Resilienz

Die Fähigkeit, Krisen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen, beruht auf der Möglichkeit, auf innere Ressourcen zurückzugreifen.

Was aber, wenn die Vermittlung wesentlicher Widerstands- und Durchhaltetechniken sozial und erzieherisch ausgeblieben ist? Kann Resilienz auch später noch nachträglich wirksam vermittelt werden?

Ist Resilienz nur ein Erklärungsmodell für wider Erwarten starkes Verhalten trotz widriger Umstände, oder auch eine aktiv erwerbbare Fähigkeit? Schließlich entstehen nach durchgängiger Meinung der Psychologen die Tendenzen für Schwäche, Bequemlichkeit, Abhängigkeit und Konfliktvermeidung in ungünstigen (Bindungs-)Erfahrungen des Kleinkindes, sind somit oft älter als die individuelle Bewusstheit und damit kaum einer nachträglichen Korrektur zugänglich – oder?

Unsere Lebens- und Arbeitsrealitäten bringen uns fast unvermeidbar gelegentlich an die Grenzen unserer Widerstands- und Durchhaltekräfte. Müssen wir kapitulieren, dem Burnout anheimfallen, das Nichtschaffbare immer wieder neu prokrastinieren in der Hoffnung, dass „morgen“ alles besser wird? Oder kann fehlende „Resilienz“ aufgefüllt werden?

Vorab: Ja, das ist möglich!

Die Fähigkeit zur inneren Stärke und besseren Belastbarkeit kann nacherworben werden.

Wir können heute davon ausgehen, dass sowohl erworbene, antrainierte Eigenschaften wie Ängstlichkeit, Mutlosigkeit oder Zögerlichkeit abgelegt, überschrieben, ersetzt werden können. Auch in Fällen, wo bereits das Angstverhalten eines Elternteils genetisch weitergegeben wurde, sind Veränderungen dank der lebenslangen Formbarkeit („Plastizität“) des Gehirns jederzeit möglich.

Daher ein konsequentes Resilienz-Training oft ein wesentlicher Bestandteil unseres Behandlungsprogramms, das die Überwindung von schädigenden Prokrastinationsgewohnheiten zum Ziel hat.

Das 6-Schritte-Programm zur Wiederherstellung bzw. Förderung von persönlicher Resilienz:

  • Standortbestimmung/IST-Analyse nach dem „LEZGO!“-Programm (Lerndefizite, Emotionen, Zielorientierung, Gesundheit, Organisation, das Besondere)
  • Benennung fremder Auftraggeber und Überzeugungen
  • Konflikte benennen und konfrontieren
  • Vergrößerung von Handlungsspielräumen
  • Einübung der STOPP-Funktion
  • Praxistraining und Implementierung

Für weitere Information wenden sie sich bitte an:
pro-cras Prokrastinations-Therapie und -Coaching

info@pro-cras.de, 0211 999 1656, 01520 988 7 966