pro-cras Methodik

 

Die Anamnese“: der LEZ GO!©-Check

Unser Analyse-Tool, mit dem wir den/die inneren und äußeren Prokrastinations-Auslöser identifizieren, und das uns den weiteren Behandlungsweg weist.

Bevor wir uns auf die Suche nach eventuellen lebensgeschichtlichen Verursachern des Aufschiebeverhaltens machen, widmen wir uns zunächst der Eingrenzung der typischen akuten Auslösefaktoren mittels unserer  Funktions-Analyse „LEZ GO!“. Hinter dieser Abkürzung verbirgt ein hochwirksamer (Selbst-)befragungsprozess, der direkt zu den immer wiederkehrenden Prokrastinationsauslösern führt.

Denn typischerweise

  • werden besonders oft Projekte aufgeschoben, bei denen wir befürchten, dass es bestimmte Kenntnisse, Fähigkeiten oder Fertigkeiten gibt, die für die geplante Erledigung erst noch zu lernen (L) wären –
  • sind oft starke Emotionen (E), die uns deswegen zurückhalten können, weil sie auf nicht geklärten frühen Erfahrungen oder auf nicht realistischen Erwartungen beruhen,
  • fehlt oft eine situationsgerechte Zielbeschreibung (Z), eine ausreichende Übereinstimmung mit den momentanen Bedürfnissen und daher auch eine echte Motivation für das Projekt → https://www.pro-cras.de/welche-ziele-bringen-uns-weiter/ – vielleicht schützt das Prokrastinieren vor einem verborgenen Motivkonflikt oder einer übermotivierten Selbstausbeutung und drohendem Burnout, vielleicht auch vor sog. Selbstinfiltration: der Gefahr, die Erwartungen anderer als eigene Ziele fehlzuinterpretieren –
  • wird unsere körperliche und mentale Gesundheit (G) viel zu selten als ursächlich für ein zögerliches und aufschiebendes Verhalten in Betracht gezogen. Tatsächlich aber können die Auswirkungen einer körperlichen Störung zum Rückgang des Antriebs, der Konzentration oder der Lust zum Anfangen, Durchhalten oder Zu-Ende-bringen führen –
  • schlagen sich Schwächen in der äußerlichen oder persönlichen Ordnung (O) und Organisation in der Bereitschaft zur Durchführung  des Projektes nieder:  z.B. in der zeitlichen, in der materiellen, in der räumlichen oder auch in der personellen Strukturierung unseres Vorhabens –
  • verdienen die Einflussgrößen, die unsere übergroße Ablenkbarkeit (!) und den Verlust der Konzentration bewirken, eine vorrangige Beachtung.

Weitere Grundlagen für unsere Arbeit

Die vielschichtige Gemengelage im Moment des Aufschiebereflexes ist von der Psychologie wie von der Verhaltensökonomie erforscht und in unterschiedlichen Theorien festgehalten worden, die in unserer Anti-Prokrastinationsarbeit zur Anwendung kommen.

Das Modell der Leistungsmotivation nach Atkinson, dem Erwartung/Wert-Modell von Eccles.
Die „Prokrastinationsformel“ des Verhaltensökonoms Dr. Piers Steel.
Die Forschungen zum „Rubikon-Modell“, ein von Grewe und Gollwitzer vorgestelltes 
motivationspsychologisches Prozessmodell für zielrealisierendes Handeln.
Das Zürcher Ressourcen Modell (ZRM®) von Storch und Kraus.
Da der Aufschiebereflex in hohem Maße emotional begründet wird, ist uns die Arbeit mit dem Emotionsgedächtnis hilfreich.
Für die Nachverarbeitung belastender und hemmender Erinnerungen ist uns die Methode des EMDR eine gründlich erforschte Methode, die wir im wingwave®-Coaching zur Prozesskontrolle und zur Ergebnissicherung mit einem kinesiologischen Körperfeedback verbinden.
Priming“ ist ein weiteres Instrument zur Unterstützung einer durch Prokrastination bedrohten Aufgabe. 
Priming beschreibt den neuronalen Aufbau einer inneren Grundstimmung, welche die Erledigung einer Sache begleitet.

Die Summe der psychologischen, sozialwissenschaftlichen und verhaltensökonomischen Erkenntnisse wird ergänzt durch Ihre ganz persönliche Prokrastinations-Erfahrung, die Sie in unser gemeinsames Gespräch miteinbringen.

Tipps und Tricks als Nothilfe-Set

Wer unter seiner Aufschiebegewohnheit leidet, möchte sie loswerden und findet Internetlinks und Literatur zuhauf – hat sie vielleicht auch schon aufgesucht.

Auch auf unserer Website finden sich eine Reihe von Hinweisen, vor allem im pro-cras-Blog und unter dem Link →72 Tipps und Tricks.

Tipps und Tricks sind vor allem hilfreich im Verständnis des Aufschiebeverhaltens und unterstützen in praktischer Weise die Anti-Prokrastinationsarbeit.

In einem ausführlichen und kostenlosen Orientierungsgespräch geben wir Ihnen gerne alle Informationen, die Sie benötigen – kostenlos.

 

pro-cras Prokrastinations-Beratung: info@pro-cras.de, fix: 0211 999 1656, mobil: 01520 988 7 966