Die „Zweite Luft“

 

Sie kennen die „Zweite Luft“ vielleicht vom Langstreckenlauf, wenn entgegen aller Frustration und Müdigkeit der Sportler plötzlich neue Kraft aufbringt, um noch einmal zu Höchstleistungen aufzulaufen.

Dabei sind nicht etwa der Mut der Verzweiflung oder eine besondere spirituelle Eingebungen im Spiel, sondern es sind konkrete physiologische und mentale Veränderungen, die in dieser scheinbar ausweglosen Situation wirksam werden: Ein sich jetzt erst einstellendes richtiges Gleichgewicht an Sauerstoff, das der Ansammlung von Milchsäure in den Muskeln entgegenwirkt, ein innerer Antrieb, dass noch etwas veht und gehen muss, und genau der Schub an Endorphinen, der nötig ist, um neue Einschätzungen zu entwickeln, und der die Schmerzen und Befürchtungen vergessen lässt.

Nicht zufälligerweise vergleichen wir hier den langen Kampf gegen die Prokrastination mit einem Marathonlauf (oder ist es schon der Iron-Man?):

Die Strecke ist lang und wird immer länger dadurch, dass das Ärgernis Prokrastination sich immer wieder neu in den Weg stellt. Nach jedem überwundenen Anstieg kommt ein noch steilerer. Mit neuen scheinbar unlösbaren Herausforderungen. Die Folgen lasten schwer, und der Frust wächst.

Hier entsteht der „Second Wind“ durch das Mobilisieren der der nicht genutzten Reserven, durch einen neuen und klaren Blick auf das Ziel, durch eine bewusstere Einteilung der Strecke und der Ressourcen, und sehr oft auch durch einen Coach, der ein paar Meter nebenher läuft und hilft, kräftezehrende „maladaptive“ Abläufe zu erkennen und zu unterbrechen.

Weil – und das haben Sie längst gemerkt – Anstrengung allein nicht hilft.

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