Prokrastination aus Zeitnot

Du wärst nicht der Erste, der aus Zeitmangel aufschiebt. Der heutige Tag hat nur 24 Stunden, Und morgen ist ein neuer Tag mit reichlich neuen Stunden. Aber kann man sich darauf verlassen, dass die alle noch frei sind für das, was da noch von gestern (und vorgestern) unterzubringen ist?

Zeit-Management ist ein großes Wort, und eine noch größere Herausforderung.

Wie man mit der raren Ressource Zeit umgehen soll, dafür gibt es ein unüberschaubares Angebot an Ratschlägen, kostenlosen oder auch teuren Produkten – im Buchhandel, bei den Kalender-Herstellern, im Internet, auf dem Seminar-Markt, als Apps für das Smartphone und größere Geräte. Das alles zu sichten ist zeittechnisch unbefriedigend, muss aber sollte trotzdem passieren. Einfach weil kaum jemand beigebracht bekommen hat, wie man sich gut strukturiert.

Sehen wir uns das ganze aus der Nähe an (nach der bewährten Regel: angeblich unüberschaubare Fragestellungen werden alleine schon dadurch übersichtlicher, dass man sich ihnen nähert, um aus der Nähe ihre Einzelteile zu erforschen).

Wer selten oder wenig intensiv mit elektronischen Geräten umgeht, sollte es sich 3 mal überlegen, ob er wirklich in die Meander eines ausgefeilten elektronischen Planers einsteigen will.

Planer-Apps auf dem Smartphone erfordern zusätzlíche Entscheidungen: kostenfrei?, mit Werbung?, im Abo?, auf Deutsch?, synchronisiert mit dem PC?, Internet-vernetzt?

Wer sich konventionell organisieren will, kann sinnvoll aus eines der vielen papierbasierten Produkte zugreifen: für die Jackentasche, die Handtasche, den Schreibtisch, zum Abreißen, zum unterlegen oder an die Wand hängen. Nur zu oft dann hat man dann überall Planungsfragmente und keine Übersicht mehr.

Wer der papierbasierten Planung seine individuelle Note geben will, kann sich seinen Planer selber machen. Kreative Ideen gibt es auf YouTube –  Stichwort „Bullet Journal“.

Als ein sympathische Mischwesen aus vorgefertigtem Terminkalender und individueller Freiheit bietet sich ein Buch-Kalender im Stil von „Klarheit“ (www.halloklarheit.de) an.

Grundsätzlich muss man wissen: Planen muss geplant und in Gang gehalten werden – wie ein Tamagotchi: Zu wenig gefüttert verhungert es, zu viel, platzt es aus allen Nähten.

Die Entscheidung für ein zur eigenen Person passendes Planungs-Tool geht nicht ohne ein gewisses Zeit-Investment. Darauf zu verzichten ist allerdings keine Lösung.