Prokrastinieren an der Uni und im Betrieb

Johannes Hoppe vom Institut für Psychologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg kommt in einer neuen Studie zu dem Ergebnis,  dass Studierende, die Abschlussarbeiten aufschieben, oft nicht einfach nur faul oder willensschwach … weiterlesen

Gebildet, reich und gut aussehend

Für manche unserer Pläne haben wir uns Bedingungen gestellt, die wir erst erfüllt wissen wollen, bevor wir uns an die Arbeit machen können: Erst die Ausbildung fertig, erst im Lotto gewonnen, erst die nötige Sicherheit haben. Erst abwarten, bis wir wirklich perfekt vorbereitet sind.

Ein schöner Vorsatz, vorausgesetzt, die Pläne brauchen wirklich existentiell genau diese Qualifikationen, um sich ihnen nähern zu dürfen. Oft aber wird hier etwas verwechselt: Die angeblichen Bedingungen sind gar nicht Voraussetzungen, sondern vielleicht eher Begleiterscheinungen oder Resultate, die sich gut und gerne im Laufe des Projektes einstellen – oder sich als völlig verzichtbar herausstellen.

Je unangenehmer uns die Herausforderung ist, umso unerfüllbarer formulieren wir gerne die Bedingungen, durch deren Ausbleiben wir dann berechtigt oder gar verpflichtet erscheinen, uns nicht an die Erledigung der Aufgabe zu machen. Man nennt das gerne auch Totschlagargumente. Denn die Bedingungen werden nicht morgen erfüllt sein, nicht einmal übermorgen. Sie machen dem Projekt schlichtweg den Garaus.

Vielleicht sollten wir einfach mal anfangen, die tatsächlichen Voraussetzungen unvoreingenommen anzuschauen und mit den Gegebenheiten der Aufgabe zu vergleichen. Damit sind wir auf jeden Fall schon mit einem großen Fuß in der Bearbeitung drin, die wir sonst bereitwillig aufgeschoben hätten.

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