kränkende Ehrlichkeit

Prokrastination hat meist ihre Wurzeln dort, wo wir nicht hinschauen. Die Wunderpille allerdings, die das Aufschiebe-Symptom einfach auflöst, gibt es so nicht. Nur Ehrlichkeit hsich selbst gegenüber hilft, auf die Dauer, und die braucht zumindest am Anfang einen geschützten Raum

In der Therapie findet man ihn -uns  auch den Impuls, ihn zu nutzen. Die hinter einem scheinbar unüberwindbaren Aufschiebe-Verhalten versteckte, Angst und Wut dürfen sich zeigen, starke Emotionen stehen dem klaren Blick auf das Geschehen nicht mehr im Wege.

Alles soll möglich sein

Wir lieben es, die Dinge um uns herum steuern und kontrollieren zu können. So ein unkontrollierbarer Aufschiebe-Impuls läuft also nicht nur der Aufgabe, sondern auch unserem Selbstverständnis zuwider. Er macht den Macher „macht“los.

Keine Selbst-Verteidigung!

Auch in der therapeutischen Auseinandersetzung mit der Prokrastination gilt die Regel: Es gibt nichts zu verteidigen. Damit ist gemeint, dass die Fragen, die sich zum Thema stellen, nicht als Angriff, als Schuldzuweisung zu verstehen sind, sondern als Ansatz zur Hilfestellung. Auch wenn die alten Selbstschutzmechanismen auch hier versuchen werden, vor Kränkungen zu bewahren, sollten ganz bewusst darauf geachtet werden, dass die Hinweise und Anregungen als konstruktive Beiträge und nicht als Zerstörungsstrategie zu verstehen sind. In diesem Sinne ist es nicht wichtig, ein altes „Recht“ zu haben und zu verteidigen, sondern neuen

Raus aus der Konfrontation

Wo aufgeschoben wird, ist immer Widerstreit im Spiel. Idealbilder konkurrieren mit der Realität, Können und Wollen stehen sich im Wege, und der ständige Kampf hat sich längst zermürbend ausgewirkt. Daher wird das übergeordnete Therapieziel immer sein: Innerer Frieden, Befreiung, Auflösung der inneren Widerstände, ein wohlwollender Umgang mit sich selbst.