyal. Aber was WICHTIG wäre, dafür ist keine Zeit: Man selber, und die eigenen Interessen, Wünsche und Bedürfnisse. Sie kommen zu kurz, werden auf später verschoben, weil einfach keine Zeit ist. Und wenn sich dann doch einmal ein kleines Zeitfenster auftut, kann man es nicht nutzen. Weil man müde ist und ausgelaugt, und weil man verlernt hat, sich um sich selbst zu kümmern.

Ein solcher Raubbau an sich selber (und meistens gleichzeitig an seiner Umgebung) geht nicht gut – und kann es auch nicht. Denn es gibt keine Perspektiven. Und Perspektiven, Hoffnungen und Träume brauchen wir. Nicht zum Funktionieren, sondern um zu leben.

Wenn Dinge aufgeschoben werden, weil man seine Zeit nicht mehr planvoll und befriedigend nutzen kann, zeigt sich Prokrastination wieder einmal von ihrer guten, ihrer fürsorglichen Seite. Sie will schützen, und sie zeigt, an welcher Stelle dieser Schutz notwendig ist.

Unser LEDZ GO!©-Scan zeigt Ihnen, wie Sie diese Informationen abrufen und für sich verwenden können.

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