So funktioniert der LEZGO!©-Check

Als ein allseits bekanntes Aufschiebe-Thema könnte die Steuererklärung uns als Beispiel dienen: Sie ist wichtig, für manchen aber auch irgendwie unangenehm. Und genau bei diesem „irgendwie“ geht es los: Solange wir nicht wissen, aus welcher inneren Ecke sich die Aversion meldet, bleiben wir in einer unbestimmt-vorsichtigen Zurückhaltung verfangen, die wir  allerdings leicht in ein aktives Handeln umwandeln könnten, wenn wir nur wüssten, wovor uns unsere Befürchtung bewahren will.

Hier hilft uns der LEZGO!©-Check: Die Buchstabenfolge LEZGO führt uns systematisch an die möglichen sensiblen Punkte, von denen unser „Hänger“ ausgehen kann.

So steht der erste Buchstabe L für den Begriff Lernen, also letztlich für alle Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten, deren Fehlen dafür sorgen könnte, dass wir von einer Erledigung vorsichtshalber die Finger lassen. Wir wollen  gerne die Dinge richtig machen, und wir befürchten Nachteile aus irgendwelchen Bearbeitungsfehlern. Wenn wir das bei uns feststellen, könnten wir uns also Ratgeber besorgen, oder uns fachliche Hilfe holen.

Etwas delikater wird es mit dem Buchstaben E, der für Emotionen steht, und mit alten Erfahrungen oder künftigen Erwartungen zu tun hat, die diese Emotionen in uns auslösen. Wenn wir eine Steuerrückzahlung erwarten, werden uns positive Emotionen wunderbar motivieren. Haben wir aber vorwiegend ärgerliche Auseinandersetzungen mit dem Finanzamt  in unserer Erinnerung abgespeichert, die wir nicht noch einmal erleben wollen, wird sich das nachhaltig lähmend auf unsere Begeisterung für die Steuererklärung auswirken. In diesem Fall gilt es, diese Verknüpfung zunächst zu erkennen, um in einem zweiten Schritt den substanziellen Unterschied des damaligen Geschehens und der heutigen Situation klarzumachen.

Der Buchstabe Z steht für unser Ziel und die Motivation, die uns dazu bringen soll, es zu erreichen. Vielleicht heißt das Ziel einfach nur, eine lästige Pflicht hinter sich zu bringen, was für einen pflichtbewussten Menschen durchaus schon eine ausreichende Motivation darstellen kann. Vielleicht winkt ja auch eine hübsche Rückzahlung, oder eine selbst versprochene Belohnung. Ziele sind wichtige Quellen für Motivation. Sie sollten daher wirklich konkret (spezifisch) sein, qualitativ und quantitativ messbar sein, attraktiv, tatsächlich machbar und zeitlich bindend formuliert sein. Man nennt sie so auch SMARTe Ziele. Wenn die Zielsetzung allerdings „nur“ in der Vermeidung einer Mahnung oder eines Versäumniszuschlags besteht, ist sie möglicherweise nicht stark genug und trägt nicht ausreichend zur Überwindung des Widerstands bei!

Der Buchstabe G will daran erinnern, dass uns schwierig Erledigungen leichter fallen, wenn wir gesundheitlich und mental fit sind. Wenn uns bereits wegen einer heftigen Grippe der Schädel brummt, können wir nicht viel Kampfgeist von unserem Körper verlangen, und wenn großer Kummer uns belastet, könnte auch das ein guter Grund sein, sich lieber Hilfe und Unterstützung von außen zu besorgen.

Aber auch schon gesunder Schlaf und frische Luft in ausreichender Menge kann unser Resilienzpotenzial soweit anheben, dass wir die Herausforderungen einer Steuererklärung ohne weiteren inneren Widerstand annehmen können.

Der Buchstabe O steht für Organisation und Ordnung. Ob Ihnen dabei der Zustand Ihres Arbeitsplatzes in den Sinn kommt oder die Unzulänglichkeiten Ihrer Zeitplanung, Organisation und Ordnung sind gerade in Situationen mit festem Abgabetermin ganz wesentliche Stellschrauben, um der Durchführung ihren stressigen Grundcharakter nehmen.

Das Ausrufezeichen ! zu guter Letzt steht für die Aufforderung, dort, wo Schwachstellen auftauchen, sich die typischen Begleitumstände zu vergegenwärtigen und sich selber zu befragen:

a) welches ist die konkret erinnerbare Leidenserfahrung oder Bewertung,

b) welche Gedanken oder Überzeugungen sind daran beteiligt, und

c) inwieweit haben diese Schatten der Vergangenheit heute noch eine konkrete Bedeutung. In den meisten Fällen wird sich herausstellen, dass frühere Szenarien nur noch einer automatischen Wiederholungsgewohnheit folgen, und einem Vergleich mit der heutigen konkreten Situation nicht standhalten – was den verzögernden Emotionen unmittelbar den Boden entzieht.

Wo dies nicht gelingt, sollten Sie sich nicht scheuen, den Ursachen intensiver und ggf. auch mit kundiger Begleitung auf die Spur zu kommen. Dann gilt umso mehr, dass Prokrastination immer ein wertvoller Hinweisgeber ist für alles, was sich in uns gegenüber einer anstehenden Erledigung oder Entscheidung querstellt, und den wir für uns nutzen sollten.

Ein ausführliches telefonisches Orientierungsgespräch wird erste Klarheit schaffen, ist ohne Verpflichtung und kostenfrei! Du kannst es hier vereinbaren:

info@pro-cras.de – 0211 999 1656 – 01520 988 7 966